Die blauen Augen von Joshua schauen mich gläsern an. Er sieht verweint aus. Ich fall ihm um den Hals und er nimmt mich in seine Arme. Ich fange an zu weinen. "Wo warst du gestern? " frage ich wütend. "Das ist eine lange Geschichte" "Gut dann räum jetzt mit auf und dann hast du 5 Minuten Zeit mir das alles zu erklären." "Danke", er klingt komplett verändert. Der selbst sichere Joshua von gestern ist nicht zu entdecken. Wir gehen wieder rein. Henry kommt aus der Küche. "Joshua?" "Hi", er probiert zu grinsen. "Komm mal her", er geht zu Henry. Ich mache weiter im Garten sauber. Es klingelt wieder. Ich gehe wieder zur Tür und diesmal ist es wirklich Loren. Sie räumt mit mir schnell den Garten auf und dann erzählt sie:" Also wir sind dann gestern zu ihm und haben noch ein bisschen geredet und er hat mir seine Nummer gegeben. Er konnte sich nicht melden, weil sein Handy keinen Akku hatte und er das Kabel nicht gefunden hat. Ich glaube ich bin verliebt" "Ohhhhh Loren!! Das freut mich! Ihr wart auch echt süß zusammen gestern" sagte ich und zwinkerte ihr zu. "Was war dann bei dir gestern Abend noch? "fragte sie. Ich erzählte ihr alles inklusive Joshua der zum Glück nicht in der Nähe war. Sie war geschockt "Echt? Aber dann wird er einen guten Grund haben. Hör ihm zu. Er ist wirklich ein guter Typ."
Ich nickte nur. In dem Moment kam Henry und meinte das die beiden fertig sind und ich jetzt unbedingt mit Joshua reden soll. Mein Herz fing an schnell los zupochen. Ich steh auf und geh in das Haus. Joshua sitzte im Wohnzimmer und machte irgendwas an seinem Handy. "Hey" sagte ich leise. Er drehte sich um und probierte zu lächeln. Ohne Erfolg. "Na" gab er zurück. Er stand auf und kam auf mich zu. "Es tut mir leid" hauchte er. Ich nickte. Was auch immer los war, es muss ihn vollkommen aus der Bahn geworfen haben. "Was ist passiert?" frage ich nach einer Weile. Er zuckte zusammen. "Komm mit. Ich will dir etwas zeigen." "Warte." ich ging zu Loren raus und sagte ihr das ich sie später anrufen werde. Sie nickt verständnisvoll und ich warf Henry und ihr einen Luftkuss zu.
Wieder drin war Joshua wieder nicht da. Ich ging zur Tür und ging raus wo er eine rauchte. "Ich dachte dass du schon wieder weg bist" gab ich betrübt zu. "Kein zweites Mal. Versprochen." er drückte die Kippe aus und reichte mir seine Hand ich nahm sie und wir gingen auf einen schwarzen Audi zu. Er öffnet mir die Tür und ich stieg ein. Als auch er sahs fuhr er los. Wir fuhren zu einem Haus am Strand. Er schloss auf und ging rein. Mir kam ein angenehmer geruch entgegen. Ich schaute mich um auf einer Komode stand ein Bild von Joshua, einer Frau von der ich vermute dass sie seine Mutter ist und einem kleinem Junge der Joshua sehr ähnelt. Ich nahm es in die Hand und betrachte das Bild. "Wo ist dein Vater?" er lachte hämisch "Nach der Geburt von Mikosch ist er in der Nacht abgehauen. Dieser Feigling. Ich war damals schon zu viel und dann noch ein Kind. Er ist ein Arschloch." Ich stellte das Bild wieder weg und ging zu Joshua. "Meine Mutter bekam Krebs diagnostiziert und ich kümmerte mich um sie so gut ich das eben mit 12 und einem einjährigen Bruder konnte. Im Krankenhaus wurde sie gut behandelt und ich machte mir weniger sorgen um sie. Sie hatten den Krebs bekämpft als ich 15 war. Doch letztes Jahr als ich mit meinem Studium begann hatte sie wieder ein CT. Sie hatte wieder Methastasen auch diese wurden erfolgreich bekämpft. Dachte man. Ich konnte mich auf mein Studium relativ gut konzentrieren aber seit letztem Monat ging es wieder abwärts. Ich war laufent hier und hab mich um Mikosch und sie gekümmert. Gestern früh ging es ihr dann doch so gut dass ich das Gefühl hatte endlich mal wieder etwas für mich zu tun. Mal wieder unter Leute zu gehen. Du musst verstehen ich hatte noch nie etwas ernstes mit einem Mädchen, weil sich alle davor gefürchtet haben Verantwortung zu übernehmen. Doch als ich dich gestern sah.. Ich weiß nicht was du an dir hattest aber es war etwas anziehendes. Naja als ich dann also auf dich gewartet habe wurde ich angerufen. Es war das Krankenhaus meiner Mutter. Sie sagten mir dass sie die Nacht womöglich nicht übersteht und wenn ich sie noch einmal sehen will sollte ich jetzt kommen. Mikosch wusste wie es Mama ging er ging sehr souverän damit um. Ich bin also hier her hab ihn geholt und bin so schnell wie möglich zu ihr. Ihre Augen waren blutunterlaufen unter es ging ihr sehr schlecht. Wir setzten uns ans Bett. Sie sagte mir ich, wenn ich dass will das Sorgerecht für Mikosch erhalte. Wir gaben ihr beide einen Kuss und sie sagte das sie uns sehr liebt und wir unser Glück niemals aufgeben sollen. Danach war sie zu schwach um weiter zu sprechen. Wir hielten ihre Hand und sie schlief schließlich ein umd wachte nicht wieder auf." Mir stockt der Atem. Er vertraut mir dass alles an. Er tut mir so leid, aber ich weiß das Menschen in so einer Situation kein Mitleid wollen. Statt irgendwas zu sagen umarme ich ihn. Er atmet tief ein und erleichtert aus. "Ich bin gern für dich da."sagte ich einfach nur. Er beugte sich etwas aus der Umarmung und blickte mir in die Augen. Seine waren so wunderschön blau und jetzt auch nicht mehr so gläsern. Seine Augen sind so vielsagent ich könnte Stunden so weiter machen. "Du bist wunderschön"sagte er und schon spür ich seine weichen Lippen. I h weiß nicht ob es moralisch verwerflich ist, weil er mir gerade vom Tod seiner Mutter erzählt hat aber ich konnte nicht anders als diesen Kuss zu erwiedern. "Wo ist Mikosch?" fragte ich. "Ich vermute in seinem Zimmer." "Ich würd ihn gern kennen lernen. Ich hab selbst einen Bruder" er lächelt und nimmt mich an der Hand eine Etage mit hoch. Er klopft an einer Tür und öffnet sie. "Hey Kumpel" ruft er beim eintreten. Das Zimmer sieht aus wie das eines typischen 8 jährigen. Ich ging hinter Joshua. Mikosch sitzt auf dem Boden und spielt mit den Autos. Er steht auf und umarmt Joshua. Danach gibt er mir und stellt sich höflich vor. "Ich bin Mikosch" sagt er in einem lieben Ton "Hey ich bin Lilibeth, aber du kannst Beth zu mir sagen." er nickte und schaute Joshua fragend an. "Sie ist meine Freundin. Iss sie also bitte nicht auf." Mikosch grinst und rannte auf mich zu. Ich hob ihm beim rennen hoch und setzte ihn auf meine Schultern. "Und jetzt?" fragte ich an Mikosch. "Runter lassen.. Oder nein! Ich bleib hier. " ich lachte und setzte ihn ab. Er erinnert mich so sehr an Nick.
// so nach Ewigkeiten mal ein neues Kapitel. Viel Spaß beim lesen :)
