Freundschaft, Liebe, Liebeskummer

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WpMetadataNoticeLast published Fri, May 29, 2015
Langsam kam sein Kopf näher. Alles um mich herum wurde plötzlich unwichtig, sogar den Anruf von vorhin konnte ich vergessen. Wassertropfen perlten von seinen Wimpern ab. und ich konnte seinen Atem spüren. Kurz streifen sich unsere Lippen und es fühlte sich an wie elektronische Blitze. Wärme durchzuckte meinen Körper. Der Kontakt war nicht wie ein üblicher Kuss oder so etwas, es war unbeschreiblich. Immer wieder war sein Mund kurz vor meinem. Ich biss auf meine Unterlippe und brach für einen kurzen Moment unseren Blickkontakt ab, dann sah ich ihm wieder in die Augen. Ich konnte sehen wie er mich nicht den Blick von mir ließ. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit, bis er die letzte Lücke zwischen unseren Lippen schloss. Die Leidenschaft überwältigte mich. Mir wurde warm und kalt, und das Wasser um mich herum stand still.
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Meine Gedanken schienen immer noch auf Abwegen zu sein, denn nur so konnte ich mir meine nächsten Worte erklären. «Ich möchte dich gerne küssen.» Sein Kopf ruckte hoch und seine attraktiven Gesichtszüge verschwommen ein wenig, was wirklich eine Schande war. Ich blinzelte angestrengt, um seine Augen richtig sehen zu können. Einem Augenblick starrten wir einander schweigend an. Sein Blick wanderte schließlich zu meinen Lippen, die sich automatisch ein wenig öffneten. Ich nahm einen tiefen Atemzug und meine Brust hob und senkte sich sichtbar. Seine Augen wanderten weiter, angeregt durch die Bewegung. Ein Prickeln durchfuhr mich und sammelte sich direkt in meinem Unterleib. Ich wüsste, unter normalen Umständen, hätte ich den Blick abgewandt und wäre schrecklich errötet. Doch so genoss ich einfach seine Musterung, die mir durch und durch ging. Nathan wandte sich ab, als hätte er sich an mir verbannt. Er blickte aus der Windschutzscheibe, doch ich starrte unverwandt sein Profil an, wie um es mir genau einzuprägen. Die dichten, dunklen Augenbrauen. Der kleine Hubbel auf der sonst geraden Nase. Die Unterlippe, die ein kleines bisschen voller war als die Oberlippe. Dort blieb ich hängen. «Ich würde dich auch gerne küssen», gestand er. «Warum sitzen wir dann noch hier herum?», fragte ich, ein wenig atemlos und immer noch unfähig, mich zu rühren. Er lachte leise, was eine seltsam euphorisierende Wirkung auf mich hatte. Ich war mir sicher, das war das attraktivste, was Nathan je getan hatte. «Nicht so.» Erster Anfang: 2015

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