upside down | z.m.

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Feb 20, 2016
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Fanfic
"Warum hast du keine Angst?" hauchte er. Warmer Atem schlug mir gegen die Lippen und ließ mein Herz fester schlagen. "Sollte ich?" Ich wusste nicht, was ich hier tat oder warum ich noch hier stand, aber ich wusste, dass seine Gegenwart Adrenalin durch meine Adern pumpen ließ. Und ich genoss es. Er war so anders, als jeder ander Junge den ich kannte. Gefährlich. "Ich wurde wegen Mordes verhaftet. Macht dir das keine Angst?" Seine Augenbrauen zogen sich leicht zusammen, während er einen Zug seiner glimmernden Zigerette machte. "Nur weil du deswegen verhaftet wurdest, heißt das nicht, dass du es wirklich getan hast." Genüsslich bließ er den Rauch wieder aus. "Glaubst du, dass ich es getan habe? Glaubst du, dass ich den Mord begangen habe?" "Nein. Hast du es getan?" Ich konnte nicht anders, als ihm die Frage zu stellen, die mir schon auf der Zunge brannte, seitdem ich das erste Mal von ihm gehört hatte. "Ich weiß es nicht."
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Hätte ich gewusst, dass die Suche nach meinen Erinnerungen so verwirrend und leidvoll wird, wäre ich wohl für immer in dieser Seitengasse liegen geblieben. Ohne die Jungs, wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen. Aber war es wirklich eine gute Idee, sie in dieses Abenteuer mit reinziehen? ______________ "Wieso schläft du hier auf der Bank?", fragte er und setzte sich neben mich. Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht, wo ich sonst schlafen soll. Denn ich habe keine Ahnung, wo ich wohne." "Weißt du irgendwas?" Bei seiner Frage zog er beide Augenbrauen hoch. "Nicht unbedingt. Wesentliche Sachen kann ich wohl noch, aber an persönliche Erinnerungen kann ich mich nicht erinnern." Wie kann das überhaupt möglich sein? So einfach vergisst man so wichtige Sachen wie den Namen doch nicht. Auf einmal fragte der Junge: "Hast du Angst vor mir?" Überrascht sah ich ihn an. Eigentlich hatte ich keine Angst vor ihm. Er schien freundlich zu sein, aber ich wusste nicht einmal seinen Namen. Ich wusste genauso viel über ihn, wie ich auch über mich selber wusste. Und das half nicht viel. "An sich habe ich keine Angst vor dir. Aber warum fragst du das?" "Weil du dann mit mir mitkommen kannst. Meine Freunde sind bestimmt sozial genug, um dir zu helfen." Der Junge stand von der Bank auf und wartet darauf, dass ich auch aufstand.

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