Perfektion

Perfektion

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WpMetadataNoticeLast published Sun, Sep 6, 2015
Sie ist es. Der Inbegriff der Perfektion. All das, was ein Junge haben will - geheimnisvoll, unnahbar und charismatisch. Doch die Realität sieht anders aus. Diese schlägt hart zu, jeden Tag, sodass sie sich in ihrer eigenen Traumwelt verliert. In einer Welt, die sie schleichend auffrisst. "-Was weißt du schon? Hast du eine Ahnung, wie es ist, ich zu sein? Hast du auch nur den Hauch einer Vorstellung, wie scheiße ich mich jeden Morgen nach dem Aufstehen fühle? Weißt du, wie oft ich einfach im Erdboden versinken will, hast du eine Ahnung, wieso das alles so ist? Kennst du mich eigentlich?", die Wörter sprudelten nur so aus mir heraus und ich war kurz davor, wahnsinnig zu werden. "Nein Maja, ich weiß es nicht, weil du mich immer noch abblockst! Weil du mich ansiehst, als wenn uns beiden die ganze Welt gehört und so tust als ob ich alles für dich wäre und im nächsten Moment die verschlossene Tür bist, dessen Schlüssel ich einfach nicht finde und die ich einfach nicht ergründen kann. Es macht mich verrückt, dich zu kennen und dich doch nicht zu kennen." Wenn Realität und Traumwelt ineinander überfließen. Wenn ein Mädchen in einem endlosen Fall in die Leere nur die Flucht in den Traum sieht. Wenn Perfektion und gesellschaftliche Normen zuviel vom Leben abverlangen. Und wenn genau dann, wenn es am schlimmsten zu sein scheint - ein Hoffnungsschimmer kommt.
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Was bleibt, wenn der Mensch, der einen gehalten hat, plötzlich nicht mehr da ist? J. schreibt. Weil Reden zu schwer ist. Weil Worte im Kopf kreisen, aber selten den Weg nach draußen finden. Weil es Orte gibt, an denen Schmerz leiser ist, wenn man ihn auf Papier bannen kann. Seit dem Tag, an dem alles auseinandergebrochen ist, versucht J., die Reste zusammenzuhalten: von einem Alltag, der nie einfach war, und von einem Gefühl, das einst wie Sicherheit war - und jetzt wie Leere brennt. Die Welt um J. ist zu laut, zu grell, zu unbeständig. Routinen geben Halt, aber sie zerfallen. Reize prasseln ein. Begegnungen überfordern. Und tief drinnen arbeitet ein Schmerz, der sich nicht erklären lässt. Nur fühlen. Denn der Mensch, der einst sagte: „Ich mag, wie du bist." - ist fort. Ohne Ankündigung. Ohne Erklärung. Und mit diesem Weggang fällt auch J.s inneres Gleichgewicht in sich zusammen. Zwischen funktionierendem Außen und stillem Zusammenbruch entstehen Einträge, die tiefer blicken lassen als jedes Gespräch. Über Momente, in denen selbst Atmen schwerfällt. Über Nächte, die nur auszuhalten sind, wenn die Gedanken sortiert werden - in Zeilen, in Mustern, in Wiederholungen. Und über die stille Hoffnung, dass es irgendwo jemanden gibt, der nicht fragt, sondern bleibt. Als dann jemand Neues auftaucht, leise, vorsichtig, ohne zu drängen - verändert sich etwas. Nicht plötzlich. Nicht mit einem Knall. Sondern mit einem Blick, der nicht zu viel will. Einer Berührung, die nicht schreckt. Einem „Hallo", das kein Verlangen, sondern Respekt bedeutet. Und so beginnt eine neue Geschichte - mitten im Chaos. Zart. Unerwartet. Ehrlich. Ein leiser, erschütternd ehrlicher Roman über das Alleinsein, das Überleben im täglichen Lärm, über unsichtbare Zusammenbrüche - und über das kleine Wunder, das geschieht, wenn ein Mensch nicht versucht, zu reparieren, sondern einfach da ist

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