Ich und der Rest dieser miesen Welt

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Jan 4, 2016
Es war dunkel. Graue Nebelschleier hingen am roten Schieferdach der alten Villa. Ich hörte in der Ferne eine Eule rufen. Das Laub knisterte unter meinen Füßen. Im fahlen Mondlicht suchte ich mir den Weg. Plötzlich breitete sich ein Gefühl in mir aus, das die Villa schon die ganze Zeit ausgestrahlt hatte: Einsamkeit. Ich hantierte an dem Schloss der großen Tür herum bis ein leises Klacken ertönte, dann stieß ich sie auf. Ich lief los, jetzt musste ich schnell sein. Ich nahm mit, was ich finden konnte. Später würde Ronny das Zeug dann an Kleinhändler verticken. Ich war sieben Jahre alt gewesen als mich Ronny in seiner Bande aufgenommen und ich mit dem Klauen angefangen hatte. Ein Lichtstrahl fiel durch das Fenster, an dem ich gerade vorbeigegangen war. Scheiße, irgendjemand musste mich gesehen haben. Ich rannte weiter in das Haus hinein und suchte mir ein Fenster auf der Rückseite um dort hinaus zu klettern. Als ich draußen war, lief ich zum Zaun auf der Rückseite des Grundstückes und sprang drüber. Dann lief ich nach Hause...
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*** Das Haus stand seit Jahren leer. Vielleicht Jahrzehnten. Keiner in dem Dorf wagte zu sagen, wem es gehört hatte. Oder warum es nie verkauft wurde. Ein Ort ohne Geschichte... oder mit zu viel davon. Jetzt gehörte es mir. Ich war nie der Typ, der an Zufall glaubt. Nicht mit dieser Blutlinie. Nicht mit dem, was nachts in meinen Träumen flüstert, wenn der Mond zu voll scheint. Und doch.. Als der Brief kam, versiegelt mit Wachs und meinem Nachnamen in krakeliger Handschrift, zögerte ich.... Ich kannte die Handschrift nicht. Aber mein Blut tat es. Es zog mich her.. nicht mit Versprechen. Mit Erinnerungen, die nicht meine waren.

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