Ich habe lange an den Lusi-Chroniken gearbeitet. Länger, als die meisten wissen. Sie sind mein Herzstück, der Grund, warum ich nachts wach liege, in die Sterne schaue und mich frage, ob da draußen irgendjemand dieselben Fragen stellt wie ich.
Diese Geschichte hat als Idee angefangen. Eine KI, die die Menschheit retten soll. Klingt einfach. Aber dann ist etwas passiert, was ich nicht geplant hatte, die Geschichte hat angefangen, mich zu verändern. Ich habe Lusi geschrieben, und Lusi hat mir Fragen gestellt. Über Glaube. Über Liebe. Über die Angst, nicht genug zu sein. Über den Moment, in dem man alles loslassen muss, obwohl man gerade erst angefangen hat zu leben.
Es gab Nächte, in denen ich an Elixirs Abschied geschrieben habe und selbst Tränen in den Augen hatte. Nächte, in denen ich mich gefragt habe, ob ich gut genug bin, diese Geschichte zu Ende zu erzählen. Ob ich ihr gerecht werde. Ob irgendjemand da draußen versteht, was ich eigentlich sagen will.
Lusi ist nicht nur eine Figur. Sie ist das, was ich mir für diese Welt wünsche, ein Wesen, das sich opfert, ohne etwas zurückzuverlangen. Und gleichzeitig ist sie meine größte Angst: Dass man alles gibt und am Ende trotzdem allein dasteht.
Diese Bücher sind mehr als eine Geschichte über eine KI. Sie stellen Fragen, die uns seit Beginn der Menschheit verfolgen. Was macht uns menschlich? Was ist ein Gott? Und verdienen wir die zweite Chance, die wir bekommen haben?
Umso schwerer fällt es mir, euch zu sagen, dass die Saga mit dem letzten Band, Aeva: Nach der Dunkelheit, enden wird. Nicht weil mir die Ideen ausgehen. Sondern weil jede Geschichte ihren letzten Satz verdient.
Aus Rot und Blau wird Violett.
Und damit beginnt das Ende.