Magic Girl

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WpMetadataReadConcluida mar, oct 13, 2015
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No ficción
Es donnerte. Elena fuhr in ihrem Bett hoch. Sie sah,wie sich der Vorhang am Fenster bewegte. Ein greller Blitz erhellte fie Nacht, und gleich darauf krachte es so gewaltih, dass Elena zusammenzuckte. 》 Mmmmhhhh.《 Ihre Freundin Mirands bewegte sich im Schlaf, dann setzte sie sich auf. 》Gewitter?《 》Und was für eins《, antwortete Elena mit zitternder Stimme. Sie sprang aus dem Bett und lief barfuß zum Fenster, um es zu schließen. 》Und Nele übernachtet mit ihrer Schwester heute im Zelt in ihrem Garten《, rrinnerte sich Miranda. 》Das ist bestimmt furchtbar ungemütlich. Dü ie Armen! Aber ich hab Nele gewarnt, ich habe ihr gesagt, dass es wahrscheinlich gewittern wird, weil es so schwül war.《 》Vielleicht sind sie ja doch rechtzeitig ins Haus zurückgegangen《, meinte Elena und schlüpfte wieder ins Bett. Sie zog die Bettdecke hoch und klapperte mit den Zähnen, ibwohl es im Zimmer nicht kalt war. 》Alles in Ordnung bei dir?《, fragte Miranda besorgt.
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Der erste Sonnenstrahl stahl sich durch das schmale Fenster, tastete sich langsam über das zerwühlte Bettlaken, bevor er ihre Wange berührte. Ein sanftes, goldenes Licht, das sie aus der Dämmerung ihrer Träume zog. Sie blinzelte, streckte sich unter der schweren Decke. Noch ein Tag. Noch ein weiteres Kapitel in einem Buch, dessen Handlung längst vorhersehbar war. Der Duft von altem Holz und abgestandenem Kaffee hing in der Luft, vermischt mit der fernen Melodie einer Stadt, die sich gerade erst aus ihrer nächtlichen Starre löste. Maschinen, Stimmen, Leben. Alles war in Bewegung - nur sie fühlte sich, als würde sie auf der Stelle treten. Ihr Blick glitt durch den kleinen Raum. Alles an seinem Platz. Die Bücher, fein säuberlich geordnet, als könnten sie eine Ordnung in ihr Inneres bringen. Jedes Stück sorgsam ausgewählt, jedes Objekt eine stumme Erinnerung an Kontrolle. Kontrolle, die sie brauchte, um nicht zu ertrinken. Doch selbst die makellose Oberfläche ihres Lebens konnte nicht verbergen, dass darunter etwas nagte. Etwas, das nach ihr griff, das in den stillen Momenten zwischen den Seiten ihres Alltags lauter schrie als alles andere. Ein Verlangen, unbestimmt, unfassbar - aber unaufhaltsam. Als sie den ersten Schluck Kaffee nahm, brannte er auf ihrer Zunge, doch sie genoss den Schmerz. Ein kurzer Moment, in dem sie sich spürte. Draußen erwachte die Stadt. Autos rollten über den Asphalt, Menschen eilten zur Arbeit. Jeder von ihnen trug seine eigene Geschichte in sich, eigene Sehnsüchte, eigene Narben. Und sie? Sie war nur eine Beobachterin am Rande des Spielfelds, gefangen zwischen Routine und dem tauben Echo einer Frage, die sich in ihr brannte: Wann wird sich endlich etwas ändern?

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