Fischen auf Bärenart

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Bruno der Bär hatte heute mal wieder Langeweile, deswegen ging er zu Mama Bär und fragte sie: „Mama? Weißt du was ich heute machen kann?" Darauf hin meinte Mama Bär: „Du könntest fischen gehen" Bruno überlegte eine Weile und entschied sich dann dafür, es zumindest auszuprobieren.

Also machte er sich auf den Weg zu dem kleinen See in der Nähe, weil er wusste das es dort genug Fische gab. Die Fische dort waren grundverschieden.

Es gab große, es gab kleine, manche hatten nur eine Farbe andere hatten so viele, dass man diese nicht mehr zählen konnte, dann gab es noch welche die hatten die wundersamsten Muster, von kariert, über gepunktet bis hin zu Blumen. Darauf freute sich Bruno wie jedes Mal, wenn er dort war, denn es war immer wieder eine neue, wundervolle Erfahrung die Fische zu beobachten, wie sie hin und her schwammen.

Als er dort war, genoss er erst einmal den tollen Anblick der Fische, bis ihm auffiel, dass er ja gar nicht wusste wie man fischt. Also überlegte Bruno wie fischen funktionieren könnte. Seine erste Idee war es mit seinen Tatzen zu versuchen.

So ging Bruno an den Rand von dem See, beugte sich darüber und versuchte mit seinen Tatzen einen Fisch zu erwischen.

Er bekam einen neongrünen Fisch mit pinken Dreiecken zu fassen, doch als er ihn aus dem Wasser heben wollte, begann der Fisch zu zappeln und Bruno verlor dadurch sein Gleichgewicht und landete im See.

Glücklicherweise war der See an dieser Stelle nicht wirklich tief, so das er dort nun locker stehen konnte und das Wasser ihm nur zu den Knien ging. So dachte er, würde es vielleicht besser funktionieren, doch er wurde enttäuscht.

Denn dadurch, dass er jetzt im Wasser stand, kamen die Fische nicht mehr nah genug zu ihm, damit er sie mit seinen Tatzen erwischen könnte. Also stieg er wieder aus dem Wasser und überlegte weiter wie er fischen konnte.

Beim Nachdenken fing er dieses Mal an hin und her zu laufen, als er plötzlich etwas in einem Busch aufblitzen sah.

Bruno war neugierig und ging dadurch gucken, was dieses aufblitzen verursachte, vergaß dadurch aber weiter nachzudenken, wie er einen Fisch fangen könnte.

Als Bruno nah genug an dem Busch dran war, sah er, dass es sich um den Haken einer Angel handelte. Da kam ihm der Gedanke, dass er die Angel verwenden könnte, zum fischen, weswegen er versuchte die Angel unbeschadet aus dem Busch zu bekommen.

Es dauerte zwar ein paar Minuten, doch er gab nicht auf bis er die Angel in seinen Tatzen hielt. Danach ging er zurück zu der Stelle an der er vorher schon probiert hatte einen Fisch zu fangen und war froh, dass er ein Stück Brot dabei hatte, weil seine Mutter darauf bestanden hatte. So nahm er das Brotstück, brach ein kleineres davon ab und befestigte es an dem Angelhaken. Nachdem alles soweit fertig war, warf er die Angel aus, setzte sich auf den Boden und wartete.

Bruno wartete und wartete, doch ihm war bewusst, dass er geduldig sein musste und sich nicht ablenken lassen durfte. Und dann nach 10 Minuten geschah es, ein Fisch hatte angebissen.

Also holte er die Angel wieder ein und als er einen Regenbogenfarbenen Fisch an der Angelschnur zappeln sah, freute er sich riesig.

Er hatte es geschafft!

Doch der Fisch tat ihm Leid, sodass er ihn vom Haken befreite und ihn zurück in den See ließ.

Der Fisch neigte seinen Kopf, was so viel bedeutete wie: „Danke".

Bruno bemerkte, dass es langsam Abend wurde und so ging er wieder heim. Dort wartete schon Mama Bär mit dem Abendessen auf ihn. Sie wollte alles wissen, also erzählte Bruno Mama Bär alles, was er an diesem Tag erlebt hatte, während er artig aufaß. Mama Bär war stolz auf ihn, vor allem, weil Bruno den Fisch wieder frei gelassen hatte.

Als Bruno etwas später ins Bett ging, schlief er glücklich ein und träumte schon von den nächsten Abenteuer das auf ihn wartete.

Doch das ist eine andere Geschichte.

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