Sie vergaß, ihn niemals!

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Oct 26, 2015
Es ist jetzt 12 Jahre her. Damals waren wir 14. Natürlich, sich Zwölf lange Jahre das Gesicht irgendeinen Menschen zu merken, an dem natürlich auch der Zahn der Zeit nagt, ist nicht selbstverständlich. Wenn es ein ganz besonderer Mensch war, jemand der dich unendlich glücklich gemacht, der dich zum Lachen gebracht, und jemand, der dich verstanden hat, da ist es schon leichter, sich dessen Züge einzuprägen. Aber wenn es der überhaupt allerwichtigste Mensch in deinem Leben war, mit dem du so eine glückliche, ja perfekte Zeit in deinem Leben verbracht hast, das man es gar nicht in Worte fassen kann, der mit dir geweint hat, wenn du geweint hast, der mit dir gekämpft hat gegen deine Feinde, der immer hinter dir stand, den du über alles geliebt hast, dann ist es meiner Meinung nach äußerst wichtig sich sein Gesicht, seinen Charakter, sogar seinen Geruch ganz tief und für immer zu merken. Zumindest so, wie diese Eigenschaften waren. Ich konnte mir sein Gesicht schon immer merken. Ich dachte jeden Tag, an dem ich ihn nicht gesehen habe, trotzdem an ihn. Ich sah ihn nicht mehr, weil seine Mutter sich eingebildet hatte, ihn auf ein Internat zu schicken. Das habe ich nie verstanden und das werde ich wahrscheinlich auch nie. Als ich ihn aber dann gestern auf dem Klassentreffen nach 12 Jahren wieder gesehen habe, ist mir einiges klar geworden. Ich weiß ja, dass ich mich veränderte. Ich ließ mir die Haare wachsen, habe abgenommen und bin Tierärztin geworden. Doch vom Charakter her bin ich dieselbe, und vom Aussehen eigentlich auch, nur das ich eben abgenommen habe. Aber meine beste Freundin ist immer noch meine beste Freundin und ich liebe Tiere noch immer über alles. Aber das er sich so verändert hat, das haut mich um.
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⚠️⚠️: Diese Kurzgeschichte behandelt die beiden Songs „Wie es mal war" und „Was habt ihr gedacht". Mit dieser Story will ich niemanden angreifen oder gar schlecht darstellen. Ich konnte diese Idee einfach nicht mehr vergessen und das Ganze liess mich nicht mehr los. Ich habe Gedanken und sogar selbst erlebte Situationen und Gefühle versucht in dieser Story zu verarbeiten. Wer mit dem Thema Depression, nicht umgehen kann, sollte diese Story nicht lesen. Ich möchte vorweg noch einmal anmerken, dass das hier alles nur rein fiktiv ist. Es hat zwar reale Informationen die Wincent selbst mal erzählt hat. Aber wie und ob es ihm so erging, oder es solche Szenen gab, wie ich es geschrieben habe, weiss ich nicht. Wie gesagt: Alles rein fiktiv und frei erfunden! Ich wollte nur mal ein Thema aufgreifen, welches zu wenig Aufmerksamkeit kriegt und überall als Tabuthema behandelt wird! Es ist nicht schwach oder traurig, wenn man sich Hilfe holt. Wenn euch was bedrückt, redet drüber. Egal mit Freunden oder der Familie und wenn das nicht mehr hilft, sucht euch professionelle Hilfe, es ist nichts falsch daran! Ich war bereits schon zwei Mal an diesem Punkt und habe mir Hilfe geholt!♥️

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