Nach so vielen Jahren mit euren Geschichten fühlt es sich merkwürdig leer an, plötzlich keinen Zugang mehr dazu zu haben. Ohne Vorwarnung verschwinden Dinge aus dem Alltag, die einen über lange Zeit begleitet haben. Manche Kapitel haben einen nachts wachgehalten, manche Kommentare einem den Tag verschönert und manche Geschichten haben Trost gegeben, wenn man ihn gebraucht hat.
Erst wenn all das plötzlich fehlt, merkt man, wie viel es einem eigentlich bedeutet hat.
Besonders schwer ist dieses Gefühl, nie wieder weiterlesen zu können. Keine neuen Kapitel mehr, keine kleinen Gespräche unter den Kommentaren, kein gespanntes Warten auf eine Fortsetzung. Dort, wo vorher Freude, Spannung und Nähe waren, bleibt plötzlich nur noch eine stille Lücke zurück.
Vielleicht verstehen manche nicht, warum einen Geschichten so berühren können. Aber wer selbst liest, mitfühlt und über Jahre Teil solcher Welten war, wird wissen, was ich meine.
Und trotzdem bleibt vor allem Dankbarkeit. Danke für jede einzelne Geschichte, für jede Stunde voller Gefühle, Spannung und Gedanken. Danke für die Mühe, die Kreativität und dafür, dass ihr mit euren Worten Menschen begleiten konntet, ohne es vielleicht selbst zu merken.
Passt gut auf euch und eure Lieblingsmenschen auf. Und hört nie auf, euch gegenseitig zu sagen, wie wichtig ihr euch seid.