333 Tage

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Jun 9, 2016
Liebe Mama, lieber Papa, ich schreibe euch an meinem 267. Tag. Ich schreibe eich seit ich von euch weiß also seit diese "Mission " anfing. Ich habe weder ein Lebenszeichen von euch bekommen, noch einen Antwort. Ich will doch nur wissen wieso ihr mich in dieses Programm gebracht habt, 5 Tage nach meiner Geburt. Ich bin seit fast 12 Jahren ein Waisenkind und IHRE Antwort auf meine Fragen ist immer : Sie haben dich NIE geliebt. Stimmt das? Wolltet ihr mich nicht und habt mich deshalb hier gelassen? Liebt ihr mich nicht? Ich weder bald 13 und mein einziger Wunsch ist es ein Zeichen von euch zu bekommen. Eure Tochter Cat Mia Loockwood Dies ist ein Teil aus 333 Tage. Ihr hoffe dies hat euch schon angeregt 333 Tage zu lesen. Wenn nicht, schaut mal rein, vielleicht ist es anders als ihr dachtet
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Ich war nie das naive Mädchen, das an Märchen glaubte. Schon früh hatte ich gelernt, dass hinter jedem Lächeln ein Messer stecken kann, dass Nähe gefährlich und Liebe ein Trugbild ist - vor allem, wenn man in einer Welt aufwächst, in der Macht, Geld und Geheimnisse wichtiger sind als Vertrauen. Meine Eltern, Isabel und Antonio, waren erfolgreiche Geschäftsleute. Erfolgreich - aber nicht sauber. Sie sprachen nie darüber, was sie wirklich taten, aber ich wusste immer, dass es dunkler war, als sie mich glauben lassen wollten. Und dann kam er: Enzo. Dunkel, kalt, unberechenbar. Ein Mann, der alles verlor, was ihm gehörte - wegen ihnen. Und um sich zu rächen, nahm er das Einzige, von dem sie dachten, dass es sicher sei: mich. Ich hätte ihn hassen sollen. Ich tat es. Seine Blicke, seine Worte, seine Nähe - all das brachte mich an meine Grenzen. Doch je länger ich in seiner Welt gefangen war, desto mehr verschwammen diese Grenzen. Zwischen Hass und Verlangen. Zwischen Angst und Faszination. Zwischen mir und dem Mann, der mein Gefängnis war... und vielleicht mein Verderben.

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