Park Jisoo ist ein sehr hübsches und beliebtes Mädchen an ihrer Schule, doch weiß keiner, dass sie eigentlich an einem Kiosk arbeitet und ihr Leben nicht so einfach ist, wie es scheint.
start: 28.01.2019
end: 01.10.2019
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Chapter 3: "Little Miss Perfect?
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18:00 Uhr.
Es sind zwei Stunden vergangen, seitdem meine Schicht angefangen hat.
Johnny und Jisung kamen vorher vorbei um mir eine Kleinigkeit zum Essen zu bringen, außerdem haben sie sich ein paar Snacks im Kiosk ausgesucht, die ich ihnen augenrollend verkauft habe.
Seitdem Taeyong und die anderen herausgefunden haben, dass ich hier arbeite geben sie öfters mal Geld für die Sachen hier im Kiosk aus, auch wenn ich dagegen bin. Immerhin arbeite ich hier um mein eigenes Geld zu verdienen und nicht von ihnen alles zu bekommen.
Das war auch ein Grund, wieso ich es erstmals verschwiegen hatte, da ich wusste, dass dies passiert. Außerdem ist Taeyong streng dagegen, dass ich hier arbeite. Er meint er sei dafür zuständig Geld für unsere kleine Familie zu verdienen und ich müsste mir keine Gedanken darüber machen. Doch nachdem wir mindestens dreimal diese Diskussion hatten und ich bei meiner Meinung bleibe, konnte ich ihn etwas ruhiger stellen.
Natürlich gefällt es ihm immer noch nicht, aber er weiß mittlerweile, dass er mich nicht mehr umstimmen kann. Immerhin möchte ich das zurück zahlen, was er mir und Jisung all die Jahre gegeben hat und das ist eine ganze Menge.
Taeyong ist unser Halbbruder. Wir teilen uns den selben Vater. Nachdem seine Mutter und unser Vater sich aber trennten, als Taeyong drei Jahre alt war, hat unser Vater eine neue Frau kennengelernt, meine Mutter.
Zwei Jahre später war sie schwanger, mit mir. Zwei Jahre danach kam Jisung auf die Welt. Wir waren eine glückliche Familie. Taeyong hat uns damals oft besucht, um viel Kontakt zu unserem Vater zu haben wie möglich und er war für uns der beste ältere Bruder, den wir uns je wünschen konnten.
Als ich 11 Jahre alt war erfuhren wir, dass mein Vater in einen riesigen Autounfall verwickelt war. Anders als der, der für den Unfall verantwortlich war, überlebte mein Vater nicht.
Für meine Familie brach eine Welt zusammen. Meine Brüder und mich hatte es schon sehr getroffen, immerhin war unser geliebter Vater verstorben. Aber am schlimmsten war es für meine Mutter. Meine Liebe Mutter, die sich von einen Tag auf den anderen änderte.
Es fing nach der Beerdigung an. Erst schien es so als würde sie es gut verarbeiten können. So als hätte sie nicht ihren Mann verloren. Bis dann die erste Panikattacke auftrat. Auf diese folgte die nächste und die nächste und irgendwann wurde es zum Alltag. Sie weinte nur noch, sprach zu sich selbst und ließ sich total gehen. Aus einem Zusammenbruch war eine ernsthafte Krankheit geworden.
Es war so schlimm, dass sie meinen Bruder und mich vollkommen vernachlässigte. Statt sich um uns zu kümmern, verbrachte sie den lieben langen Tag nur damit sich in ihrem Zimmer einzusperren und nur ab und zu heraus zu kommen, damit sie sich etwas zu Essen machen konnte. Die Einkäufe und sonst den Haushalt musste ich übernehmen. Als große Schwester.