Da stand ich nun. Auf dem Schulhof. Mutterseelenallein. Am Himmel waren pechschwarze Wolken aufgetaucht. Wenn ich mich jetzt nicht beeilte, würde es regnen, bevor ich zu Hause ankam. Doch ich tat nichts. Ich stand einfach nur da. Eine Träne kullerte meine Wange hinunter. Ich schluchzte. Und noch eine Träne. Ich schloss die Augen. Der Schmerz war kaum auszuhalten. Es fühlte sich an, als würde mein Herz in tausend Stücke zerbrechen. Plötzlich spürte ich etwas auf meiner Haut. Ich öffnete die Augen und sah, dass es regnete. Zuerst nur schwach, doch plötzlich wurde ich von einem Platzregen überrascht. Und noch immer stand ich da und tat nichts. Der Schmerz, verlassen zu werden, mit einem gebrochenen Herzen rücksichtslos allein zurückgelassen zu werden, bohrte sich in jede Pore meines Körpers und hinderte mich daran, mich zu bewegen. Ich weinte immer noch und meine Tränen fielen, vermischt mit dem Regen auf meine nassen Converse.
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