Patrick war einer dieser Männer, der von allen beneidete wurde, aber niemand mit ihnen tauschen würde.
Als er in das Zimmer stürmte bin ich jedenfalls erleichtert, ihn zu sehen. Nun, das bin ich eigentlich immer. Mit Patrick verbindet mich etwas, was noch viel tiefer und intensiver ist als die Freundschaft zu Philipp. Vermutlich habe ich genau deshalb Patty angerufen.„Tony, du bist so ein verdammter Idiot", brummte er, als er auf mich zu ging. Seine starken Arme haben meinen Körper umschlungen, bevor er mich hochhob.
Ich antworte nicht, sondern kuschelte mich an seine Brust. Obwohl ich scheinbar geschlafen habe, war ich immer noch müde, sowie hungrig. Aber erst wollte ich einfach nur schlafen. Am besten dicht an seiner breiten, warmen Brust gekuschelt.Im Hintergrund konnte ich Absätze auf dem Boden klappern hören. Vermutlich Kittie. Jedoch war ich viel zu schlapp, um meinen Kopf zu heben, weswegen ich mich einfach nur dichter an Patrick drückte und seinen Duft aufsaugte. Er roch nach starkem Aftershave, der so gut wie alles von seinem natürlichen Geruch überdeckte. So machte er sich weniger verletzlich – hat er mal zu mir gesagt. Ich fand einfach, dass zu viel Aftershave stinkt, jedoch war dieses Odeur sogar sehr angenehm für mich.
„Scheiße, hast du irgendwas genommen?", schnauzte sie mich an. Wie ich vermutet habe, war das Kat, oder wie ich sie manchmal gerne nannte: Kittie. Krasse Kittie.
Als Antwort kicherte ich nur, kuschelte mich fester an Patricks Brust, welcher daraufhin genervt aufstöhnte.Sein Griff verstärkte sich etwas, als er mich aus dem leeren Zimmer trug, hat dabei meine Lederjacke um mich herumgewickelt. „Ich habe in zwei Stunden ein Sex-Date", brummte er leise, während er sich mit mir auf die Rückbank hinsaß. „Wehe du zerstörst meinen Porsche", konnte ich noch die Mahnung an Kat gerichtet hören.
Leise stöhnte sie genervt auf. „Jetzt lass deine Gereiztheit nicht an mir aus. Immerhin ist es nicht meine Schuld, dass wir in dieser Situation sind und eigentlich eine Straftat gerade begehen." Vorwurfsvoll sah sie kurz über ihre Schulter, zu mir nach hinten. Jedoch lachte ich nur kurz auf, knuddelte mich fester an Patrick. Er roch ausnahmsweise so gut. Diese paar letzten, noch aktiven Gehirnzellen sagten mir allerdings, dass es nicht sein Sex-Parfüm war.
Aufgrund seiner ausgefallenen Sammlung an Düften, hatte er für jeden Anlass ein eigenes. Sein Sex-Parfüm war für einmalige Dates, sozusagen einfach nur für den Zweck. Eine herbe, dominante Mischung, die an nasses Holz und eine orientalische Gewürzmischung erinnerte. Aber heute duftete er anders. Ein zarter, nicht aufdringlicher Duft. Eher so etwas wie wilde Rosen und feine Gewürze. Ziemlich angenehm. „Du riechst so gut, Patty. Mit wem wirst du dich denn treffen?", fragte ich leise, drückte meine Nase in sein Hemd, während ich hörte, wie Kathrin den Motor startete.„Der Name lautet Chris", gab er mir leise als Antwort. Etwas stimmte nicht mit ihm, aber mein Kopf pochte zu sehr, als dass ich mich auf irgendetwas anderes konzentrieren konnte. Vor Schmerz stöhnend presste ich mich einfach fester an ihn, schloss meine Augen, um möglichst wenige Sinne zu belasten. Warum schmerzte auf einmal alles so sehr?
Auf meinem Rücken konnte ich die Hand von Patrick spüren, weswegen ich leicht lächelte. Es war schön zu wissen, dass er für mich da war. „Du bist so ein verdammter Idiot. Ich hoffe, dass es dir spätestens morgen besser gehen wird, damit ich dir dann Moralpredigten halten kann", murmelte er in mein Ohr. Na super. Als Antwort brummte ich einfach nur, kniff meine Augen fest zusammen, damit es so aussah, als ob ich schlafen würde.
Patricks Brust bebte ein wenig, weswegen ich leise schnurrte und mich dichter an die Wärme kuschelte. Im Hintergrund konnte ich das gleichmäßige, leise Surren des Sportwagens hören, sowie Wortfetzen der Lautsprecher. Vermutlich hatte Patrick noch irgendeine Rock CD in seinem CD-Player drinnen.
Mein Schädel dröhnte zwar noch, sowie ein seltsames Gefühl der Leere mich überrannte, doch ich verspürte vor allem eins: „Hunger." Ich maulte leise, schmiegte mich dichter an Patrick heran. „Hunger", sprach ich erneut, dieses Mal beinahe schon quengelig. Ich weiß nicht, was über mich gekommen war, aber ich hatte einfach verdammt viel Hunger.
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Mann gegen Mann | till lindemann
Fanfiction„Mein Geschlecht schimpft mich Verräter, ich bin der Albtraum aller Väter." - Rammstein Was mit einer lächerlichen Wette mit Reesh angefangen hat, eskalierte schlagartig zu einem erbitterten Konkurrenzkampf mit dem Muskelpaket aus dem Fitnessstudio...