Behind the facade of the other!

Behind the facade of the other!

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WpMetadataNoticeLast published Mon, Aug 8, 2016
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Fiction
Romance
Seine Fassade ist nach außen so stumpf und beständig. Doch nach dem was heute Nacht geschehen ist weiß ich ganz genau, dass hinter dieser Mauer etwas liebesvolle, zärtliches und geborgenes liegt. Ich muss jetzt alles wieder in den Griff bekommen. Ich darf in keinster Weise zeigen, dass ich gestern Schwach war. Hätte ich bloß die Dienstwaffe nicht im Safe in der Küche gehabt. Ich bin mir so sicher ich hätte geschossen, hätte ich die Möglichkeit gehabt. Hätte ich wirklich geschossen? Wieso war ich mir grad eine Sekunde lang sicher, dass ich hätte geschossen. Hätte ich geschossen, hätte ich jemanden ums Leben gebracht. Hätte ich das überstanden, wäre das gerechtfertigt? Ganz gleich, dass der Mann mich hat wollen umbringen. Hätte ich es wegstecken können jemanden ums Leben zu bringen. Verdammt nein! So etwas schreckliches! Ich kann mehr als froh sein, dass mir die Entscheidung zwischen schießen oder nicht schießen erspart blieb! Oh verdammt ich muss wieder Kontrolle über mein Leben bekommen und zwar jetzt sofort! Ich atme ein paar mal ein und aus. Doch selbst das bringt mir nicht mehr die Kontrolle wieder. Wieder laufen mir die Tränen über die Wangen. Immer wieder sehe ich den Mann vor mir. Jedes mal wenn ich meine Augen schließe. Jedes mal. Ich fange mit Schnappatmung an und kann mich gar nicht mehr beruhigen. Ich wollte ihn nicht schon wieder wecken. Doch jetzt war er wach. Liebevoll zieht er mich zu sich und streicht mir die Tränen aus dem Gesicht. „Pssscht, es ist alles gut. Ich bin doch da, dir kann nichts passieren. Alles ist okay. Er ist nicht mehr da!", flüstert er mir zu. Seine tiefe Stimme ist so unenedlich beruhigend. Sie wirkt fast wie ein Medikament welches man zu sich nimmt und plötzlich wirkt es.
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Textausschnitt: Er zieht mich noch näher an sich heran und nun lege ich meine Arme in seinen Nacken. Mit einer Hand fahre ich durch seine Haare und ziehe leicht daran, was ihn wohlig knurren lässt. Gut, dass nur meine Handflächen im Verband stecken. Ich grinse leicht in den Kuss hinein und spüre ihn auch leicht lächeln. Wir lösen uns wieder, bleiben uns allerdings so nah. Das war einfach unglaublich... „Redest du jetzt wieder mit mir?", beim Sprechen streifen seine angeschwollenen Lippen immer wieder über meine und bringen mich fast um den Verstand. Aber irgendwie verletzt mich dieser Satz auch. Hat er das jetzt nur gemacht, um mich zum Reden zu bringen? Ich spüre wie sich mein Hals zuschnürt und ich meine Tränen unterdrücken muss. Warum stört mich das so sehr? „Gehen wir jetzt ins Kino?" Ich nicke nur und will mir meine Unsicherheit nicht anmerken lassen. Ich krabble von ihm runter und stelle mich neben das Bett, wo ich meine Kleidung wieder zurrechtzupfe. Er tut es mir gleich und dann machen wir uns auf den Weg. Er will mir beim Schuhe anziehen helfen, aber ich blocke ab, ich kann das nicht, wenn er mir jetzt wieder so nah ist... „Ich geh noch schnell zu mir rüber und hole Geld.", eigentlich will ich loslaufen, aber er hält mich am Ellenbogen zurück und meint nur ganz locker: „Ich zahle. Komm." Wir gehen zu seinem Auto und ich weiß jetzt schon, dass ich mich nicht konzentrieren werden kann...

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