Vor wenigen Tagen hatte ich erfahren, das ich eine Krankheit hatte, die nicht mehr heilbar war. Es war eine sehr tödliche Krankheit, doch ich wollte überhaupt nicht wissen wie sie hieß. Als meine Eltern das mitbekamen, erlitten sie einen Schock und meinen besten Freunden ging es nicht anders. Mir war das zwar nicht egal, da ich schon so viele Pläne für die Zukunft hatte und ich ein tolles Leben haben wollte, doch ich wollte nicht die letzten paar Jährchen die ich noch zu Leben hatte nicht über meinen Tod nachdenken. Es war eigentlich gar nicht so schlecht wenn man schon wusste das man bald sterben würde, denn man konnte sich von allen verabschieden, andererseits wollte man nicht schon mit 15 Jahren begraben werden. Ich heiße Alina Parker, wie ihr schon wisst war ich erst 15 und ich liebte singen. Mein größter Traum war es, berühmte Sängerin zu werden und ein eigenes Album zu schreiben. Nebenbei spielte ich auch Gitarre und Klavier und komponierte meine eigenen Texte.
Ich lag schon seit 4 Wochen hier in diesem Krankenhaus für Kinder und Jugendliche, die meistens nicht mehr gesund werden konnten. Mein Kopf brummte und ich ging ein bisschen an die frische Luft, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wenn ich durch den Krankenhaus-Park rollte, ja ich hatte einen Rollstuhl, da ich nicht mehr richtig laufen konnte,bekam ich immer neue Ideen für Songs und ausserem wollte ich nicht den ganzen Tag in meinem Zimmer rumgammeln. Ich rollte an dem Parkplatz vorbei, dort fiel mir ein schwarzer Bus auf, den ich hier zuvor noch nie gesehen hatte. Ich dachte nicht weiter drüber nach und ging weiter, zu einem kleinen Teich. Neben dem Teich ,,parkte" ich immer und das Wasser beobachtete. Ich weiß das klingt ziemlich langweilig, aber was hatte ich schon besseres zu tun? Nach geschätzten 20 Minuten, spührte ich wie meine Finger eiskalt wurden und auch mein restlicher Körper droht zu gefrieren. Ich machte die Bremse los und rollte wieder zurück zum Krankenhaus, deren Tür schon offen stand.
Als ich in meinem Zimmer war, standen meine Eltern vor mir und drückten mich fest, sodass ich nur noch schlecht Luft bekam. ,,Liebling wie geht es dir und wo warst du?",fragte mich meine Mutter. ,,Hey Mom, hey Dad, mir jetzt prima, ich war kurz draußen frische Luft schnappen.",meinte ich zurück. Mein Dad sagte:,,Wir müssen dich auch leider bald wieder verlassen und kommen erst in 1nem Monat wieder, Schatz das tut uns sehr leid, aber wir müssen auf Geschäftsreise." Mir war das sowieso egal wenn meine Eltern nicht da waren, ich hatte noch meine Freunde und ich liebte es sowieso meine Ruhe vor andern Leuten zu haben. ,,Ist schon okay, das macht mir nichts aus, geht ihr nur auf eure Geschäftsreise.",antwortete ich deshalb. ,,Wir werden dich jeden Tag anrufen und Karten schicken, wir wollten nur noch schnell tschüss sagen, da unser Flugzeug schon in einer Stunde kommt.",meinte mein Vater. ,,Ist das auch wirkich in Ordnung für dich?",fragte meine Mutter noch einmal nach. Ich nickte:,,Ja macht euch um mich keine Sorgen, wir sehen uns in 4 Wochen wieder.",sagte ich und umarmte sie beide noch ein letztes mal bevor sie mich wieder verlassen mussten. ,,Bis dann Süße, wir lieben dich.", sagten meine Eltern noch zum Abschied. ,,Bye Mom und Dad.",meinte ich und dann schlossen sie die Tür auch schon wieder hinter sich.
Fanden es meine Eltern wirklich so schlimm das ich Todkrank war, oder war das alles nur gespielt? Jede Mutter und jeder Vater würden den rest des Lebens seines Kindes, bei dem Kind sein und nicht auf einer Geschäftsreise. Ist ihnen ihre Arbeit wichtiger als ich? Dann konnte ich theoretisch sofort Selbstmord begehen, wobei ich das niemals machen könnte. Naja, sollen wenigstens die beiden ein schönes Leben haben und sich nicht von mir stören lassen. Das aller erste war ich jetzt tat, ist mein Handy auf stumm stellen und das Telefon aus machen. Wenn ich ihnen egal war, dann mussten sie ja auch nicht mir mir reden und so tun als ob ich das wichtigste der Welt wäre. Hier war es so richtig langweilig, ich weiß nie so richtig was ich tun soll. Ich beschloss in den gemeinsamen Saal zu gehen, wo man sich mit anderen treffen konnte um dort Spiele zu spielen, tanzen, Musik hörn, Lachen und eben zusammen sein. Als ich jedoch die Tür zum Zimmer öffnen wollte, kam mir gemand zuvor und lief voll in mich rein, beziehungsweise krachte auf mich drauf. Es war ein Mädchen in meinem Alter und als sie sich wieder aufrappelte entschuldigte sie sich sofort:,,Oh nein, Sorry das tut mir so leid." Ich lächelte sie an und meinte:,,Ist nicht schlimm, ich bin Alina und wie heißt du?" ,,Ich heiße Xayla, es tut mir wirklich schrecklich leid.",sagte sie und entschuldigte sich noch einmal. ,,Ist schon okay, es ist nichts passiert.",beruhigte ich sie noch einmal.
Dann nahm ich wieder die Steuerung des Rollstuhles und rollte ihn in den Raum hinein. Xayla folgte mir, ich hielt an einem Tisch an dem gerade gespielt wurde und sie setzte sich auf einen Stuhl neben mich. ,,Wieso bist du denn eigentlich hier?",fragte sie mich irgendwann. ,,Keine Ahnung, ich wollte es nicht wissen, aber meine Knochen sind aufjedenfall nicht sehr stark und deshalb sitze ich in diesem Rollstuhl, weil ich keine Kraft mehr zum Laufen habe.",erzählte ich ihr und fuhr fort ,,Und du?" Sie guckte mir in die Augen und meinte:,, Ich habe Leukämi, diese Krankheit ist nicht mehr heilbar und ich werde in 1-2 Wochen tot sein." Oh nein, stimmt ich war in einem Krankenhaus indem die Kinder und Jugendlichen nicht mehr zu Heilen waren und ihnen noch die restliche Zeit ihres Lebens schön machen wollte. ,,Tschuldigung, ich wollte nicht-" Doch sie unterbrach mich:,,Ist egal, alle die hier sind werden sterben, ausser ein paar kleinen Ausnahmen." Ich dachte nach, hier war doch eigentlich der schrecklichste Ort überhaupt, so viele Kinder und Jugendliche die noch so jung waren und das ganze Leben noch vor sich hatten, würden alle sterben. Wir redeten noch viel über sie und mich und wir wurden ziemlich gute Freundinnen. Am selben Abend noch beschlossen wir zusammen in ein Zimmer zu ziehen, weil es so schrecklich langweilig war wenn man allein ein Zimmer hatte. Jetzt mussten wir nur noch die Leiterinnen fragen, wobei ich da überhaupt kein Problem sah, denn sterben werden wir sowieso.
Da wir auf der selben Station waren und unsere Zimmer ziemlich nah bei einander lagen, hatten wir auch die gleiche ,,Krankenmutter" Wir gingen zu ihrem Zimmer und klopften an. Es öffnete sich die Türe und Frau Holmbosch, stand vor uns. ,,Ihr Süßen, was wollt ihr denn?",fragte sie uns. ,,Ähmm...ich und Xayla haben uns heute erst befreundet und hatten da so eine Idee...", fing ich an und Xayla vollendete den Satz:,,...Dürfen wir bitte, bitte zusammen ziehen? Wir werden auch ganz brav sein, denn allein ist es so stink lanweilig.",dabei setzte sie ein Hundeblick auf und zog eine Schnute. ,,Natürlich, wir hatten sowieso vor bald Guppenzimmer zu machen, weil sich schon mehrere wegen der einsamkeit beschwert haben.", meinte Frau Holmbosch und strahlte dabei. ,,Dankeschön.",sagten Xay (ich nannte sie so) und ich gleichzeitig und unsere Krankenmutter meinte noch:,,Geht aber in Xayla's Zimmer, das ist etwas größer und dort stehen zwei Betten, die ihr meinet wegen auch zusammenschieben könnt. Wir strahlten nur so um die Wette, bedankten uns nochmal und rannten, naja, rollten, nach draußen und machten uns auf den Weg zu meinem Zimmer um meine Sachen zu Xay zu bringen. Mein Leben war zwar nicht das, was sich jeder wünschte, aber für mich war das die beste Zeit die ich je hatte. Und nicht zu vergessen, ich hatte jetzt eine echt nette neue Freundin. Doch als wir um die nächste Ecke bogen, sah ich etwas, das ich niemals in meinem Leben sehen wollte.
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Enjoy the Little Things (1D FF)
FanfictionIch bin 15 Jahre alt und heiße Alina. Bald würde ich sterben, denn ich liege im Krankenhaus und habe eine unheilbare Krankheit. Wenn ich über mein Leben nachdenke,sind meistens die ganz kleinen Dinge, ein sehr großes Erlebnis, das einem im Gedächtni...