,,Er hat dich gevögelt !" Harry schmieß eine Vase um und guckte mich an. Sein Atem ging schneller, seine Hände zitterten. Ich drückte mich immer mehr an die Wand. Ich zitterte vor Angst. Es ist nicht das erste Mal das Harry ausrastet, aber so schlimm war es noch nie.
,,Er hat dich berührt. Er hat dich geküsst. Er hat dich in seinen Armen gehalten und dich dann ..." ,,Sag es bitte nicht...", unterbrach ich ihn. ,,Er hat dich gefickt", flüsterte Harry leise. Mir kamen die Tränen. Schnell wischte ich mir sie weg und drückte meine Tasche mehr an meine Brust.
,,Harry ich...", fing ich an, doch weiter kam ich nicht, denn Harry lief mit großen Schritten auf mich zu und schlug seine rechte Hand gegen die Wand . Ich zuckte zusammen und die ersten Tränen liefen mir die Wange runter. Seine Faust war knapp über meinem Kopf. ,,Guck mich an!",schrie er. ,,Guck mich verdammt nochmal an!" Ich zuckte zusammen, doch ich hob meinen Kopf und guckte in seine Augen. Ich sah Wut, pure Wut. ,,Sag, dass es dir nichts bedeutet hat. Sag es bitte", flüsterte er und drückte seine Stirn gegen meine. Ich spürte seinen heißen Atem und seine Stirn, die voller Schweiß war, an meiner." Er kochte vor Wut. Ich drückte meine Tasche noch mehr an meine Brust. Ich liebe ihn, Harry," flüsterte ich zurück und schloss meine Augen. Ich hatte Angst. Mein Herz pochte und sein Puls raste. Langsam drückte ich Harry weg von mir. ,,Es tut mir leid." Ich atmete ein und wieder aus. Harry drehte seinen Kopf zur Seite. Ich schluckte schwer und rannte aus der Tür...
Ich nehme all meinen Mut zusammen und wage es, meine Hände an seine vor Wut geröteten Wangen zu legen. Ich erkenne das Feuer in dem harten Ausdruck seiner Augen und schlucke schwer, als ich meine Daumen über seine Haut rollen lasse. Ich erwarte fast, dass er mich von sich stößt und meine Hände abschlägt, doch er lässt mich gewähren. „Jungkook.", wispere ich leise und schüttle sanft den Kopf. „Nichts davon ist wahr-" „Und woher all diese Gerüchte? Sowas kommt nicht von ungefähr! All das was du tust- du- du-..." „Und was tue ich?", hake ich vorsichtig nach, schüttle meinen Kopf ganz vorsichtig und lehne meine Stirn an seine. Ein Moment, in dem der harte Blick seinerseits kurz ganz weich wird und ich dieses altbekannte, wunderschöne Funkeln erkennen kann. „Ich sorge mich um dich.", nicke ich sachte, „Ich interessiere mich für dich und verbringe gerne Zeit mit dir. Ich freue mich jedesmal, wenn ich dich umarmen darf. Denkst du, ich würde so mit dir umgehen, wenn ich dich nur verführen wollen würde?" Er bleibt still. „Warum sollte ich sowas tun, mh?", frage ich leise und neige meinem Kopf etwas zur Seite. Sein Blick verhärtet sich kurz und bricht doch gleich wieder in sich zusammen. Ein dicker Kloß bildet sich in meinen Hals. „Also stimmt nichts davon." Ich ziehe meine Stirn zusammen, will meine Augen zusammenkneifen und sehe doch auch so kleine Sterne vor ihnen tanzen. Kurz spüre ich eine gewisse Übelkeit in mir aufkommen und doch nicke ich. „Nichts davon.", wiederhole ich, wohlwissend, dass dies so nicht stimmt und ich ihn gerade anlüge. Doch gerade scheint mein Kopf wie umgedreht zu sein. Meine Gedanken spielen verrückt, meine Gefühle ebenso.
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𝐚 𝐭𝐚𝐞𝐤𝐨𝐨𝐤 𝐬𝐭𝐨𝐫𝐲