Die Gebrochene

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WpMetadataNoticeÚltima atualização seg, jun 25, 2018
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Ficção
Mistério
Die Sonne schien über das dunkle Meer. Färbte das Wasser in blutendes Rot. Wolken schimmerten am Himmel, schienen sich über das Licht zu legen, schienen all die Farben in sich aufzusaugen und verschwinden zu lassen. Grau und Schwarz und Blut. Und ein Meer, das kein Geräusch von sich gab. Und ein Wind, der nicht wehte. Nur das Atmen von Raik und Aura, die beide nicht auf ihre Umgebung achteten, sondern nur auf den jeweils anderen, der zu weit von ihnen entfernt stand. „Erinnerst du dich?", fragte sie. „Da ist Blut", flüsterte Raik leise. „Da ist Angst, da ist ein Funken Hoffnung. Schmerz. Ich ...", er schien nach Worten zu suchen, atmete tief durch. „Ich verletze jemanden. Immer und immer wieder. Ich spüre seine Angst, seinen Schmerz, seine Hoffnung und dann sein Blut. Überall ist dieses Blut und es rinnt meine Haut hinab und es spritzt mir in die Augen. Und da sind Schreie. Da sind so schreckliche Schreie." „Wer schreit?", fragte sie, auch wenn sie die Antwort längst kannte. „Du, Aura."
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„Du warst eifersüchtig." Er lachte leise, aber es klang nicht amüsiert. Dann, ehe ich reagieren konnte, packte er mich an der Hüfte und drehte mich mit einer schnellen Bewegung gegen die Wand. Mein Atem stockte, als ich seinen Körper gegen meinen spürte. Es war so schnell gegangen, dass ich jetzt zwischen ihm und der Wand sprachlos da stand. Ich hatte vergessen wie stark und schnell er war und hatte auch in den letzten Tagen vergessen, dass ich eigentlich Angst vor ihm haben sollte. „Und wenn ich eifersüchtig bin?" Seine Stimme war rau, fast gefährlich und ich spürte seinen Atem direkt an meinem Ohr. „Glaubst du, ich sehe einfach zu, wie du mit anderen Männern redest, während ich genau weiß, was sie denken, was sie von dir wollen? Sag mir, genoss du es? Dass er dich so ansah? Dass er dich berührt hat? " Mein Herz klopfte schneller „Ich bin nicht dein Besitz. Ich kann mit jedem reden, mit dem ich will," brachte ich mit einem Hauch hervor, dieses mal war ich nicht mehr ganz so willensstark. Seine Finger glitten langsam meine Arme hinauf, bis sie meine Handgelenke umschlossen. Nicht fest, nicht schmerzhaft - aber unmissverständlich. Besitzergreifend. --- Ein Job. Eine Insel. Ein Mann, der seit Jahrzehnten in einem Bett liegt. Als Leora die Chance bekommt, für eine wohlhabende Familie zu arbeiten, scheint es die perfekte Möglichkeit zu sein, ihre eigene Welt wieder in Ordnung zu bringen. Geld für die Behandlung ihrer Mutter, ein Neuanfang fernab der Stadt - doch nichts hätte sie auf das vorbereiten können, was sie auf der Insel erwartet. Die Villa, in der sie arbeiten soll, birgt düstere Geheimnisse. Die Luft ist schwer von unausgesprochenen Wahrheiten. Und dann ist da er - der Mann, den sie pflegen soll, dessen Vergangenheit niemand aussprechen will. Doch je mehr sie über ihn erfährt, desto mehr erkennt sie, dass auf dieser Insel nichts so ist, wie es scheint. Und manche Geheimnisse besser nie ans Licht kommen sollten.

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