367 Tage und 5 Stunden

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WpMetadataNoticeLast published Fri, Mar 25, 2016
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Fiction
Romance
Wenn meine Freunde mich fragen wie lange ich denn weg war, antworte ich immer mit "Genau ein Jahr". Die letzten 33 Stunden erwähne ich nie. Die waren die schlimmsten. Danach lächle ich meistens gezwungen und drehe mich um, damit niemand meine feuchten Augen sieht. So kommen sie meistens auch nicht dazu, mich zu fragen wo ich denn war. Falls sie es doch schaffen, erzähle ich immer was anderes. Denn niemand könnte die Wahrheit verkraften. Ich wurde entführt und in den letzten 33 Stunden musste ich um mein Leben kämpfen.
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Stellt euch vor ihr lebt noch Zuhause bei euren Eltern und seid damit total unzufrieden. Nicht nur, weil ihr euch den ganzen Tag anhören müsst dass es total dumm von euch war, dass ihr das Medizinstudium abgebrochen habt sondern auch dass eure Mutter Angst hat niemals Oma zu werden weil ihr keinen Freund habt. Dazu habt ihr einen Beruf der euch sehr viel Spaß macht aber echt unterirdisch bezahlt wird. Und als wäre das nicht schon genug erläutert eure Chefin euch, dass der Laden pleite geht und man versetzt wird. Doch die Spitze des Eisbergs ist dann, dass eure Eltern euch kein Geld geben für eine Wohnung geben bis man einen Freund hat. Und damit herzlich willkommen in meinem Leben. Meine Mutter war eine von diesen über fürsorglichen Frauen, die immer Angst haben ihre Kinder bleiben auf der Strecke. Naja einmal war ihr das ja schon passiert, bei meiner großen Schwester Jana. Meine Mutter hatte sich zu viel in ihr Leben eingemischt und sie war verschwunden, bis heute. Das ganze ist jetzt drei Jahre her und seit dem ist der Wahn von ihr noch mehr angestiegen. Als sie herausgefunden hat, dass ich mein Studium im 10. Semester, von 12, abgebrochen hatte, landete sie mit einen Herzinfarkt im Krankenhaus. Und als ich dann nach Dortmund versetz wurde, und eine Wohnung brauchte, sah sie die perfekte Chance darin, mein Leben wieder nach ihren Vorstellungen auszurichten. Dass ich dabei mit einem Fußballer zusammenziehen musste und einen zweiten Job in deren Mannschaft bekam, ahnte ich noch nicht, geschweige denn was genau der Plan meiner Mutter war.

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