Eine Schachtel voll Pralinen

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WpMetadataNoticeLast published Fri, Feb 10, 2017
Ein kluger Mann sagte einst das Leben sei wie eine Schachtel Pralinen, man wüsste nie was man kriegt. Dieser Kluge Mann hatte recht. Jedenfalls was mich betraf. Mein Leben war wie eine überdimensionale Pralinenschachtel. Verschiedene Kreationen mit verschiedener Wirkung, zierten mein Leben. Doch diese ganzen Pralinen waren nichts im Vergleich zu Adam. Pralinen entstehen wie gewöhnlich in einer Patisserie. Für jede Praline gibt es ein ganz bestimmtes Rezept. Ich frage mich wirklich ob diese ganz besonders chaotische Praline, namens Adam, überhaupt geplant war. Diese Praline war anders. Eine Mischung aus allem was ich begehrte. Jemanden aus der Patisserie da oben wollte mich definitiv ärgern. Es war ein Scherz. Adam war ein Scherz. Ein Scherz den sich jemand erlaubt hatte. Vielleicht sollte ich diesen jemand dankbar sein, denn wenn ich mir vorstellen würde wie mein Leben ohne Adam verlaufen wäre, wäre es nicht so erfüllt gewesen. So besonders und doch chaotisch. Ja mein Leben war chaotisch bis zu diesem einen Tag. Aber was wäre ein Leben ohne Chaos? Wie wäre mein Leben ohne "das Chaos" verlaufen? Wäre es langweilig? Eintönig? Adam sagte immer: "Chaos zerstört die Ordnung. Eine Ordnung die uns Menschen manchmal vergessen lässt richtig zu leben. Also fügen wir doch lieber ein Tröpfchen Chaos dazu damit das Leben den Sinn nicht verliert." Mein Chaos war Adam. Meine Sucht. Meine Droge. Meine ganz Persönliche Praline.
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„Schluss mit den Spielchen", donnerte seine Stimme durch den Raum. „Ihr wisst was ich davon halte, wenn ihr nicht die Wahrheit sagt. Ich frage euch jetzt ein letztes Mal. Wer von euch beiden war es?" Schweigen. Seinem Vater lief der Kopf rot an. Er schlug mit aller Kraft mit seiner Faust auf den Tisch. Beide Brüder fuhren vor Schreck zusammen. Adam schaute zu Boden, aber Aaron stellte sich seinem Vater, schaute ihn direkt an. Er würde nicht kleinbeigeben. Nicht heute. Er hielt dem Augenkontakt stand. Vaters Gesicht verzog sich zu einem Lächeln. „Du warst es, oder?" „Nein, ich war es nicht. Adam war es", beharrte er davon überzeugt sein Vater würde ihm glauben. „Du warst es." Jetzt klang Vaters Stimme nicht mehr fragend, sondern anklagend. Er schüttelte den Kopf, wieso glaubte Vater ihm nicht? „Adam würde niemals lügen. Er kommt ganz nach mir. Du solltest dir ein Beispiel an ihm nehmen." Die Verachtung in der Stimme seines Vaters verletzte ihn, machte ihn so unfassbar wütend. „Es ist doch egal, dass ich es war, der die Kekse gegessen hat. Adam soll einfach nur bestraft werden, so wie ich!", schrie er und bemerkte gar nicht, dass er gerade ein Geständnis abgelegt hatte. Alle Rechte liegen ausschließlich beim Autor, also bei mir.

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