Der Eiserne Turm

Der Eiserne Turm

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Pepas war vor kurzer Zeit dreißig Jahre alt geworden. Er lebte zusammen mit seiner Frau Moja, die gerade sein Kind erwartete, in einem kleinen Häuschen, das er sich mit harter Arbeit selber verdient hatte. An diesem Abend stürmte und regnete es draußen, so dass Pepas früh zu Bett ging, was ihm gemütlicher erschien, als in der Wohnküche zu lesen, wie es Moja tat. Er lag kaum zehn Minuten unter seiner warmen Decke, als er schon einschlief. Er träumte zu Anfang der Nacht etwas wirr. Später aber erschien ihm in seinem Traum eine schöne Frau mit langen, braunen Haaren, braunen Augen und einem wunderschönen, roten Mund. Sie sagte zu ihm, sie werde ihn jetzt küssen. Er aber werde von diesem Augenblick an jeden Tag um ein ganzes Jahr älter werden. Nur dann, wenn er sie suche und finde und von ihrem Leid erlöse, indem er ihr diesen Kuss zurückgebe, werde er wieder so jung werden, wie er es vor ihrem Kuss gewesen sei. Nachdem die Schöne dies gesagt hatte, drückte sie ihm ihren Kuss auf den Mund, obwohl er sich mit Händen und Füßen dagegen wehrte. – „Was ist denn mit dir?“, fragte Moja. „Hast du schlecht geträumt?“ Er sah in ihr Gesicht, als er die Augen aufschlug. Sie hatte ihn offensichtlich gerade wachgeküsst. „Du hast wie wild um dich geschlagen, als ich dich gerade geküsst habe!“ „Ach, es ist nichts!“, sagte Pepas. „Nur ein Traum. Nicht der Rede wert.“ Dann stand er auf, gab seiner Frau den Kuss zurück und kleidete sich an, um mit ihr gemeinsam zu frühstücken…
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Auf den ersten Blick sieht Ava aus wie eine normale junge Frau. Doch hinter ihren roten Haaren und braunen Augen verbirgt sich eine gebrochene Tochter, die vor kurzem ihre Eltern verloren hat. Gezwungen von der neuen Situation und auch wegen dem letzten Wunsch ihrer Mutter setzt sie alles auf eine Karte und zieht in ihren Geburtsort zurück. Dort rettet sie jemanden und versucht wieder auf Abstand zu gehen, aber selbst ihre besten Kontersprüche prallen an ihm ab. Als wäre seine aufdringliche Art nicht schon genug, verbirgt er genau wie die Stadt ein großes Geheimnis. Aber es kommt noch schlimmer und einige Geheimnisse ziehen sich durch ihr Leben bis hin zu ihrer Familie zurück. ********** „Wie bitte?", zischte ich und fühlte mich ein wenig angegriffen. „Nach deinem Verlust des Hörvermögens und deines Verstanden kommt jetzt auch noch dein Augenlicht dazu, oder was?" „Wahrscheinlich blind wie ein Wolf!", grummelte ich noch und fuchtelte mit den Händen herum. „Du bist wirklich ein Biest!", sagte er und kam näher. „Ein giftiges Biest!" „Das giftige Biest tritt dir gleich in deine Weichteile!", sagte ich bissig und er schmunzelte. Ich verdrehte die Augen und erst jetzt bemerkte ich das wir schon vor meinem Haus standen. © Alle Rechte vorbehalten

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