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Das erste Ritual

Das erste Ritual

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WpMetadataReadSedang Ditulis
WpMetadataNoticeTerakhir diterbitkan Sab, Nov 5, 2016
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Fiksyen
Romantika
Ich atmete tief durch, zog mit dem dünnen Eichenstab einen Kreis. Der Wind brauste mir um die Ohren. Ich ließ den Kreis am Stein beginnen und wieder enden. Nicht dass man die Spur im Gras gut sehen konnte. Die Halme richteten sich beinahe vollständig wieder auf. Doch sobald ich den Kreis schloss, hörte der Wind schlagartig auf. So als hätte jemand eine Tür geschlossen. Und nur durch die eintretende Stille konnte ich ein dumpfes Pochen vernehmen. Es schien tief unter mir aus der Erde zu kommen und ich wusste, wir hatten es schon zweimal gehört. Es war wie ein Pulsschlag, regelmäßig mit kleinem Nachhall. Die verkrustete Wunde vom Hagel an meiner Kopfhaut begann zu pulsieren. Beide, meine heilende Wunde als auch das Pochen tief unter mir, hatten den gleichen Rhythmus. Es geschah definitiv etwas. Ich holte tief Luft. Jetzt kam der peinlichste Teil. Ich räusperte mich, ehe ich mich in Richtung Osten wandte. »Luft beschwöre ich. Wehe, brause, blase„ sause. Zeig uns deine Gewalt und deine Anmut.« »Lauter!« Ich erstarrte. Theodor hatte geschrien. »Wir können hier hinten nichts verstehen. Sprich lauter!« »Du musst auch nichts verstehen«, schrie ich zurück. »Wenn wir es nicht hören, verstehen es diese Götter erst recht nicht«, konterte er. »Die sind uralt und bestimmt fast taub.« In diesem Moment wurde ich vom Wind fast umgenietet. Ich war nicht darauf vorbereitet und strauchelte. Es war, als hätte jemand die Tür wieder aufgemacht. »Sei still«, sagte Brandon zu Theodor. »Fang noch mal an, Meredith.« Dämlicher Theodor. Er hatte mich aus dem Konzept gebracht. Also noch mal neu. Mist. Auszug aus: Sandra Regnier. „Die Flammen der Zeit." iBooks.
Hak Cipta Terpelihara
#71
ritual
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Aber der Anblick, der sich ihm gerade bot machte es ihm schwer, sich auf etwas Anderes zu konzentrieren. Der Anblick, der sich ihm schnürte ihm die Kehle zu. Er dachte an dem anderen Raum vor wenigen Minuten zurück, hörte die Stimme seines Gegenübers, das mit ihm gesprochen hatte, den ausdruckslosen Blick aus diesen starren, milchigen Augen auf ihn gerichtet. ' Du bist zu spät.' Und jetzt war er hier, und vor ihm lagen seine Geschwister. Er konnte die Hitze spüren, die sich im Raum bildete. Er konnte die Asche riechen, die die Luft um ihn herum verschmutzte, und ihm zum Husten brachte. Am Rande sah er die Ruinen um sich herum die einmal Häuser gewesen waren. Und fast mittendrin, nur wenige Meter von ihm entfernt waren seine Geschwister. Es sah fast so aus wie damals. Der Kloß im wuchs, dehnte sich aus. Nahm ihm die Luft zum Atmen. Der Unterschied war nur, dass seine Geschwister damals trotz Allem recht unbeschadet ausgesehen hatten . Dass die kaum Blut an sich gehabt hatten, während der Boden unter ihmen bei diesem Anblick von der dunkelroten, dicken Flüssigkeit bedeckt war. Vielleicht sollte ihn dieser Unterschied auf eine seltsame Art beruhigen, ihn daran erinnern, dass er das hier nicht sein konnte. Aber das tat es nicht. Im Gegenteil. Er wollte zu ihnen gehen. Er musste ohne helfen, auch wenn er sich tief in seinem Inneren sicher war, dass dies nicht mehr möglich war. Er musste zu ihnen, aber er konnte sich nicht bewegen. Doch der wirkliche Schock- der letzte Stoß- kam erst, als Five auf seine eigenen Hände hinunter blickte, an denen er ein warmes, klebriges Gefühl wahr nahm. Five freute sich der Magen um, und er japste nach Luft. Das konnte nicht sein. Niemals. Sein Sichtfeld verschwamm ein wenig, während er weiterhin nach Atem rang, seine linke Hand suchte Halt an der Wand und fand keinen. Er konnte seinen schweren Atem hören. Er konnte nicht atmen. Er konnte nicht atmen, nicht mit diesem Bild vor Augen. Denn seine Hände waren blutbeflec

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