„Erzähl. Mir. Alles!“
„Tenten...“
„Komm mir nicht so. Spill the tea, girl!“
Tenten und ich waren gerade dabei, die Requesiten für unser Stück im Theaterclub wegzuräumen. Diese Woche waren nämlich wir mit Aufräumen dran und hätte ich gewusst, dass sie mich so ausquetschen würde, wäre ich direkt nach dem Unterricht nach Hause gegangen.
„Was genau willst du wissen?“
„Na warum die ganze Schule davon spricht, ihr hättet einen Streit gehabt“, meinte die Brünette und stellte eine Kiste weg.
„Na ja, so ganz Unrecht haben die nicht...“
Tenten wusste von der Fakebeziehung zwischen mir und Sasuke, also konnte ich ihr in Ruhe davon erzählen, ohne etwas auslassen zu müssen.
„Natürlich habe ich mich am Ende entschuldigt, weil Sasuke ja eigentlich nichts für die Gerüchte kann“, erzählte ich und schloss die Tür zum Theaterraum ab.
„In deinen Erzählungen klingt Sasuke immer wie ein netter und fürsorglicher Freund, aber wenn man ihn in der Schule sieht...“
„Ich weiß, ich weiß. Ich konnte es am Anfang auch nicht glauben, aber um ehrlich zu sein... Manchmal habe ich wirklich Angst, dass diese Seite an ihm nicht echt ist oder so“, murmelte ich und nahm meine Sachen aus dem Spind.
„Kann ich gut verstehen“, meinte Tenten und lief mit mir den Flur runter, „immerhin ist er immer so emotionslos und zu seinen Fangirls noch schlimmer.“
„Aber wer kann es ihm verübeln? Was würdest du machen, wenn dir jeden Tag 100 Jungs hinterherrennen würden und das nur wegen deinem Aussehen?“
„Anfangs würde ich es vielleicht genießen, aber so auf Dauer...“, überlegte die Brünette.
„Serena!“
Tenten und ich drehten uns zu der Stimme um, die mich gerade gerufen hatte und erblickten den Uchiha vor uns, der nach Yahiko das komplette Sagen hier an der Schule hatte.
„Itachi“, lächelte ich, „was gibt's?“
Er schaute kurz zu Tenten und schüttelte bloß den Kopf.
"Versteh schon", meinte sie und umarmte mich, "wir sehen uns dann wohl morgen?"
"Ich ruf dich nachher an", versicherte ich und lief mit Itachi zu meinem Auto.
"Ich fahre", bestimmte Itachi und nahm mir die Autoschlüssel aus der Hand.
Ich hatte kein Problem damit. I mean gratis rumkutschiert zu werden? Dazu sag ich doch nicht nein! Ich setzte mich auf den Beifahrersitz und schnallte mich an.
"Worüber möchtest du mit mir reden, dass Tenten extra weggehen musste? Du weißt doch, dass sie meine beste Freundin ist."
Itachi startete das Auto und fuhr aus dem Schulparkplatz. Er ließ sich reichlich viel Zeit mit seiner Antwort und drehte sich erst bei einer roten Ampel zu mir.
"Es geht um dich und Sasuke", meinte er und sah mich besorgt an.
"Wenn es um die Gerüchte geht, kann ich dir versichern, dass die nicht der Wahrheit-"
"Ich weiß", unterbrach Itachi mich und bog rechts ab, als die Ampel wieder auf Grün schaltete.
"Hey, das ist nicht der Weg nach Hause...", bemerkte ich und wurde etwas nervös, "wenn du weißt, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen, warum musst du dann über Sasuke und mich mit mir sprechen?"
"Vater weiß von den Gerüchten", ließ der Schwarzhaarige die Bombe platzen.
Ich spürte, wie das Blut aus meinem Gesicht entwich. Ich war so blass, ich hätte den Uchihas glatt Konkurrenz machen können.
"Wie... Woher?", stammelte ich bloß und krallte mich an meinem Gurt.
Fugaku-sama war sehr streng und ich wollte gar nicht wissen, wie er bei den Gerüchten reagiert hatte...
"Irgendjemand aus der Schule muss es ihm gesagt haben", überlegte Itachi und seufzte, "bestimmt die Person, die die Gerüchte erst in Umlauf gesetzt hat."
//Es würde mich nicht wundern, wenn es Karin gewesen ist. Diese Fangirls kennen echt keine Grenzen.//
"Sasuke!", fiel es mir dann plötzlich ein, "er hatte früher Schule aus als ich. Er ist doch wohl nicht alleine mit eurem Vater Zuhause...?!"
"..."
"ITACHI!"
"Er war es, der mich kontaktiert hat, um dir zu sagen, dass Vater bescheid weiß", gestand er.
Fugaku-sama hatte noch nie viel Nachsicht mit Sasuke gehabt. Seine gesamte Aufmerksamkeit galt immer Itachi, da er der Erstgeborene war und somit das Unternehmen irgendwann übernehmen würde. Sasuke hatte nur das Tochterunternehmen abbekommen, doch musste härter arbeiten, um seinen Vater zufrieden zu stellen. Mein Vater hatte mir verraten, dass ich eigentlich mit Itachi hätte zusammenkommen sollen, doch da er etwas zu alt für mich war und das Uchihaunternehmen auch allein leiten konnte, war ich nun mit Sasuke 'zusammen'.
"Ich hoffe, es geht ihm gut", murmelte ich und verstärkte meinen Griff um den Gurt.
"Davon wirst du dich gleich mit deinen eigenen Augen überzeugen können", meinte Itachi und fuhr in die Einfahrt des Uchiha-Anwesens.
"Huh?! Was machen wir hier?", fragte ich überrascht und hätte mir selbst dafür eine klatschen können, dass ich den Weg nicht schon früher erkannt hatte.
Itachi parkte neben den anderen 10 Autos in der Garage und schaltete den Motor aus.
"Vater verlangt nach deiner Anwesenheit."
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My Fake Boyfriend
FanfictionSasuke Uchiha und Serena Tsukino. Abgesehen davon, dass die zwei dieselbe Freundesgruppe teilen, hatten sie bisher nicht viel miteinander zu tun. Serena findet den Uchiha arrogant und abgehoben und Sasuke die Tsukino eher lästig und beachtet sie ers...