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Was zur Hölle...?! Den Klingelton kenne ich, aber warum ist das Handy hier? Mike hatte unsere Wohnung schon vor gut einer halben Stunde verlassen. Er ist aber manchmal auch schusselig. Wie er so erfolgreich werden konnte, ist mir immer noch ein Rätsel. Nein, ich weiß ziemlich genau, wie er das erreichen konnte. Es war mein Verdienst. Mein kluger Kopf und mein Sinn für Zahlen. Mike hingegen, konnte von Glück sagen, dass ich sein Geld gut angelegt und lukrativ investiert hatte. Wie gut allerdings, das wusste er nicht. Musste er aber auch nicht. Er war nicht der hellste Stern unter der Sonne, wenn es um Finanzen geht. Nein, er war nicht dumm, aber sein hübsches Gesicht und sein athletischer Körper waren sein Kapital. Ja und er war wortgewandt. Wobei es mir wesentlich besser gefiel, wenn er nicht redete. Sein Mund konnte noch so viel mehr leisten, als viele Worte zu verschwenden, was meinen Körper in höchste Verzückung und Ekstase brachte.

Wie auch immer... Wo hatte er sein verdammtes Handy liegen lassen? Dieser Ton machte mich wahnsinnig. Ich würde ihn bitten müssen einen anderen einzustellen, für den Fall, dass er vorhatte mich öfter seine persönliche Assistentin spielen zu lassen. Wenn ich sein Telefon finden sollte, würde ich es ihm nämlich zur Arbeit bringen, wusste ich doch, dass er ohne dieses Ding komplett aufgeschmissen wäre. Dass er dieses überlebensnotwendige Gerät noch nicht vermisste, kam mir schon etwas merkwürdig vor. Endlich hörte das Nerv tötende Geräusch auf, der Bildschirm blieb aber noch hell. So konnte ich es zwischen zwei Kissen auf dem Sofa finden. Das hatte er wohl gestern Nacht dort verloren, als wir leidenschaftlich übereinander hergefallen waren. Oh es kribbelte schon wieder zwischen meinen Beinen, mein Lustzentrum war bereits wieder aktiviert.

Dieser verdammte Hurenbock... Fast hätte ich meinen Gedanken laut ausgesprochen, aber ich hielt mich gerade noch zurück. Der leuchtende Bildschirm fing an mich zu verhöhnen. Der Anruf war von einer meiner sogenannten Freundinnen gekommen. Aber dabei war es nicht geblieben. Sie schickte ihm mehrere Nachrichten. Ich tippte seinen Code ein, um alles ganz genau lesen zu können. Falls die Worte es noch nicht eindeutig widergaben, so bestätigte das Bild, welches sie ihm gerade gesendet hatte doch ganz genau, in welcher Beziehung diese miese Bitch zu meinem Mann stand. Eindeutiger ging es kaum. Tiffany, wie sie genüsslich Mikes Schwanz mit ihrem Mund bearbeitete. Sie hatte tatsächlich ein Selfie gemacht, während sie meinem Mann einen blies, diese Hure. Man konnte sein Gesicht nicht sehen, ihres dafür umso deutlicher. Wie ich also erkannte, dass es seine Genitalien sind? Ganz einfach, das kleine herzförmige Tattoo in seiner Leistengegend, welches wir uns damals beide hatten stechen lassen.

„Mommy", rief mein kleiner Sonnenschein und holte mich damit wieder ins Hier und Jetzt zurück. „Stella mein süßes Mäuschen, bist du fertig? Wir müssen los, wenn wir es pünktlich zur Schule schaffen wollen", antwortete ich ihr. Sie rannte gerade auf mich zu, ich wartete mit offenen Armen auf sie, in die sie sich keine zwei Sekunden später auch schon einkuschelte. „Na dann mal los", sagte ich sanft, aber bestimmt und küsste sie auf die Stirn. Mit ihrer Schultasche und meiner Handtasche inklusive Mikes Handy verließen wir die Wohnung. Unten wartete der Chauffeur auf uns und lieferte erst meine Tochter an der Schule und dann mich bei der Arbeit ab. Na dann zieh dich mal warm an mein Schatz, dachte ich gerade, als ich die Tür zum Büro meines Mannes aufstieß.

Und jetzt wusste ich auch, warum er sein Telefon noch nicht vermisst hatte. Tiffanys Blowjob hatte wohl noch nicht gereicht, um mich zu demütigen. Und mal im Ernst, wie konnte er so unvorsichtig sein, wenn er schon fremdgehen musste. Er hätte es wenigstens besser verstecken können. Ich war gerade rasend vor Wut. Hätte mein Blick töten können, dann wären Mike und Cassidy in diesem Moment gestorben. „Du verdammter Wichser!", schrie ich ihm entgegen, warf ihm sein Handy vor die Füße und kehrte direkt wieder um. Ich verließ das Büro und das Gebäude. Das reichte mir, ich würde direkt meine Sachen packen und aus unserer Wohnung verschwinden. Das Bild, wie Mike Cassidy auf dem Schreibtisch vögelte, würde ich wohl nie wieder aus meinem Gedächtnis verbannen können. Als wenn es noch nicht reichte, dass Tiffany ihm einen blies, nein, er musste auch noch Cassidy ficken. Ob er wohl mit Sandra und Priscilla auch was am Laufen hatte?!

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