3. Kapitel

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Ich war gerade unter der Dusche als Sarah aufgeregt an die Badezimmertüre klopfte: "Anja, da müssen wir heute Abend hin. Es gibt da so eine grosse Schneeparty hier in der Nähe, da müssen wir hin..."
"Sarah warte... Können wir das bitte klären wenn ich aus der Dusche komme? Danke", antwortete ich etwas genervt. So bald ich aus der Dusche war, meine Haare etwas getrocknet hatte, hielt Sarah mir auch schon einen Flyer unter die Nase.
"Siehst du? Da müssen wir hin! Das wird bestimmt mega lustig!"
"Bist du sicher? Wollen wir uns nicht einfach einen gemütlichen Abend machen?"
"Ach komm schon Anja! Es ist unser letzter Abend hier, lass uns den richtig feiern auf der Party, bitte Anja."
Wiederwillig gab ich nach: "Na gut, weil du es bist, aber wenn ich nach Hause will, dann gehen wir nach Hause!"
Vor Freude sprang sie mir um den Hals: "Danke, danke, danke! Du bist die beste!"
Sie liess mich ruckartig los: "Oh gott, was will ich denn bitte anziehen? Habe nicht damit gerechnet hier auf eine Party zu gehen"
Sie hastete zu ihren Klamotten: "Nein, nein, nein, ich kann doch davon nichts zu der Party anziehen. Anja hast du vielleicht noch was dabei?"
"Sarah warte mal bitte! Das ist eine Party im Schnee, also eine Party draussen, da tragen wir eh unsere Skikleider! Sonst frieren wir ab!"
"Ja schon Anja, aber, falls wir dann noch wo reingehen..."
Sie wühlte in meinen Klamotten rum. "Ja, das könnte gehen", Sie hielt mein rotes Top mit Rüschen in der Hand. "Anja darf ich das ausleihen?"
"Ja klar" Ich war etwas genervt, sie hatte meine Klamotten umgewühlt und auseinander gerissen und ich durfte die dann wieder einräumen, weil Sarah unbedingt noch was für mich finden musste für heute Abend.
"Anja, schau das steht dir sicher super." Sie streckte mir ihre blaue Bluse entgegen. "Dir steht blau eh viel besser als mir!"

Zwei Stunden später waren wir auf dem Weg zu der Party. Man hörte die Musik schon von weitem. Sarah zog mich ins Getümmel, auf die imaginäre Tanzfläche.
"Anja und jetzt lassen wir es krachen! Heute feiern so wie noch nie und haben Spass!" Sarah schwang ihre Hüften. Sie hatte recht, wenn ich schon mal hier bin, sollte ich das Beste daraus machen. Auch wenn ich die grösste Niete im Tanzen bin, versuchte ich mich irgendwie passend zur Musik zu bewegen. Es machte echt Spass.

Ryans Sicht:
"Rye, ich kann das nicht mehr mit ansehen! Du sitzt seit Tagen nur rum nach dem Snowboarden statt was mit deinen Freunden zu unternehmen!", sagte Robbie bestimmt aber auch besorgt.
"Letztens haben wir von einer Party im Schnee erfahren und wir haben entschieden dahin zu gehen. Mit dir! Du musst mal wieder Spass haben und wenn's sein muss dich sogar besaufen, aber geh raus und hab Spass. Wir alle werden Spass haben.", Alex Stimme klang extrem ernst.
"Leute das ist echt nett von euch, aber könnt ihr nicht einfach ohne mich gehen? Ich würde euch den Spass eh nur verderben.", fragte ich bittend.
"Keine Widerrede!" sagten Robbie und Alex im Chor.
"Wir gehen alle, oder keiner geht!", kam es von Conner aus dem Badezimmer.
"Aber..."
"Nein kein 'aber' Ryan! Das ist unser voller Ernst!" Und damit war die Diskussion beendet.

Robbie zog mich mit sich mit und fing dann an einer freien Stelle an mit mir zu tanzen.
"Rye entspanne dich und lass dich von der Musik verführen!"
Ich versuchte es. Ich liess mich auf Robbie ein und wir tanzten. Auch Alex und Conner waren da. Plötzlich kam so ein Mädchen zu uns und wollte mit mir tanzen.
"Hallo, hättest du Lust zu tanzen?", fragte sie scheu.
"Ich ähhm..." Ich wollte ihr nicht weh tun, aber mit ihr tanzen wollte ich auch nicht.
"Ja klar hat mein Bruder Lust", sagte Robbie und stuppste mich an. Ich lächlte gezwungen und sage: "Ja klar"
Sie zog mich bisschen weg von den Jungs und nam meine Hand. Sie führte den Tanz und plötzlich lagen ihre Arme um meinen Hals. Ich liess den Tanz über mich ergehen und war froh als sie ihre Arme wieder wegzog. "Ich bin Noëlle, vielen Dank für den Tanz Rye." Ich starrte sie etwas verwirrt an, was sie gemerkt haben muss.
"Ich bin ein Roadie, daher kenne ich dich. Tut mir Leid, dass ich dich einfach so nach einem Tanz gefragt habe, aber ich konnte nicht anders, als ich dich da sah!"
"Oh" war das einzige was ich herausbrachte. Sie lachte.
"Würde es dir was ausmachen mit mir ein Foto zu machen?" Sie streckte mir ihr Handy hin und weil ich meine Fans glücklich sehen will, erfüllte ich ihr diesen Wunsch. Wir lächeln beide in die Kamera und klick, ein Foto war gemacht. Schüchtern fragt sie mich: "Könntest du vielleicht noch ein Grussvideo für unsere 'German Roadies - Gruppe' machen?"
Um ehrlich zu sein tat es gut mich mit einem Fan zu unterhalten, sie liebte mich und zeigte das auch und das machte mich glücklich.
"Ja klar" sagte ich fröhlich.
Nach dem ich ihr das Video gemacht hatte, viel sie mir um den Hals.
"Vielen dank Rye. Ich liebe dich und hätte nie gedacht, dass dieser Familienurlaub so toll werden könnte. Danke einfach für alles!"
"Nichts zu danken! Es hat mich gefreut dich kennenzulernen und ich hoffe wir sehen uns bald wieder!"
"Ja hoffe auch. Hab dich mega lieb Ryan vergiss das nicht! Tschüss und geniesse deinen Urlaub noch!" Sie lachte, drehte sich um und ging davon. Ich ging zu den Jungs zurück.
"War das ein Fan?", wollte Robbie wissen.
"Ja war sie", sagte ich lächelnd.
"Aber nicht verlieben!", scherzte Alex.
Und schon wieder musste ich an das Mädchen von der Piste denken.
"Ach komm schon Rye, dass war ein Scherz", sagte Alex als er Ryes Gesichtsveränderung sah.
"Komm lass uns ein Bier holen", sagte Conner um das Thema zu wechseln. Wir liefen Richtung Getränkestand, als ich dieses Gefühl spührte, das gleiche Gefühl wie damals auf der Piste.
"Sie ist da, ich spüre es!"

Ferienflirt oder die Grosse Liebe?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt