Mara König hat drei einfache Regeln für ihren Arbeitsplatz:
Mach deinen Job ordentlich.
Lass private Probleme vor der Werkhalle.
Und diskutiere niemals mit einem Mann, der sich aufführt, als hätte seine Familie die Firma geerbt.
Die dritte Regel entsteht allerdings erst, nachdem sie Alexander Falk kennenlernt.
Schichtleiter. Kontrollfreak. Diskussionsweltmeister.
Und nach Maras völlig unmaßgeblicher Meinung ein arroganter, eingebildeter, hochnäsiger Schnösel.
Alexander wiederum hält Mara für stur, zickig, viel zu selbstbewusst und mit einem Mundwerk ausgestattet, das dringend einer betrieblichen Sicherheitsprüfung unterzogen werden sollte.
Damit wäre eigentlich alles geklärt.
Sie können sich nicht leiden.
Behaupten sie.
Dumm nur, dass Alexander irgendwann bemerkt, wenn Mara nicht zur Arbeit kommt.
Dass Mara inzwischen sein Auto auf dem Parkplatz erkennt.
Und dass ihre Kollegen längst Wetten darüber abschließen, wann die beiden endlich begreifen, was jeder andere schon sieht.
Doch Mara besteht nicht nur aus frechen Sprüchen und Augenrollen.
Manchmal setzt sie ihre Kopfhörer auf und verschwindet.
Manchmal lächelt sie, obwohl ihr gar nicht danach ist.
Und manchmal wird die lauteste Frau der ganzen Halle plötzlich vollkommen still.
Alexander muss lernen, dass es nicht schwer ist, Mara zum Lachen zu bringen.
Schwer ist es, zu erkennen, wann ihr Lachen nicht echt ist.
Und Mara muss entscheiden, ob ausgerechnet „Mr. von und zu" der Mann sein darf, der hinter ihre große Klappe schaut.
Denn manche Reklamationen kann man zurückgeben.
Manche behält man ein Leben lang.
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