ultraleicht

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Dec 5, 2015
"mit dir, mit dir, mit dir, fühl ich mich ultraleicht." Diese Songzeile tönte immerwieder durch ihren schmerzenden Kopf. Der Wind pfiff ihr um die Ohren und blies ihr die langen Haare ins Gesicht. Heute hatte sie einen guten Tag ausgewählt. Sie redete dich immerwieder ein, Dass niemand sie vermissen würde, wenn sie jetzt gehen würde. Sie hatte es sich immer einfach Vorgestellt, von einer Brücke zu springen. Doch das war es keineswegs. Jetzt, wo sie hier, mit Gänseblümchenkleid und nackten Füßen auf der Zugbrücke stand und in den Abgrund starrte, kam es ihr plötzlich ziemlich leichtsinnig vor, sich durch einen einzelnen Schritt nach vorne das Leben zu nehmen. Denn immerhin gab es ein paar wenige Menschen, denen sie etwas bedeutete. Ihre beste Freundin zum Beispiel... "Livvy!" schrie der Junge, den sie ihr ganzes Leben lang geliebt hatte und rannte auf sie zu. Seine grünen Augen konnte sie schon von weitem erkennen und seine braunen dichten Locken waren ziemlich zerzaust. ......
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Hätte ich gewusst, dass die Suche nach meinen Erinnerungen so verwirrend und leidvoll wird, wäre ich wohl für immer in dieser Seitengasse liegen geblieben. Ohne die Jungs, wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen. Aber war es wirklich eine gute Idee, sie in dieses Abenteuer mit reinziehen? ______________ "Wieso schläft du hier auf der Bank?", fragte er und setzte sich neben mich. Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht, wo ich sonst schlafen soll. Denn ich habe keine Ahnung, wo ich wohne." "Weißt du irgendwas?" Bei seiner Frage zog er beide Augenbrauen hoch. "Nicht unbedingt. Wesentliche Sachen kann ich wohl noch, aber an persönliche Erinnerungen kann ich mich nicht erinnern." Wie kann das überhaupt möglich sein? So einfach vergisst man so wichtige Sachen wie den Namen doch nicht. Auf einmal fragte der Junge: "Hast du Angst vor mir?" Überrascht sah ich ihn an. Eigentlich hatte ich keine Angst vor ihm. Er schien freundlich zu sein, aber ich wusste nicht einmal seinen Namen. Ich wusste genauso viel über ihn, wie ich auch über mich selber wusste. Und das half nicht viel. "An sich habe ich keine Angst vor dir. Aber warum fragst du das?" "Weil du dann mit mir mitkommen kannst. Meine Freunde sind bestimmt sozial genug, um dir zu helfen." Der Junge stand von der Bank auf und wartet darauf, dass ich auch aufstand.

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