WAS VON MIR ÜBRIG BLIEB
Manchmal sieht man einem Menschen nicht an, wie viel er schon verloren hat.
Caprielle Marlowe ist fünfzehn.
Sie ist das Mädchen, das in der Pause ein Buch liest.
Das Mädchen mit den Kopfhörern.
Das Mädchen, das meistens ruhig ist und trotzdem manchmal lauter lacht, als man es von ihr erwarten würde.
Doch hinter ihrem Lächeln steckt eine Vergangenheit, über die sie mit niemandem spricht.
Mobbing.
Vertrauensbruch.
Angst.
Erinnerungen, die sie nicht loslassen.
Und Narben, die Fragen aufwerfen, die sie nicht beantworten möchte.
Nach einem Schulwechsel bekommt Caprielle die Chance auf einen Neuanfang.
Dalia wird ihre erste Freundin.
Elias wird zu jemandem, mit dem sie schweigen kann, ohne dass es unangenehm wird.
Und Felix wird langsam zu jemandem, bei dem sie sich sicherer fühlt, als sie es eigentlich zulassen wollte.
Doch ein Neuanfang bedeutet nicht, dass die Vergangenheit verschwindet.
Denn manche Erinnerungen kommen zurück, wenn man sie am wenigsten erwartet.
Und Caprielle muss lernen, dass Heilung nicht bedeutet, zu vergessen.
Vielleicht bedeutet sie, sich selbst irgendwann wiederzufinden.
Vielleicht muss sie nicht für immer das Mädchen bleiben, das nur versucht hat, irgendwie durchzuhalten.
Vielleicht ist sie mehr als das, was passiert ist.
Vielleicht ist sie mehr als das, was von ihr übrig blieb.
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