Wer nicht sucht,  der findet

Wer nicht sucht, der findet

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WpMetadataNoticeLast published Tue, Oct 20, 2015
Der September macht keine Anstalten seine Präsenz zu verbergen. Er prasselt fast so stark auf mich ein wie die feinen, zarten Tropfen auf meine Haut. Es dröhnt um mich. Lauter als je zuvor. Stille ist überhaupt das lauteste, energischste Geräusch, stehts hat sie das letzte Wort, oft aus dem Hinterhalt heraus. Die Zeit zieht viel zu schnell ins Land. War nicht noch vor ein paar Sekunden Sommer? Mit jedem Blinzeln erscheint die Welt vor meinen Augen von neuem. Und ich hasse diesen Alltag einmal mehr.Wir sehen zu wie andere leben. Wir sehen zu wie andere Dinge erleben, aber vergessen Mal aufs Neue, dass sie sind wie wir. Ich hasse uns dafür. Und ich ziehe meine Brieftasche aus dem Regal, in dem sie sehr einsam wirkt. So nicht! Ich rede mir leben zu. 》Ich bin kein Teil dieser Endlosschleife《 Und ich nehme einen Zettel: alles ist okay. Diese drei Wörter ziehren ihn.Mehr gibt mein Kopf nicht her. Er ist müde vom kopflosen Handeln. Einfach nur raus...
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Ich musste im Wald verschwinden. Sofort lief ich auf den Rand der Lichtung zu. Ich musste so viel Abstand zwischen sie und mich bringen wie möglich. Wer weiß, was es ihr sonst antuen würde. Meine Füße flogen über den unebenen Waldboden. Oft drohte ich über eine Wurzel zu stolpern oder in einen tiefhängenden Ast zu laufen. Hoffentlich folgte sie mir nicht, um mich zur Rede zu stellen. Das Ziehen wurde stärker, schmerzvoller. Warum konnte ich nicht sportlicher sein? Meine Seite stach und ich konnte meinen Herzschlag in meinem Hals spürten. Ich atmete lautstark durch meinen Mund und ich spürte Schweiß auf meiner Stirn und unter meinen Achseln. Der Schmerz nahm zu. Ich verzog meine Gesichtszüge. Keuchend lief ich noch ein paar Schritte nach vorne. Wohin war ich gelaufen? Meine Knie gaben unter mir nach und ich fiel nach vorne. Kleine Steine bohrten sich in meine Knie und in meine Handflächen. Meine Haare klebten mir nass an meiner Stirn. Das Ziehen war nun unerträglich. Meine Muskeln spannten sich an und verkrampften sich. Schmerzerfüllt stöhnte ich auf und kniff meine Augen zusammen. Unbewusst hielt ich die Luft an. Es begann. Mein Atem wurde schneller und ging nun stoßweise. Meine Knochen knackten als ich anfing mich zu verändern. Mein Rücken wurde breiter und länger. Plötzlich knackte ein Ast hinter mir. Sofort fuhr ich zur Geräuschquelle herum. Meine Augen weiteten sich als ich Astrids Gesicht zwischen den Baumstämmen ausmachte. Nein, genau das wollte ich doch verhindern! Schmerz trübte meine Sicht. Noch nie hatte eine Verwandlung sich so sehr in die Länge gezogen aber bis jetzt hatte ich auch keinen Grund gehabt gegen sie anzukämpfen. Meine Haut wurde rau und schuppig. Oh nein, es war schon fast vorbei! „Lauf, bitte, ich will nicht, dass es dir weh tut!", keuchte ich flehend während ich ihr verzweifelt in die schockierten, weit aufgerissenen Augen schaute.

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