Hey Anna,
Ich wollte dir auf dein Kommentar antworten, aber irgendwie schickt es den nicht ab.
Auf gar keinen Fall wollte ich dir zu nahe treten, weil ich hin und wieder mal gesagt habe, was ich von David halte.
Deine Geschichte ist toll.
Du hast einen wunderschönen Schreibstil. Fließend und lebhaft. Mal ehrlich, da habe ich schlechteres in gedruckter Form in der Hand gehalten.
Ich sehe David ein wenig anders als du.
Ich glaube dir, dass er im Grunde ein guter Kerl ist oder gerne einer wäre. Man hat ihm übel mitgespielt, sowas hinterlässt Spuren.
Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es wirklich so liebevoll ist, jemanden so lange wie Dreck zu behandeln ,bis er freiwillig geht, nur um ihn zu schützen. Ich kann das tatsächlich aus erster Hand sagen. Es ist das Abgeben der Verantwortung und Entmündigung. Er hätte auch einfach grundlos, aber ehrlich bedauernd mit ihr Schluss machen können.
Ein kalt berührt hatte mich der Gedanke von ihr, dass sie froh über seine Wut war. Denn lieber wütend, als dass er sich wieder von ihr abwandte. Das ist wie Liebe vom Messer lecken, weil es sie nicht auf dem Löffel gibt. Und wir alle verdienen den Löffel.
Sie erträgt in dieser Beziehung sein Trauma, sie hält aus und ist letztlich die, die diese Beziehung trägt. Und das ist nicht gesund.
Du schreibst wunderbar.
Wenn du schlecht schreiben würdest, wenn es nicht berührend und anschaulich wäre, könntest du mich ja auch gar nicht so triggern.
Ich mache mir nur manchmal Sorgen.
Das klingt in Medien immer alles so romantisch, dieses Dominanzding, Dark Love, was so im Trend ist.
Ist es im echten Leben aber nicht. Da ist es schmerzhaft. Leidenschaftlich vielleicht, aber immer schmerzhaft.
Daher höre nicht auf mich, ich hab gar nichts zu melden, du machst das wunderbar.
Ich hab nur immer das Gefühl, etwas sagen zu müssen. Um kurz zu zeigen, dass das nicht unbedingt okay ist, nicht im echten Leben.
Liebste Grüße, du machst das richtig klasse