INNOCENT

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WpMetadataNoticeLast published Sun, May 22, 2016
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Fiction
Fantasy
Ziellos irrte ich durch leere, dunkle Gassen. Der dichte Nebel versperrte mir die Sicht. Abrupt hielt ich an. Laufen brachte mich nicht weiter. Ich verengte meine Augen und versuchte eine Lichtquelle zu finden. Am Ende der Straße sah ich eine Straßenlaterne neben einer hölzernen Bank. Erschöpft setzte ich mich. Ich sah mich um. Eine Bushaltestelle. Verwirrt aber entschlossen wartete ich auf den nächsten Bus , 22.42 Uhr. Ich stieg ein und wisperte ein schnelles "Hallo". Alleine setzte ich mich soweit wie möglich nach hinten. Ich wollte nicht dass mich jemand anspricht. Ich wollte keine Kontakte knüpfen aber das mu sste ich wahrscheinlich; schließlich musste ich ja irgendwie wohnen und ich hatte kein Geld. 'Zuerst sollte ich aber schlafen', dachte ich und drückte mich in den Sitz. Es war ungemütlich, aber es musste reichen. Eine lange Nacht stand mir bevor und ein noch viel längerer Tag, also schloss ich meine Augen und versuchte einzuschlafen.
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Langsam hob er die Hand und lehnte sich etwas vor. Ich hielt die Luft an und musterte ihn. Er hielt erst kurz vor meinem Gesicht und strich mir eine Strähne hinter mein Ohr. Dann lehnte er sich vor. Mein Herz raste. Bebend holte ich Luft. Versuchte nicht zu ersticken. Mein Körper reagierte auf ihn. Heftig. Und ich schaffte es kaum mich zusammenzureißen. Unter keinen Umständen würde das, was mein bescheuertes Gehirn, sich ausmalte auch passieren. Dabei war er mir so nah und würde er mich küssen, würde ich mich nicht wehren. Selbst wenn ich es wollte, was ich nicht tat, würde ich es nicht können. Dafür war ich einfach nicht willensstark genug. Ich griff nach dem Champagnerglas und nahm einen großen Schluck. Mein Blick lag aber noch immer in Antons brennenden Augen. "Glaub mir, wärst du mit mir hier, würde ich dich keine Sekunde aus den Augen lassen."

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