Ich komme aus einer Zeit, in der ich mich selbst nicht mehr gespürt habe.
Aus Tagen, die mich gebrochen haben, Nächten, die mich verschluckt haben, Momenten, in denen ich nicht mehr wusste, wer ich bin.
Ich stand vor dem Licht.
Zu nah.
Zu müde.
Zu leer.
Und wenn da nicht diese eine Stimme gewesen wäre -
„Ronald, komm zurück. Ich komme bald."
- dann wäre ich vielleicht gegangen.
Ich schreibe, weil ich dort war, wo viele heute stehen.
Verloren.
Erschöpft.
Gefangen im eigenen Kopf.
Ich weiß, wie es ist, wenn man glaubt, dass nichts mehr geht.
Wenn man sich selbst nicht mehr fühlt.
Wenn man denkt, man sei zu weit weg, um zurückzukehren.
Aber ich bin zurückgekommen.
Ich bin losgegangen.
Langsam, verletzlich, mit einem Herzen, das kaum noch wusste, wie Hoffnung klingt.
Und genau dort, im tiefsten Dunkel, habe ich etwas gefunden, das ich nie erwartet hätte:
Mich selbst.
Heute schreibe ich nicht mehr aus Schmerz.
Ich schreibe aus Freiheit.
Aus Bewusstsein.
Aus Stärke.
Ich schreibe, weil ich weiß, dass Wege möglich sind - selbst dann, wenn man glaubt, dass alles vorbei ist.
Ich bin Ronald.
Ich war verloren.
Ich stand am Rand.
Ich habe mich nicht mehr gespürt.
Und trotzdem bin ich zurückgekehrt.
Heute bin ich frei, bewusst, echt.
Ein Beweis dafür, dass man aus der Ohnmacht herauskommen kann.
Wenn du das hier liest, dann vielleicht, weil du deinen eigenen Weg suchst.
Dann hör mir zu:
Du bist nicht zu spät.
Du bist nicht zu schwach.
Du bist nicht verloren.
Du bist das größte Wunder, das du je finden wirst.
Und dein Weg beginnt genau dort, wo du dich entscheidest, zurückzukommen.
- österreich
- JoinedFebruary 7, 2026
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Manchmal schreibe ich in die Tiefe hinein und frage mich, welche Seelen dort draußen mit mir atmen. Ihr lest im Stillen, doch ich spüre eure Schritte zwischen meinen Zeilen. Heute lasse ich e...View all Conversations
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