„Puh endlich Feierabend für heute, " meinte ich zu mir selbst und fuhr mein PC runter. Ich hatte nun seit 3 Jahren mein eigenes Immobilienbüro. Von meiner Garderobe schnappte ich mir meine Jacke sowie meine Tasche und lief dann zum Empfang. Dort saß auch noch meine Sekretärin Smilla. „Smilla du kannst jetzt auch Schluss machen für heute. Es war ein langer Tag," meinte ich zu ihr. Smilla antwortete: „Ist gut, dann bis morgen Chef." „Ich hab doch schon oft gesagt, dass du mich Milo nennen kannst," meinte ich. „Tschuldigung. Das kommt von der Gewohnheit," entschuldigte sie sich wie immer bei mir. „ Okay akzeptiert, aber versuch es zu ändern," entgegnete ich lächelnd.
„Ich werd mir Mühe geben Milo," erwiderte sie korrekt. Ich winkte ihr dann nochmal zu und lief dann zu meinem Türkisen Skoda Superb, verstaute meine Sachen und fuhr nach Hause.
Dort ruhte ich mich erstmal eine halbe Stunde aus, machte mir dann zum Essen eine Lasagne warm. Gut gestärkt, zog ich mich um und machte mich auf den Weg zum Stall, wo mein geliebter Pinto Akito steht. „Na mein Großer, hast du Lust auszureiten?", fragte ich ihn und bekam ein freudiges wiehern als Antwort. Ich streichelte ihn kurz, bevor ich ihn aus der Box holte und zum Putzplatz führte. Dort band ich ihn erstmal an, da er beim putzen oftmals irgendwelche faxen machte. Anschließend ging ich sein Putzzeug und schon mal seinen Westernsattel und Zaumzeug holen. Ich persönlich finde Western Sattel nämlich viel gemütlicher als die Englischen Sättel. Dann fing ich an Akito zu striegeln, zu bürsten und seine Hufe auskratzten. Dabei tänzelte er ab und an herum, was ich auf seine Vorfreude schob. Er liebte Abendritte genauso sehr wie ich. Danach machte ich auch seine Mähne und Schweif schön. „So mein Großer jetzt bist du wieder der schönste Hengst im Stall," tätschelte ich lächelnd seinen Hals. Er schmiegt sich an mich, um etwas zu kuscheln. Das taten wir auch ehe ich ihn sattelte und aufzäumte.
Jetzt kann es endlich losgehen. Natürlich setzte ich mir noch meinen Reithelm auf ehe ich mich in den Sattel schwing. Langsam ritt ich los über die Feldwege. Kurz vor dem Wald gurtete ich nochmal nach. Unser typische Reitrunde führte uns weiter durch den Wald und schließlich zum Strand, wo ich im vollem Galopp durchs Meer ritt. Herrlich! Das liebten wir beide sehr, weil wir uns so frei dabei fühlen. Nach 2 Stunden ritt ich dann mit ihm zurück zum Stall, wo ich ihn absattelte sowie abtrenste und schließlich abrieb. Dann brachte ich ihn wieder zurück in seine Box. Dort gab ich ihm sein Abendessen und was zu trinken. Anschließend lief ich wieder nach Hause.
Vor der Tür stand mein Kumpel Oskar. „Hey was machst du denn hier? Waren wir verabredet?", fragte ich ihn. „Ne, ich musste nur mal raus. Linn macht mich verrückt mit dem Thema Hochzeit," erwiderte er. Dazu muss ich sagen, dass sich die beiden vor 2 Monaten verlobt haben und Linn seine Verlobte voll im Fieber ist alles zu planen. Oskar hingegen würde es lieber professionell von jemandem planen lassen. „Dann komm mal rein. Wir können ja ein Bier trinken," bot ich belustigt an. „Danke, ein Bier ist jetzt genau das Richtige," entgegnete er dankbar.
Ich schloss uns die Tür auf und sagte Oskar, er könne schon mal ins Wohnzimmer gehen. Währenddessen holte ich uns jeweils ein Bier aus dem Kühlschrank ehe ich mich zu ihm aufs Sofa setzte. Wir redeten noch bis kurz vor Mitternacht, bevor wir uns verabschiedeten. Morgen mussten wir nämlich beide früh aufstehen. Er und Linn leiteten das einzige Hotel hier im Ort. Wir haben natürlich auch Ferienhäuser hier in Meerstedt.
Ich räumte dann noch auf und machte mich Bett fertig.
Am nächsten Morgen weckte mich mein Wecker pünktlich um 7:00 Uhr. Ich stand auf und machte mir zum Frühstück ein gesundes Müsli. Im Schlafzimmer zog ich mir Sportsachen an und joggte die kurze Runde zum Stall. Dort versorgte ich Akito mit Futter und Wasser und öffnete ihm den Auslauf auf die Koppel zu seinen Kumpels. Kurz darauf joggte ich zurück, duschte und machte mich fertig für die Arbeit. Wie immer kam ich um 9 Uhr in meinem Büro an. „Guten Morgen Milo," begrüßte mich Smilla. „Guten Morgen Smilla," grüßte ich zurück. Sie gab mir meinen Kaffee und informierte mich überdie Termine, die heute anstanden.
Ich bedankte mich bei ihr und setzte mich dann in meinem Zimmer an den Schreibtisch. Den Computer hatte Smilla netterweise schon hochgefahren. Ich meldete mich bei meinen Programmen an und fing an zu arbeiten.
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Sommerwind und Meergeflüster
RomanceMarea Summer kehrt nach ihrem Studium zur Eventmanagerin und Modedesignerin in ihr Heimatdorf Meerstedt an der Nordsee zurück, um da ihre eigenes Geschäft zu eröffnen. Sie begegnet nach wenigen Tagen ihrem Jugendschwarm Milo. Begleitet wird sie auf...
