Im Gedankenmeer

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WpMetadataReadComplete Tue, Jul 26, 2016
- TEIL EINS - Dann tauchen wir ab. Tauchen ein, in unsere eigene Welt, tauchen tief in den Gedankenpool. Wir wollen weitertauchen, länger die Luft anhalten, mehr Wasser hinter uns lassen, doch unser Atem reicht nicht aus, die Luft weicht aus der Lunge, Wassergedanken nehmen den freien Platz ein. Wir tauchen weiter, wünschen uns Kiemen statt Lungen, aber der Gedanken mit uns unter. Die letzten Luftblasen entweichen, lassen Leere mit sinnlosen Gedanken übrig. Ein letztes mal Gedanken schnappen, den Körper füllen, um dann am Boden des Gedankenpools aufschlagen. • Angefangen am 08.05.2016 ; Beendet am 26.07.2016 • Platz 1. in #Poesie: 05.06.2016 - 14.06.2016 Platz 2. in #Poesie: 27.05.2016 Platz 3. in #Poesie: 14.05.2016 Platz 4. in #Poesie: 20.12.2016
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#88
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Mit vier Jahren ließ mich meine Mutter einfach zurück. Ich weiß noch, wie ich an der Tür stand und sie nie wieder gesehen habe. Seitdem war es nur noch mein Vater und ich - und meine kleine Schwester. Mein Vater hat mir beigebracht, was Angst ist. Er schlug mich, wenn er betrunken war, und oft auch, wenn er einfach nur einen Grund suchte. Ich wusste nie, wann er wieder ausrasten würde. Und meine Schwester -sie war noch zu klein, um sich zu wehren, also musste ich alles ertragen, um sie zu schützen Ich hatte nie Zeit, ein Kind zu sein. Die Schule war das kleinste Übel. Nach der Schule ging ich arbeiten - im Blumenladen am Tag und im Strip Club nachts. Beide Jobs saugten mich aus, aber ich konnte nicht aufhören. Wir mussten essen, wir mussten überleben. Freunde? Hatte ich nie. Und Liebe? Die gab es nur in Träumen, die ich nicht hatte. Ich wollte nie in einer Welt leben, die nur aus Schlägen und der Dunkelheit eines Clubs bestand. Aber es gab keine Wahl. Es gab nie eine Wahl. Ich kämpfte für meine Schwester, weil sie das einzige war, was noch zählte. Alles andere war egal. Bis er kam... Bilder sind von Pinterest:)

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