Der STREBER

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WpMetadataNoticeLast published Wed, Dec 2, 2015
Ich rannte einen langen Korridor entlang in dem sich tausende von Büchern zu großen Türmen häuften. Ein Schritt und die Stapel würden mit zu Boden schlagen, denn die Bücher standen auf einen wackeligen Boden der aus alten Brettern zusammen gesetzt ist. Zwanzig Minuten rannte ich diesen Korridor entlang bis Ich einen Spiegel sah vor dem ein Buch lag. Auf diesem Buch stand Sam's Lebensgeschichte. Da war mir klar nachdem Ich einen Ton aus dem Lautsprecher am Eingagn der Tür vom Zug mit dem ich gerade zum College fahre, vernahm dass, das Alles nur ein Traum wahr. Ich streckte mich aus und gähnte fürchterlich laut woraufhin mich manche der Passagiere schief anguckten. Eine Zughaltestelle noch und ich bin da. Am College. Mein Leben fängt hier gerade erst so richtig gut an bis Ich meine Zimmernummer erfahren habe, "Stockwerk 5 /Zimmer 302" sagte die Sekretärin zu mir. Ich freu mich schon meinen Zimmergenossen kennenzulernen. Aber als Ich die Tür öffnete blieb mir der Atem weg.
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Dieses ungute Gefühl: Als ich in meine Straße einbiege, bemerke ich ein Grummeln im Bauch, ein unangenehmes Ziehen. Ich will eigentlich wieder umkehren, zurück in Milenas Wohnung und mich verkriechen, mich vor dem notwendigen Gespräch verstecken, aber es hilft nichts. Wir müssen reden. In der Wohnung angekommen, merke ich, dass Jonas nicht da ist. Hatte er nicht gesagt, er wäre erst am Abend verabredet? „Mhm, vielleicht hab ich mich auch nur verhört", denke ich mir und gehe ins Schlafzimmer an meine Kommode. Ich öffne die Unterwäscheschublade und ziehe eine frische Unterhose raus, als ich ein *pling* höre und Jonas aufgeklappten Laptop auf dem Bett sehe. Eine Desktop-Notification ploppt auf. „Bonni: ETA in 5 Min." Bonni. Ich spüre meinen Puls, er hämmert wie verrückt. Im Hals, im Magen, im Kopf. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wird mir alles klar. Bonni. Jonas Ermutigung, dass ich nach Bali fliegen soll. Sein Zuspätkommen zur Bürofeier. Seine angeblichen Partyabende mit seinem besten Kumpel. Alles Bullshit, Bullshit, Bullshit! Ich nehme seinen Laptop und gebe ein Passwort ein. Das, was er eigentlich an allen Gerätschaften verwendet. Ich war noch nie an seinem Laptop. Noch nie an seinem Handy. Meine schwitzigen Hände sagen mir „Das darfst du nicht tun", aber ich weiß, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Das Passwort allerdings schon. Ich bin drin. Ich lese nur zwei Messenger-Nachrichten und bekomme bestätigt, was mein Unterbewusstsein schon vor zwei Minuten gecheckt hat. Ich kann nicht mehr atmen, ich schnappe nach Luft, als auch schon meine Beine nachgeben und ich mit einem lauten Rumms auf dem Fußboden vor unserem Bett lande. Alles dreht sich und ich habe ein Rauschen auf den Ohren. Das kann nicht sein, das ist nicht wahr, nein, das kann einfach nicht sein. Ich versuche mich aufzurichten, ziehe mich am Bettrahmen hoch und lese die Nachrichten noch einmal. Kein Zweifel: Jonas betrügt mich.

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