Auch wenn dein Herz am Morgen schwer erwacht,
und jeder Schritt sich anfühlt wie durch Nacht,
wenn selbst das Licht dir fremd erscheint
und deine Seele leise weint—
wenn du am liebsten still nur sitzt,
in einer Ecke, die dich schützt,
wo alles grau und fern dir scheint
und Hoffnung kaum den Weg noch meint—
dann bleib noch einen Augenblick,
denn selbst im Dunkel wächst ein Stück
von etwas, das dich weiterträgt,
auch wenn es sich noch nicht bewegt.
Es gibt noch Farben, die du nicht siehst,
noch leise Lieder, die du übersiehst,
noch warme Tage, irgendwo,
noch Gründe für ein kleines Froh.
Du musst nicht heute alles schaffen,
nur atmen, leben, Schritt für Schritt.
Die Zeit wird sanfter mit dir gehen,
und nimmt die schwere Last ein Stück.
Gib nicht auf, auch wenn’s schwer erscheint,
kein Schmerz ist ewig, keiner bleibt.
Von Tag zu Tag, ganz still und sacht,
kehrt irgendwann zurück die Kraft.
Und eines Morgens, ganz unerwartet,
fühlt sich dein Herz ein wenig leichter—
und du erkennst, fast wie im Traum:
Das Leben blüht… auch für dich auf.