The Hardening

The Hardening

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WpMetadataNoticeLast published Sun, Jun 19, 2016
"Vielleicht werde ich auf dem Boden sitzen mit Tränen in den Augen und dem brennenden Schmerz in der Brust, der mich zerbrechen lässt. Vielleicht werde ich das Gefühl haben, dass ich nicht mehr kann und mich fragen was das Alles soll. Vielleicht werde ich für einen Augenblick in mich zusammenbrechen, und mir wünschen, dass das Alles niemals passiert wäre. Doch dann werde ich wieder aufstehen und weiter machen. Niemals werde ich aufgeben. Denn egal wie tief ich falle, ich werde weiter kämpfen." Stumpf blickte ich ihm in seine dunkelbraunen Augen, umkrallte mein Messer fester. "Du bist ein Narr, wenn du glaubst, dass jede Niederlage, die du erlebst, dich stärker macht, bloß, weil sie dich nicht umbringt. Wir sind im Krieg. Du darfst nicht stark werden, du musst stark sein um zu überleben - um zu siegen." Auf dem Boden unter uns brach ein Zweig, was meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein Mann begann in den wenigen Sachen zu wühlen, die auf dem Waldboden lagen. Keiner von uns gab einen Ton von sich. Als er direkt an den Rucksäcken und der Kleidung unter mir angekommen war, wuchs meine Angst entdeckt zu werden plötzlich mit jedem Atemzug. Nicht eine Sekunde ließ ich ihn aus den Augen. Laut fluchend warf der Fremde einen Rucksack zurück auf den Boden und trat gewalttätig gegen den Baum. Er hatte nicht gefunden, was er suchte. Das war nicht sonderlich verwunderlich, da ich eben jenes, was er suchte, in meiner Hand hielt und krampfhaft umschloss. Der Mann raufte sich die Haare und tigerte unter mir her. So viele seiner Leute würden sterben, bloß, weil er vergeigt hatte, das zu holen, was ihnen einen Vorteil bringen würde. Etwas was sie dringend benötigten. Mit einem letzten wütenden Schrei, verfluchte er seinen Vorgesetzten und riss den Kopf in den Nacken. Mein Blick traf seinen. Für einen kurzen Moment erstarrten wir beide. Selbst mein Atem stoppte. Stille herrschte zwischen uns. Ich warf das Messer.
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"Die ganze Zeit hab ich dir wie blind vertraut und dabei bist du die wahre Gefahr!", schluchzte ich und der kalte Regen ertränkte jede einzelne meiner Tränen, die sich langsam den Weg über meine Wangen bahnten. "Du weißt, ich würde dir niemals wehtun." Seine eisblauen Augen funkelten mir schmerzerfüllt und voller Reue entgegen. Einzelne, dunkle Strähnen hingen ihm durchnässt in die Stirn und erschwerten ihm somit die Sicht. "Ich weiß nicht? Würdest du das?" Die Worte verließen gewagt meine zitternden Lippen und der große Junge vor mir, sah mich fassungslos an. Für einen kurzen Moment glaubte ich Schock oder Enttäuschung in seinen Augen zu vernehmen, kurz bevor er seinen Blick senkte und wortlos den Boden betrachtete. Für mich - Antwort genug. Verletzt riss ich mein Handgelenk aus seinem sanften Griff und rannte. Weg von ihm. Weg von seinen Lügen. Weg von der Sicherheit. - Zwei völlig verschiedene Personen mit einer unscheinbaren, gefährlichen Verbindung Doch niemand fragt sich: Wie geht es dem Mädchen, das mehr auf Andere achtet, als auf sich selbst? Wie geht es dem Jungen, der jeden Tag um drei Uhr nachts aufwacht? ~Es gibt kein Zurück - Dead end~ [Alle Rechte dieses Buches, bis auf die der Bilder liegen bei mir] [ACHTUNG: enthält GEWALTÄTIGE, sowie SEXUELLE und SUIZIDALE Handlungen und Anspielungen und behandelt unter anderem das Thema ANGSTSTÖRUNGEN]

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