Sie ist was ich brauche. Wieso hilft sie mir nur so sehr? Habe ich das überhaupt verdient? Naja, jetzt ist sie da. Ich werde sie so schnell nicht gehen lassen, denn ohne sie schaffe ich das nicht. Das reinste Chaos in meinem Kopf, doch dann kommt sie und plötzlich ist alles klar. Meine Retterin in der Not. Seit einer Weile begleitet sie mich jetzt und ich bin froh jemanden zu haben, mit dem ich mich über alles unterhalten kann. Meine Einsamkeit ist besiegt. Sie weiß wahrscheinlich gar nicht was sie anderen Menschen bedeutet und wie viel sie alleine mit ihrer Anwesenheit bezwecken kann. Von ihrer Sichtweise aus ist dies alles nur einer von vielen Tagen mit mir, doch für mich ist jeder Tag, ein Abenteuer, eine Achterbahnfahrt der Gefühle, eine interessante Neuentdeckung, eine aufregende Erinnerung. Hoffentlich kommt sie bald, langsam mache ich mir Sorgen. Ob sie es vergessen hat? Eigentlich vergisst sie nie unsere Treffen und wenn einer von uns beiden zu spät kommt dann bin ich das! Ob ich sie mal anrufen oder vielleicht doch lieber erst anschreiben sollte? Ich warte jetzt noch zwei bis drei Minuten, dann ist die halbe Stunde Verspätung voll. Nur was mache ich in der Zeit? Lange habe ich schon kein Radio mehr gehört und Nachrichten habe ich heute Morgen auch nicht geschafft zu sehen. Ich schalte das Radio also ein. „Ein schwerer Motoradunfall kostete unserer Olympiasiegerin Marie Lewis das Leben!“ Sie ist tot.
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