|| Prolog ||

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Ein kleines Mädchen mit langen kohlrabenschwarzen Haaren rannte durch die verschneite dunkle Landschaft, verfolgt von ein paar Schneebällen. Die Kleine wich gekonnt aus und kicherte immer wieder und schaute hinter sich. Zwei ältere Kinder mit strahlend Blonden Haaren versuchten sie immer wieder abzuwerfen, aber die Jüngere war flink wie eine Katze. Sie versteckte sich hinter einen Baum, nahm sich dann selbst eine Handvoll Schnee, formte mit Hilfe ihrer Kräfte mehrere Schneebälle und ließ diese mit einer ordentlichen Geschwindigkeit auf die Älteren zu schießen. Die Beiden versuchten auszuweichen jedoch scheiterten sie nach kurzer Zeit und das kleine Mädchen hielt sich den Bauch vor lachen, als die Schneebälle den Jungen im Gesicht trafen und er sie verdutzt anschaute. Auch das andere Mädchen fing mit lachen an und quiekte erschrocken, als auch sie im Gesicht vom kalten Schnee getroffen wurde. Das brachte auch den Jungen wieder zu lachen. So lagen bzw. standen sie lachend im verschneiten Garten mit in einer kalten Winternacht.

"Kinder! Kommt rein und wärmt euch auf! Es ist selbst für uns bitter kalt draußen!", rief eine anmutige blondhaarige Frau von einer großen altertümlichen Terrasse aus in den Garten hinunter. Hinter ihr stellte sich ein Mann mit pechschwarzen Haaren, legte ihr eine Decke um, umarmte sie von hinten und gab ihr einen sanften Kuss aufs Haar.

"Ja Mama!", riefen die Kinder im Chor und sprinteten zu ihren Eltern hoch. Sie kamen lachend vor diesen zum stehen. Die Eltern lächelten sie sanft an, wuschelten den Kindern durchs Haar, bevor sie dann über die Balkontür zusammen ins warme Herrenhaus gingen.

Nachdem Abendessen und einer kurzen Gutenachtgeschichte wurden die Kinder ins Bett gebracht. Die Jüngste von den dreien schlich sich, nachdem die Eltern sich ebenfalls hingelegt hatten, zu dem Zimmer ihrer Zwillingsgeschwister. Sie öffnete sachte die Tür, schlüpfte durch den Türspalt und schloss die Tür wieder leise hinter sich. Sie bewegte sich mucksmäuschenstill durch das Zimmer. Die Zwillinge hatten ihrer kleine Schwester bereits erwartet und lächelten sie in der Dunkelheit an. Ohne ein Wort zu wechseln schlugen sie die Bettdecke zurück, ließen die Kleine zwischen sich krabbeln und legten die große warme Decke wieder über sich. So schliefen sie friedlich zusammen ein - warm und geborgen.

BUUUMMMM.

Die drei Kinder schreckten mit einen Mal auf, nach dem ein lauter Knall ertönte. Sie horchten angestrengt und meinten Kampfgeräusche vernehmen zu können. Der Bruder stand langsam auf und schlich zur Tür. Mit Gestik signalisierte er den beiden Mädchen sich unter die Decke zu verstecken, was sie taten. Er öffnete leise die Tür und ging langsam Schritt für Schritt in den Flur. Die beiden Mädchen kauerten unter der Decke eng aneinander. Die Ältere versuchte die Jüngere zu beruhigen, als ein lautes Kreischen durch die Luft halte. Die Kleine weinte und schob sich noch enger an ihre Schwester ran.

"Onee-Chan ich habe Angst. Wo ist Onii-chan?", wimmerte die Kleine.

"Alles wird gut. Er schaut nach Mama und Papa und versucht ihnen zu helfen.", sprach die Blondhaarige und strich ihrer Schwester behutsam über den Kopf.

Erneutes krachen war von unten zu hören. Danach folgten schnelle Schritte die Treppe hinauf und die Tür zu dem Kinderzimmer wurde auf gerissen. Die Mädchen kreischten überrascht und verängstigt auf.

"Psst! Ich bin es!", ermahnte sie eine weibliche Stimme. Es war ihre Mutter. Sie schloss die Tür, zog mit Leichtigkeit eine Kommode vor die Tür und verbarrikadierte sie so. Sie kam zu dem Bett und setzte sich zu den Mädchen.

"Mama was ist da unten los?", fragte die Ältere, während die Jüngere in die Arme der Mutter kroch.

"Es...Habt keine Angst. Pack ein paar Sachen für euch drei und nehmt die Notfalltasche mit.", wies die Mutter das blondhaarige Mädchen an. Sie tat wie ihr aufgetragen. Sie lief schnell zum Schrank, wuchtet ein Reisetasche aus diesem und packte verschiedenste Klamotten ein. Dann lief sie zu einer zweiten Kommode und nahm dort eine Umhängetasche heraus. In dieser befand sich Geld, Papiere und andere wichtige Dokumente von dem das Mädchen keine Ahnung hatte. In der Zwischenzeit wiegte die Mutter das Jüngste Kind im Arm.

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