Neko

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In einer Stunde würde mein erstet Kampf sein.

Ich sah den Zettel mit der Nummer an.
Ich hatte mir ein Zimmer gemietet.
Da ich erst ab einem bestimmten Flur alles bezahlt bekam, musste ich es selber bezahlen.
Doch das war egal.
Es war nur für heute.

Nachdenklich wanderte ich durch den Flur, bis ich etwas, oder eher jemanden sah, der an der Wand gelehnt stand und mit seinen Karten spielte.

Ich holte leise tief Luft und versuchte das Zittern in mir zu unterdrücken.
Der Kerl rief einfach zu viele Eindrücke in mir auf.

Mein Unterleib brannte von den Erinnerungen und ich wurde rot.

Gut, dass ich diese Maske trug.
Mit gesenktem Kopf wollte ich an ihm vorbei gehen, doch dann sah ich, dass mein Zimmer genau neben ihm lag.

In mir zog sich alles zusammen.
Warum? Waruuum?

Ich ging stumm an die Türe und versuchte seine Gegenwart aus zu blenden, was leichter gesagt als getan war, da er seine Aura wie eine zarte Berührung über mich streichen lies.

Ich biss die Zähne zusammen und schloss schnell auf.
Ich hörte ein leises Kichern.

Oh wie sehr er es bereuen würde! Ich würde es ihm zeigen!

Ich machte die Türe auf und wollte schon ein treten, doch ich wurde an der Hand gepackt und herum gewirbelt.

Zwischen ihm und der Wand wie ein Sandwich gepresst sah ich zu ihm rauf.

Ekel und Erektion stieg in mir auf und keines konnte die Überhand gewinnen.

,,Wie ist dein Name?" Ich zog die Augenbrauen nur zusammen und versuchte von ihm frei zu kommen.
Er packte jedoch nur fester zu und an meinen Handgelenken bildeten sich rote Abdrücke.
Na super.

Ich hielt still und überlegte.
Wie kam ich in mein Zimmer und wurde ihn gleichzeitig los?

,,Also? Ich frage ungern zweimal."
Ich blickte wieder rauf.
Seine Augen funkelten.

Ich merkte es nur mit einem Blick.
Er würde mich umbringen, wenn ich eine falsche Bewegung machen würde.
Aber das war mir egal.

,,Ich bin niemand."
Diesen Satz wiederholte ich jeden Tag. Er war mein Mantra geworden. Mein stetiger Begleiter.

Seine Augen zuckten nur einmal, was zeigte, dass er sie fast aufgerissen hätte.
Doch mehr bekam ich nicht mehr zu sehen.

Kichernd ließ er mich los und leckte sich anzüglich über die Lippen.
,,Keine Sorge~ Ich finde deinen Namen schon noch raus."

Mit diesem Satz drehte er sich um und verschwand in der Türe neben meiner.

Sofort huschte ich in mein Raum und knallte die Türe zu.

Zitternd sank ich zu Boden, riss die Maske runter und umarmte mich selbst.

Meine Wangen glühten.
Hitze brodelte in mir und ich lehnte mich stöhnend an die Tür.

Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen und ich sah an die Decke.

Das wurde immer interessanter.

Herz oder KopfWo Geschichten leben. Entdecke jetzt