Die Gebrochene

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Jun 25, 2018
Die Sonne schien über das dunkle Meer. Färbte das Wasser in blutendes Rot. Wolken schimmerten am Himmel, schienen sich über das Licht zu legen, schienen all die Farben in sich aufzusaugen und verschwinden zu lassen. Grau und Schwarz und Blut. Und ein Meer, das kein Geräusch von sich gab. Und ein Wind, der nicht wehte. Nur das Atmen von Raik und Aura, die beide nicht auf ihre Umgebung achteten, sondern nur auf den jeweils anderen, der zu weit von ihnen entfernt stand. „Erinnerst du dich?", fragte sie. „Da ist Blut", flüsterte Raik leise. „Da ist Angst, da ist ein Funken Hoffnung. Schmerz. Ich ...", er schien nach Worten zu suchen, atmete tief durch. „Ich verletze jemanden. Immer und immer wieder. Ich spüre seine Angst, seinen Schmerz, seine Hoffnung und dann sein Blut. Überall ist dieses Blut und es rinnt meine Haut hinab und es spritzt mir in die Augen. Und da sind Schreie. Da sind so schreckliche Schreie." „Wer schreit?", fragte sie, auch wenn sie die Antwort längst kannte. „Du, Aura."
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Mein Blick huschte verzweifelt hin und her, bis mein Sichtfeld von vielen schwarzen Punkten verdeckt und schließlich komplett gefüllt wurde. Das einzige was übrig blieb, war die schwarze Leere und die erstaunten und erschreckten Laute, die die Menschen um mich herum von sich gaben, als ich nach hinten stolperte und fiel. Alles blendete sich aus. Ich hörte nichts mehr, ich sah nichts und ich roch auch nichts. Das einzige was blieb war das unangenehme, aber doch reale Gefühl zu fallen, was sich in mir festsetzte, als würde es für immer bleiben wollen.

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