Sie und Er.
Sie, ein Mädchen, dass alles gleichzeitig aber auch nichts wollte.
Er, ein Junge der nichts hatte und alles wollte.
Sie, ein Mädchen das Kälte ausstrahlte doch eigentlich die Wärme suchte.
Er, ein Junge der sich statt der Wärme für die Kälte entschied.
Sie versuchte jemand anderes zu sein, denn sie kannte sich selber nicht.
Er war so wie er war und half ihr sich selber kennenzulernen.
Sie, ein Mädchen das nach einem 'Zuhause' suchte, aber keines fand.
Er, ein Junge, der nach Händen suchte, die ihn hielten, doch keine fand.
Sie hatte so viele Fragen, doch fand keine Antworten.
Er hatte keine Fragen, sondern Antworten, ihre Antworten.
Sie, ein Mädchen das eine zu hohe Mauer errichtet hatte, welche jedoch zu zerbrechen schien.
Er, ein Junge der trotz der Gefahr diese zerbrechende Mauer versuchte zu überqueren.
Ein Mädchen welches sich selbst nicht akzeptierte und ein Junge, der für ein Mädchen kämpfte, das sich selbst nicht mochte...
▪︎Teil 1: Bedevilment - Heillose Verwirrung
▪︎Teil 2: Knight in Shining Armor
(Teile können theoretisch unabhängig voneinander gelesen werden.)
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Neue Stadt. Neue Menschen. Neue Probleme.
Natürlich macht es das nicht gerade leichter für eine junge Frau sich im Alltag besser zurecht zu finden. Hinzu kommt das allseits bekannte Problem mit dem männlichen Geschlecht...
Die, die man haben darf, werden für einen selbst nie mehr als beste Freunde sein. Doch die Verbotenen, die tun es einem so richtig an. Sie stehlen dein Herz, noch bevor du es überhaupt mitbekommst oder etwas dagegen unternehmen kannst. Und ehe du dich versiehst, steckst du mitten in einer Misere aus der ein schnelles Entkommen nicht möglich und das Brechen des eigenen Herzens beinahe schon vorprogrammiert ist...
~*~
„Hast du mir zugehört?", Calum sah mich aufmerksam an. Seine Kiefermuskeln waren angespannt und seine Augen wirkten hart. Was hatte ich verpasst? Was war geschehen, um seinen glühenden Blick zum Erstarren zu bringen?
„Wie bitte?", nuschelte ich und versuchte mich auf seine Worte zu konzentrieren.
„Ich meinte, dass so etwas wie heute nicht noch einmal passieren darf. Wir waren beide etwas gestresst und dann ist dieser Fehler einfach passiert. Keiner von uns interessiert sich für den anderen, oder?"
Eine Taubheit überfiel mich. Was sagte er da? Fehler? Kein Interesse? Nicht in der Lage etwas erwidern zu können nickte ich nur. Es pochte in Meinem Kopf und es fühlte sich an, als würde eine kalte Hand meinen Brustkorb zusammenpressen.