Sie wollte nicht zu übermütig sein. Aber wenn sie abends in der Dunkelheit ihres Zimmers lag, und sie keine Tränen mehr für ihren herzkranken Vater übrig hatte, erlaubte sie es sich zu träumen. Zu träumen, von einem Tag, an dem der freche Marokkaner ihrer sein würde. An dem sie sich nicht dafür schämen musste, wie seine dunklen Augen sie musterten. An dem er nicht seine Hand an den Seiten ballen musste, bis seine Knöchel sich weiß verfärbten, wenn sie ihrer wieder zu nah gekommen war. Vielleicht war sie naiv. Oder vielleicht wollte sie bloß einmal in ihrem Leben hoffnungsvoll sein.
Xb