Ich saß in unserem Range Rover. Meine Eltern und ich waren auf dem Weg in unser neues Haus. Nein,es war kein Haus. Man konnte es schon Villa nennen. Sie war nicht grade billig,da sie sehr alt war. Ich musste meine Freunde zurück lassen und all das nur, weil mein Vater ein gutes Jobangebot bekam. Er war Arzt und für ihn war es sehr wichtig, denn meine Mutter arbeitete nicht. Sie kümmert sich lieber um den Haushalt.
Ein Ruckeln brachte mich aus meinen Gedanken.
"Dad,kannst du bitte vorsichtiger Fahren?"
"Ja mein Schatz"
Sagte er, während er mich durch den Rückspiegel anschaute. Ich lächelte ihn dankend an. Danach steckte ich mir meine Kopfhörer in die Ohren und machte meinen IPod an.
Die Musik ließ mich alles um mich her rum vergessen und ich versank erneut in meinen Gedanken. Wie war es wohl in einer neuen Stadt? Ich hätte keine Freunde. Ich würde mich nicht auskennen und ich werde meinen Bruder noch weniger sehen.
Mein Bruder Brady ist 18 und wohnt mit ein paar Freunden in einer WG. Er kam nur ein mal pro Woche zu Besuch. Und wir zogen in einen 800 km entfernten Ort. Wahrscheinlich würde ich ihn dann von nun an nur zwei mal pro Jahr sehen.
Wie würde ich neue Freunde finden? Es ist nie besonders einfach in eine neue Schule zu kommen. Wir zogen schon 3 mal um und immer war ich die neue. Jedes mal das gleiche. Das ist so ein dummes Gefühl.
"Mom, Dad. Ich weiß dass ihr wegen dem Beruf umziehen müsst, aber warum muss ich mit? Ich meine, ich könnte doch auch bei Brady bleiben und..." Ich wurde mal wieder von meiner Mutter unterbrochen.
"Du weißt ganz genau,dass dein Bruder nur Mist im Kopf hat. Und dann wohnst du noch mit seinen Freunden in einer Wohnung? Auf gar keinen Fall mein Fräulein!!" sagte sie mit einer ernsten Tonlage. Sie machte mir immer ein wenig Angst wenn sie so mit mir Sprach.
Ich stöhnte genervt und verdrehte meine Augen. Ja,vielleicht macht Brady nur Quatsch aber er würde sein Leben dafür geben, dass es mir gut geht. Er ist ein toller Bruder. Nun ja, jetzt muss ich mich wohl oder übel meinem Schicksal ergeben und mitkommen. Auch wenn es mir nicht passt.
Die Autofahrt verlief noch drei Stunden bis wir in einen Wald kamen.
"Ähm, wo sind wir hier? Ihr seit euch auch ganz sicher dass wir uns auch nicht verfahren haben?" fragte ich neugierig nach.
"Nein, wir müssten eigentlich richtig sein aber es kommt mir auch ein wenig seltsam vor. Von einem Wald war nicht die Rede. Am Telefon wurde mir gesagt, dass wir in der Stadt wohnen würden." sagte mein Dad, der immer noch Auto fuhr.
"Stimmt. Aber Miss Thompson meinte unser Haus würde hier stehen." gab Mom von sich.
Miss Thompson war laut meinen Eltern eine alte Lady die uns dass Haus verkaufte. Sie wollte lieber zu ihrem Sohn in die Großstadt ziehen. Das konnte ich ihr auch kaum übel nehmen, wenn man sich mal hier um schaute. Hier waren nichts außer Bäume.
Ich hasse Wälder. Man hatte nie einen Überblick auf sein Umfeld und von Nachts wollte ich erst gar nicht anfangen.
Kurz und knapp ich hasste es hier!
"Also sind wie jetzt hier richtig oder nicht?" meldete ich mich nach einiger Zeit wieder zu Wort.
Doch niemand antwortete mir. Meine Eltern schauten einfach nur auf die Straße.
"Hier ist es !" sagte mein Vater.
Er fuhr durch ein altes verrostetes und mit Efeu überwachsenes Tor. Wir fuhren durch eine Art Park. Besonders schön war es allerdings nicht. An der Seite waren große Tannen und der Boden war mit gelben Kies bedeckt. Doch dadurch wuchs Löwenzahn und Gras.
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Paranormal
HorrorDer neue Job ihres Vaters. Ein neues Haus mitten im Wald. Eine neue Stadt in der Jane von jedem für verrückt erklärt wird. Merkwürdige Vorkommnisse im Haus von denen ihr niemand glaubt nicht einmal ihre eigenen Eltern. Dreht sie langsam durch oder m...