Ich müsste lügen wenn ich behaupten soll das es mir gut geht. Ganz ehrlich leugne ich es auch nicht mehr und behaupte zum Beispiel nicht mehr das es mir gut geht, sondern habe mein armseliges Schicksal akzeptiert.
Ja, ich wahr einer der besten Nachwuchs Schauspieler auf der Welt.
Ja, ich habe meine Karriere zerstört wegen einem einzigen Mädchen.
Ja, ich wurde wegen ihr angeschossen.
Ja, ich bin dabei fast gestorben.
Ja, ich habe mich darauf hin umbringen wollen.
Ja, ich bin deshalb fast an meinem eigenen Suizid gestorben.
Ja, es lief dann wieder besser.
Ja, dieses tot geglaubte Mädchen stand plötzlich 5 Jahre nach ihrem Tod vor meiner Tür.
Und ja, wir haben mit einander geschlafen.
Und jaha, am nächsten Tag wurde sie verhaftet weil sie eine Serienmörderin ist.
Noch nachfragen?
Also habe ich eine gute Begründung dafür schon seit drei Monaten nicht rausgegangen zu sein.
Das meine Wohnung aus sieht wie eine Müllhalde und ich aussehe wie ein Obdachloser und auch so rieche.
Im allgemeinen stecke ich in der tiefsten Depression meines beschissensten Leben und genieße sie. Eigentlich habe ich mir diese Wohnung vor fünf Monaten in Deutschland nur genommen um über meiner Beziehung zu Elli klar zu werden. Doch ich habe ziemlich schnell gemerkt das dieser Berg an dramatischer Vorgeschichte nicht all zu leicht zu beseitigen ist. Eher im Gegenteil es wird nur immer schwerer darüber auch nur nach zudenken. So laufe ich mit Verdrängung meiner Gefühlen davon und hoffe das sie mich niemals wieder einholen werden. Aber jeder mit einem ziemlich normal Menschenverstand kann mir sagen das das nicht lange gut gehen wird.Als hätte das Universum gerade meine Gedanken gehört, läutet meine Klingel. Ich richte mich ätzend auf und versuche nicht in die Pizza zutreten die neben meinem Sofa liegt, dafür kicke ich drei Dosen Bier um die scheppernd zu Boden fallen. Nach kurzem fluchen schleiche ich weiter zu Tür und schaue durch den Türspion, ich möchte ungerne jetzt unbedacht sämtliche Paparazzi die Tür öffnen. Doch der erste Besuch seit langem, Abgesehen von Lieferanten ist niemand anderes als die Beste Freundin von Elli, Arleen.
Nicht das ich sie nicht mag aber sie ist halt ziemlich direkt, aufdringlich und definitiv im Auftrag von Elli hier. Ich wollte mich gerade wieder leise vom Acker als ich ihr Stimme wohl nur gedämpft aber sehr bestimmt hörte.„Tom, wage es nicht die Tür nicht zu öffnen. Sonst trete ich sie dir ein wenn nötig, oder komm mit einem Durchsuchungsbeschluss zurück.“
Ja, jetzt viel es mir wieder ein das die beste Freundin meiner im Gefängnis sitzenden Exfreundin ein Cop ist und ich fluchte leise auf. Denn wenn ich eins über Arleen weiß, sie findet immer einen Weg und bevor ich wirklich noch eine kaputte Tür habe oder mehrere Polizisten meine Wohnung stürmen öffne ich diese unweigerlich ein Stück.
Hätte ich es nur bloß nicht getan denn eine breit grinsende Arleen blickt mich mit überheblichen Blick an. Bevor ihr Blick mich fertig betrachtet hat und eine falte sich auf ihrer Stirn bildet.„Du siehst echt beschissen aus.“, stellt diese fest und ich konnte es nicht abstreiten. Ich hatte seit drei Wochen nicht mehr geduscht und mich rasiert habe ich mich da auch das letzte mal. Meine Klamotten nicht sehr elegant gewählt sondern würden dem besten Obdachlosen übertreffen.
„Hast du mich extra hier heraus gezwungen um mir dies zu sagen?“, gebe ich von mir und streiche mein langes fettiges Haar nach hinten. Dabei achte ich genau darauf das sie bloß kein Blick in meine Wohnung werfen kann. Reicht mir schon das das sie mich gerade so sieht.
„Nein, ich bin hier weil es ein Notfall gibt.“ Alles zieht sich in mir zusammen, ich möchte nicht hören was sie als nächstes sagt. Jetzt sagt sie bestimmt das Elli schwer verletzt ist oder doch lebenslang bekommt. Doch ich starre Arleen nur weiter an und versuche nicht zu kotzen.
„Elli möchte es dir nichts sagen weil sie sich schämt und denkt du möchtest nichts mehr von ihr und möchte dich nicht belästigen. Doch du hast ein recht darauf es zu wissen finde ich und nein, ich kann es dir nicht sagen aber du kannst heute zu ihr ohne das sie es untersagen kann. Weil sie denkt ich komme aber das ist egal, es ist nur wichtig sie muss es dir sagen, du wirst es eh sehen können. Fuck ich rede viel zu viel aber Alter das ist eh ein Level da wollte ich eigentlich nie mitwirken müssen. Tja egal, willkommen zu du wirst heute Elli sehen und wenn du nein sagst werde ich dich entführen müssen also bitte mach dich hübsch und komm mit mir mit.“
Ich hätte jetzt gerne die Tür geschlossen und nie wieder geöffnet aber sie hatte etwas geschafft was ich nach all den Monaten nicht geschafft habe. Ich habe unzählige Anträge erstellt um Elli besuchen zu dürfen doch jedes mal wurden sie abgelehnt. Offensichtlich von Elli höchst persönlich.
Ich nicke langsam und hätte gerne noch mal nachgefragt worum es den jetzt geht doch ich befürchte mich dann wirklich übergeben zu müssen. Denn Angst überschwemmt mich wie eine Welle und füllt alles in mir aus damit.„Jetzt schau nicht so als würdest du sterben müssen. Das wird bestimmt sehr toll und aufklärend.“, sagt Arleen optimistisch doch ich höre den sarkastischen Unterton. Wie kann man nur mit so einer Person befreundet sein, ohne durchzudrehen?
Ich hatte es noch geschafft zu duschen und mich zu rasieren. Dazu habe ich wieder seit langem saubere Klamotten an doch all das hilft nicht gegen all de Angst und Nervosität in meinem Körper.
Mein Kopf möchte Antworten doch mein Herz möchte keinen Schmerz mehr sondern Elli endlich verzeihen können oder habe ich das schon getan und hoffe das es nicht wieder zerbricht?
Ich atme immer schwerer und jeder Schritt in diesem grauen schlecht beleuchteten Gang lässt mich innerlich zittern. Wenn ich eine Wahl habe würde ich jetzt mich umdrehen und hinaus rennen doch ich geh immer weiter in das wortwörtliche Gefängnis hinein. Ich werde hier nicht mehr wie vorher hinaus gehen, das weiß ich ganz genau. Ich halte vor der letzten Barriere vor Elli und meinem zusammentreffen. Holt die Kameras raus jetzt kommt eine Filmreife Szene das kann ich voraussagen.
Klirrend geht die Stahltür auf und ich sehe sie im gleichen Moment wie sie mich.
Ich stehe wie versteinert da, im Gegensatz sie sich panisch aufrichtet und da sehe ich es.
Bei ihrer schlanken Figur fällt die deutliche Wölbung in höhe ihres Bauches ziemlich auf.„Du bist Schwanger!“, stammle ich und muss gerade verarbeiten das ich Vater werde.
Elli musste nichts verarbeiten, sie wahr ganz offensichtlich nicht davon begeistert das ich dies erfahre.„Fuck, was machst du verdammte scheiße nochmal hier?“, zischte sie mich aus der Mitte des Raumes an und wäre jetzt glaube ich am liebsten die Tür hinaus geflüchtet, doch die Handschellen um ihre Handgelenke die an den Tisch fest gemacht wurden ließen dies nicht zu.
„Arleen hat mich gezwungen.“, antworte ich heiser.
„Hätte ich mir denken können. Also Tom du kannst jetzt einfach gehen, du musst dich um nichts kümmern. Das Baby wird in eine Pflegefamilie kommen und niemand wird erfahren das du ein Kind mit einer Mörderin gezeugt hast.“
Mit diesen kurzen Sätzen hat Elli mir nicht nur bewiesen wie tief sie gesunken ist sondern wie wenig sie mich kennt. Ich gehe die paar Meter bis zum Tisch und schaue ihr gegenüber stehend in die Augen.
„Du kannst nicht ohne mich über unser Kind entscheiden. Ich bin der Vater und habe das gleiche Recht darüber zu bestimmen ob ich es haben möchte oder nicht. Und natürlich möchte ich das Kind! Ich möchte es aufwachsen sehen ich möchte mich um mein Kind kümmern. Also mir ist es scheiß egal ob du das Baby haben möchtest oder nicht, aber ich werde der beste Papa sein.“, rufe ich ihr entgegen und ich sehe wie sich Falten auf ihrer Stirn bilden.
„Tue das nicht.“, flüstert sie mir entgegen.
„Ich werde mein Kind aufziehen und du wirst es nicht verhindern.“

DU LIEST GERADE
Warum so schwer? ×Tom Holland FF Teil 2
FanfictionTom Holland war bereit alles für Elli zugeben, doch sie gab ihm zu viel. Viel zu viele Probleme. Alles was er wollte war mit ihr zusammen zusein doch Elli sitzt im Gefängnis und Tom mitten in der Scheiße. Elli wusste schon lange das es zu Ende geh...