Vier Monate vorher.
Ich lief aus dem Schulgebäude. Jetzt hatte ich es geschafft nach all den Jahren bin ich endlich mit der Schule fertig. Endlich frei.
Hinter mir hörte ich wie die Tür ein weiteres Mal aufging und dachte: wer könnte denn das nur sein ? Ich war nach dem Unterricht noch beim Aufbau für die Abschlussfeier heute Abend gewesen und danach musste ich nochmal im Sekreteriat vorbeischauen, da die Hausmeister nochmal genauere Infos bekommen hatten. Tja das hatte man davon wenn man im Komitee für den Abschlussball war. Daher dachte ich, ich wäre die letzte gewesen. Ich drehte mich um und sah das es Josh Kinsley war. Wir hatten Geschichte zusammen gehabt, aber noch nie wirklich miteinander geredet. Daher wusste ich nur was andere über ihn erzählten, wie das seine Eltern geschieden waren und das er alle seine Freundinnen abserviert hatte. Letzteres fand ich schlimmer, als der Gedanke daran, dass seine Eltern sich getrennt hatten. Vielleicht lag es aber auch nur daran das ich auch schon mal abserviert wurde und daher dies schlimmer fand.Er war während ich so meinen Gedanken nachhing bei mir angekommen "Hi." Sagte er und ich merkte das ich ihn die ganze Zeit über angestarrt hatte. "Hi" sagte ich zurück " Was machst du noch hier ? Ich dachte ich wäre die letzte die auch noch nach ihrem Abschluss hier rumhängt." Ich versuchte es nicht zu ernst zu sagen, um die unangenehme Stimmung aufzulockern. " Ich hatte noch was zu erledigen." "Na dann, ich muss dann auch schon weiter." Sagte ich gedehnt und ging auf meinen schwarzen Audi A8 zu. Ich stieg in mein Auto und schaute auf mein Handy. Drei neue Nachrichten, zwei von meiner besten Freundin und eine von meiner Mutter die mich fragte ob ich noch etwas für den Abend bräuchte. Ich schrieb ihr schnell zurück, dass ich alles hatte und meiner besten Freundin Julie schrieb ich dass sie mich um sieben Uhr abholen könne. Dadurch hatte ich noch genug Zeit, um mich fertig zumachen. Dann schloss ich kurz die Augen und realisierte, dass ich wirklich fertig mit der Schule war und das ich es wirklich geschafft hatte. Ich schaute auf die Uhr und stellte fest das wir schon kurz nach drei Uhr hatten. Ich drehte den Schlüssel im Zündschloss, aber nichts passierte. Ich versuchte es nochmal wieder nichts. Schließlich gab ich auf, stieg aus und klappte die Motorhaube auf. Ich schaute und zog an beliebigen Kabeln, da ich keine Ahnung von Autos hatte. Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir: " Probleme mit dem Auto ?" Ich drehte mich um und sah Josh hinter mir stehen. Ich hätte nicht gedacht das er immer noch da war. "Sieht ganz so aus." Antwortete ich. Er schaute kurz an mir vorbei auf den Motor. "Da ist nichts mehr zumachen." Sagte er dann, während er die Motorhaube schloss. "Woher willst du das wissen?" "Äh, ich habe mal in einer Autowerkstatt gearbeitet." Antwortete er. "Tja, dann danke für die erste Einschätzung. Ich werde dann mal meine Mutter anrufen." Ich versuchte meine Mutter anzurufen, allerdings ging sie nicht ran. Warscheinlich bearbeitete sie wieder an einem Fall oder war bei ihrem Yoga Kurs, den sie aber meist ausfallen ließ. Als ich aufsah stand Josh immer noch an der selben Stelle und schaute gedankenverloren an mir vorbei in die Ferne. Dann fragt er mich plötzlich:"Soll ich dich nachhause bringen ?" Ich war so überrascht das ich nur "Äh, okay. Wenn das kein Umweg für dich ist ?" " Nein, überhaupt nicht." Ich hätte nicht gedacht, dass er nett sein kann. Naja, ich kenne ihn ja auch kaum. Ich holte meine Tasche aus meinem Auto und lief hinter Josh zu seinem Auto her. Während der Fahrt redeten wir nicht besonders viel. Bis wir vor meinem Haus angekommen waren. Ich bedankte mich und stieg aus. Ich lief durch unseren Vorgarten. Als ich an der Tür stand und meinen Schlüssel in meiner Tasche suchte, drehte ich mich um und sah, dass Josh immer noch mit laufendem Motor vor unserem Haus stand. Ich winkte ihm nochmal zu, bevor ich ins Haus schlüpfte.
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Never Look back!
Novela JuvenilAls Jenny krank wird denkt sie nicht einmal daran aufzugeben, nein sie will ihren größten Traum erfüllen und die Welt sehen. Doch niemals hätte sie gedacht das ausgerechnet Josh der jenige sein würde der sie auf dieser letzten Reise begleiten soll...