Weenaz

Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen ...
          	
          	Ich hab entdeckt, dass eine Story, die ich bei der Wattpad Schreibchallenge angemeldet hab, eigentlich zu Novel Months gehört. Da hab ich sie natürlich nicht gepostet, außerdem hab ich die Story dafür auch zu spät veröffentlicht.
          	
          	Naja, jetzt läuft "Niemand wird sie vermissen" eben ohne Konkurrenz und Community. Weitergeschrieben wird natürlich trotzdem. Und vielleicht hab ich ja Glück und der eine oder andere sieht mal hinein. Wenn nicht, ist auch ok.
          	
          	Und sorry, falls das jetzt mehrmals bei euch auftaucht. Ich habe das gestern schon verkündet, dann es hier aber nicht  finden, irgendetwas hat wohl gehakt.

Weenaz

@BellOfSilence Eigentlich bin ich immer der Meinung, wer es gar nicht erst versucht, braucht sich nicht zu wundern, wenn es nicht klappt. Wenn ich allerdings frage, wird das öffentlich sein - und dann bekommen es auch andere mit, die dann vielleicht nicht auf mich, sondern auf @mercurysraven losgehen
          	  
          	  Übrigens habe ich ihr bereits geschrieben, als ich das entdeckt habe. Allerdings nicht mit der Bitte verknüpft, die Story noch mit reinzunehmen. Jedenfalls habe ich keine Antwort erhalten.
          	  
          	  Ganz abgesehen davon, kann die Story selbst noch die vernetzte Community, von der die eine Userin schrieb, ordentlich aufbringen. Von mir weiß man nämlich, dass ich homophob bin - und die Protas sind schwul.
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BellOfSilence

@Weenaz @OlyverPan 
          	  Es ist simpel: Du kannst es versuchen und eine Absage bekommen oder Glück haben - oder es gar nicht erst versuchen.  Am Ende ist und bleibt das deine Entscheidung, die kann dir niemand abnehmen. 
          	  Am Ende ist der WSC und NoMo nurnoch zur Motivation und kein Wettbewerb, Konkurrenz in dem Sinne gibt es also auch nicht mehr, als wenn man die Geschichten einfach so rein stellt. 
          	  Zumindest sollte man mit der Einstellung ran gehen - schwarze Schafe gibt es immer irgendwo, so ist die Welt und die wird sich - nüchtern betrachtet - leider nicht ändern. 
          	  Von dem her, versuche es oder auch nicht, das liegt an dir :)
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Weenaz

@OlyverPan Support und ein respektvolles Miteinander möchte ich ja auch gerne haben und fördern. Hier habe ich allerdings hauptsächlich erlebt, dass es das zwar gibt, aber nicht, wenn ich im Spiel bin. Was mich nicht wundert, denn ich bin zeit meines Lebens irgendwie immer ein Störfaktor gewesen. Ich halte mich selten an Regeln, die andere für mich aufgestellt haben und so gut wie nie an Weltordnungen, die Bevorrechtigte erstellt haben.
          	  
          	  Zumal habe ich auch oft erlebt, wie ein Miteinander in einen Wettstreit ausartete. Ob privat, in einer Interessengruppe, einer Klasse und auch im Beruf - plötzlich ging es darum, wer der Beste ist und es wurde eine Hierarchie aufgestellt, die man nicht durchbrechen durfte. Auch hier ist mir das oft genug begegnet - ich begehe allzu oft den Fehler, anerkannte und rennomierte Autoren auf Fehler aufmerksam zu machen oder ihnen zu widersprechen. Und  nicht auf Menschen zu hören, die viel besser oder länger schreiben als ich - ich tus ja erst seit 50 Jahren und stehe, wie man an meiner Schreibe sieht, noch ganz am Anfang. In der vern(h)etzten Community weiß man über mich Bescheid, wie mir jemand mal geschrieben hat, anders gesagt, ich habe meinen Stempel aufgedrückt bekommen. Und wenn ich angeeckt bin, haben das auch einige Male Menschen zu spüren bekommen, die mir beigestanden sind. Da bin ich einfach lieber vorsichtig.
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mercurysraven

hii, sorry erst mal für die späte antwort, deine erste nachricht ist wohl irgendwie untergegangen und ich hab es auch erst jetzt auf deinem nachrichtenboard gesehen – tut mir leid für die späte rückmeldung. 
          grundsätzlich ist es, wie dus schon gesagt hast, einfach schwierig, weil ich die daten ziemlich klar kommuniziert hab und ungern für eine person ne ausnahme mache (das wäre einfach unfair denjenigen gegenüber, die sich den stress gemacht haben, rechtzeitig abzugeben – ähnliche gründe, wie die, aus denen ich die schreibphasen nicht mal für mich selbst gelockert habe). dass du da das verwechselt hast tut mir natürlich unfassbar leid, es war ehrlich gesagt auch alles sehr verwirrend mit dem wsc und den nomo gleichzeitig (ich bin auch immer noch kein fan von der last-minute-aktion aber naja).
          allerdings verstehe ich, wie frustrierend es ist und das ganze ist ja dieses jahr kein wettbewerb, daher bin ich etwas lockerer – sofern du mir also versichern kannst, dass dein projekt für den nomo geschrieben und du für die nächsten runden die zeitplanung im kopf hast, wäre ich bereit, sie ab der nächsten runde mit in die liste aufzunehmen, du hast ja sowieso ein paar andere projekte schon dabei :)
          wie gesagt, tut mir echt leid, dass meine antwort so spät kommt, ich hoffe das passt jetzt so für dich und alle beteiligten!

Weenaz

@mercurysraven Lese ich richtig, dass du dich da beinahe für meine Verpeiltheit entschuldigst?  Ich hab das ja selbst verbockt. Lag wohl daran, dass ich die Story als eine der ersten im Trio eröffnet habe, dann aber erst WSC und dann NoMo der Reihe nach durchgegangen bin. Wenn ich Trio öffne, steht die Story folglich weit oben und da habe ich eigentlich WSC hingepackt.
            
            Mitgeteilt habe ich dir das auch nicht, damit du mich noch nachträglich mit reinpackst, sondern weil ich dir zeigen wollte, dass auch dieser deiner Prompts angekommen und somit angenommen wurde.
            
            Aber ich machs jetzt so, wenn ich die 7000 rechtzeitig schaffe, melde ich es dir. Wie die anderen Beteiligten das sehen, weiß ich nicht, aber du kannst ja dann etnscheiden, was du mit dieser Information machst.
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Weenaz

Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen ...
          
          Ich hab entdeckt, dass eine Story, die ich bei der Wattpad Schreibchallenge angemeldet hab, eigentlich zu Novel Months gehört. Da hab ich sie natürlich nicht gepostet, außerdem hab ich die Story dafür auch zu spät veröffentlicht.
          
          Naja, jetzt läuft "Niemand wird sie vermissen" eben ohne Konkurrenz und Community. Weitergeschrieben wird natürlich trotzdem. Und vielleicht hab ich ja Glück und der eine oder andere sieht mal hinein. Wenn nicht, ist auch ok.
          
          Und sorry, falls das jetzt mehrmals bei euch auftaucht. Ich habe das gestern schon verkündet, dann es hier aber nicht  finden, irgendetwas hat wohl gehakt.

Weenaz

@BellOfSilence Eigentlich bin ich immer der Meinung, wer es gar nicht erst versucht, braucht sich nicht zu wundern, wenn es nicht klappt. Wenn ich allerdings frage, wird das öffentlich sein - und dann bekommen es auch andere mit, die dann vielleicht nicht auf mich, sondern auf @mercurysraven losgehen
            
            Übrigens habe ich ihr bereits geschrieben, als ich das entdeckt habe. Allerdings nicht mit der Bitte verknüpft, die Story noch mit reinzunehmen. Jedenfalls habe ich keine Antwort erhalten.
            
            Ganz abgesehen davon, kann die Story selbst noch die vernetzte Community, von der die eine Userin schrieb, ordentlich aufbringen. Von mir weiß man nämlich, dass ich homophob bin - und die Protas sind schwul.
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BellOfSilence

@Weenaz @OlyverPan 
            Es ist simpel: Du kannst es versuchen und eine Absage bekommen oder Glück haben - oder es gar nicht erst versuchen.  Am Ende ist und bleibt das deine Entscheidung, die kann dir niemand abnehmen. 
            Am Ende ist der WSC und NoMo nurnoch zur Motivation und kein Wettbewerb, Konkurrenz in dem Sinne gibt es also auch nicht mehr, als wenn man die Geschichten einfach so rein stellt. 
            Zumindest sollte man mit der Einstellung ran gehen - schwarze Schafe gibt es immer irgendwo, so ist die Welt und die wird sich - nüchtern betrachtet - leider nicht ändern. 
            Von dem her, versuche es oder auch nicht, das liegt an dir :)
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Weenaz

@OlyverPan Support und ein respektvolles Miteinander möchte ich ja auch gerne haben und fördern. Hier habe ich allerdings hauptsächlich erlebt, dass es das zwar gibt, aber nicht, wenn ich im Spiel bin. Was mich nicht wundert, denn ich bin zeit meines Lebens irgendwie immer ein Störfaktor gewesen. Ich halte mich selten an Regeln, die andere für mich aufgestellt haben und so gut wie nie an Weltordnungen, die Bevorrechtigte erstellt haben.
            
            Zumal habe ich auch oft erlebt, wie ein Miteinander in einen Wettstreit ausartete. Ob privat, in einer Interessengruppe, einer Klasse und auch im Beruf - plötzlich ging es darum, wer der Beste ist und es wurde eine Hierarchie aufgestellt, die man nicht durchbrechen durfte. Auch hier ist mir das oft genug begegnet - ich begehe allzu oft den Fehler, anerkannte und rennomierte Autoren auf Fehler aufmerksam zu machen oder ihnen zu widersprechen. Und  nicht auf Menschen zu hören, die viel besser oder länger schreiben als ich - ich tus ja erst seit 50 Jahren und stehe, wie man an meiner Schreibe sieht, noch ganz am Anfang. In der vern(h)etzten Community weiß man über mich Bescheid, wie mir jemand mal geschrieben hat, anders gesagt, ich habe meinen Stempel aufgedrückt bekommen. Und wenn ich angeeckt bin, haben das auch einige Male Menschen zu spüren bekommen, die mir beigestanden sind. Da bin ich einfach lieber vorsichtig.
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MadameAthene

Ich dacht ja, ich folge dir bereits sein langem. Da Wattpad das anscheinend zwischenzeitlich anders beschlossen hat, mach ich es halt jetzt (nochmal) ✨ Und wünsch dir schon mal ein schönes Wochenende. Vielen Dank für all deine Votes und Kommentare in meinem How-to-vote-Büchlein. ❤️

Weenaz

@MadameAthene So ähnlich ging es mir gestern auch. Zum Glück hast du How to vote in Madame kanns nicht lassen erwähnt, dadurch ist mir aufgefallen, dass mir das eigentliche Werk nicht gemeldet wurde.
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Weenaz

Als "Ungebildete" ohne Abitur und Studium habe ich natürlich wenig Ahnung vom Leben an einer Universität. In diesem Fall lässt es sich auch schlecht im Netz recherchieren. Da aber hier doch recht viele studieren, wende ich mich mal an diejenigen hier, die besser Bescheid wissen - kann ich von folgenden Voraussetzungen ausgehen?
          
          1: Ein Studium besteht nicht wie bei einer Schulklasse aus einem festen Lehrplan, sondern aus einzelnen Blöcken (Kursen, Vorlesungreihen, wie immer das auch heißt), für die man sich gemäß seinem Berufsziel einschreibt.
          
          2: Bestimmte Blöcke sind vorgeschrieben, andere freiwillig. Wer auf Lehramt studiert, muss zwar Pädagogik  nehmen, aber es bleibt ihm überlassen, ob er Englisch oder Geschichte lehren will. (Ausnahme Grundschullehrer)
          
          3: Die Reihenfolge ist nicht vorgeschrieben. Natürlich muss Mathematik 1 vor Mathematik 2 belegt werden, ob der zukünftige Lehrer aber Englisch gleichzeitig, vorher oder nachher nimmt, ist unwesentlich.
          
          4: Die Berufswahl schließt bestimmte Blöcke nicht aus. Möchte der zukünftige Lehrer (ich bleibe immer wieder bei diesem Beispiel hängen) seinen Schülern in Notfällen beistehen können, kann er auch ein Einführungssemester Wundversorgung (oder wie das heißt) nehmen.
          
          5. Daraus ergibt sich, dass in einer Vorlesung sich Studienanfänger und Studenten kurz vor dem Abschluss treffen können sowie Studenten mit verschiedenen Berufszielen.
          
          6: Um eine Vorlesungsreihe zu halten, muss man zwar einen Lehrstuhl besetzen, aber nicht zwingend den Professorentitel besitzen.
          
          7: Vorlesungen können aus einem Monolog des Lehrenden bestehen, bei dem man nur hoffen kann, das Wichtigste mitgeschrieben haben, aber auch mit Abfragen und Interaktionen mit den Studenten verbunden sein, je nach der lehrenden Person.
          
          8: Es gibt Hausaufgaben und Gemeinschaftsprojekte, die dann auch bewertet werden. Wie sieht so eine Bewertung aus?
          
          Könnt ihr mir sagen, welche dieser Annahmen richtig sind und welche falsch - und wie es dann wirklich ist?

Demigott

1. Es gibt schon einen festen Lehrplan, für jeden Studiengang halt das was man braucht, aber ob du jetzt dort zu den jeweiligen Modulen hingehst oder nicht ist dir überlassen man kann Prüfungen schieben solange man will. 
            2. Im Falle Lehramt musst du dich schon vor deinem Studium darauf bewerben welche Fächer du abkriegst. Du musst da eine Kombination aus Haupt und Nebenfach bewerben also z.B. Deutsch Geschichte. Du hast dann mit allen die generellen Module für Lehramt, aber halt dann auch welche jeweilige für deine Fächer
            3. Kann sein muss aber nicht. Da ist jeder Professor und Uni unterschiedlich
            5. Ja das passiert häufiger. Entweder weil die höheren Semester geschoben oder durchgefallen sind oder aber auch weil das Modul für einen anderen Studienganh erst in einem höheren Semester kommt
            6. Stimmt 
            7. Wenn man Glück hat interagieren die Professoren während der Vorlesung oder geben extra Informationen die nicht auf dem Skript stehen. Andernfalls steht einfach eine Person vorne die dir 1zu1 die Powerpoint wiedergibt die jeder online runterladen kann
            8. Gibt verschiedene Möglichkeiten da kommt es sehr auf Professoren und Studiengänge an. In sehr vollen Studiengänge verlangen Professoren häufig das man jede Woche gewisse Aufgaben erledigt die bewertet werden und man bei 50% der Gesamtpunkte überhaupt erstmal zur Prüfung zugelassen werden. Damit wollen die sichergehen das du dein Studium auch wirklich aktiv verfolgst. Zum Beispiel bei uns mussten wir jede Woche Aufgaben abarbeiten und einsenden. Dabei war es egal ob die Aufgabe richtig oder falsch war solange du die gemacht hast gab es ein Punkt. Wenn die richtig war gab es 2 und bei nichts einsenden 0. Am Ende des Moduls brauchtest du so 70 von 140 möglichen (man konnte in Seminaren noch Punkte dazuverdienen) In anderen Studiengängen wollen die dagegen gar nichts bis kaum etwas. 
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Secret_Lady

@Weenaz ja, so gastdozenten gibts auch :)  Das ist ne gute Idee, weil dann wäre es realistisch dass die sich da begegnen. :D
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Weenaz

@LeoJolli DAnke für deine Antwort. Beim Fernstudium können sich die Protagonisten nicht begegnen, darum kommt das nicht in Frage.
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Weenaz

Ein wunderbares, erfolgreiches neues Jahr euch allen. Mögen eure Wünsche und Träume in diesem Jahr erfüllt werden.

Weenaz

Tut es eigentlich körperlich weh, einen übergewichtigen Menschen zu sehen?
           Verliert man seinen Job, wenn der Kollege aus einem anderen Land stammt?
           Setzt einen der Vermieter vor die Tür, wenn der Nachbar im Rollstuhl sitzt?
           Versagen einem die Organe, wenn ein Familienmitglied schwul ist? 
          Verliert man seinen Partner, wenn in der Clique jemand Alleinstehendes ist?
          Zerstört es die Familie, wenn in einem Fenster in der Straße eine Regenbogen- oder Transflagge hängt?
          Zerbricht es die Gesellschaft, wenn nicht alle dem gleichen Glauben und der gleichen Politik huldigen?
          Und wenn das alles nicht zutrifft, warum empfinden Menschen es als Bedrohung für sie selbst, wenn andere Menschen, mit denen sie nichts zu tun haben, "anders" sind?
          Wieso dient die Bibel als Rechtfertigung, jeden aktiv zu bekämpfen, der still und friedlich auf seine Art lebt?
          Und vor allem - kann man den Menschen, die Ausländer, Übergewichtige, Andersgläubige, Queere und Transmenschen verfolgen, belästigen und bedrohen, mal so richtig herzhaft eine runterhauen? Halten die dann auch die andere Wange hin, wie es in der Bibel steht, oder erwarten sie nur von anderen, dass die nach ihrer Interpretation davon leben.
          
          Übrigens - in der Bibel steht nichts davon, dass es nur Mann und Frau gibt.

Weenaz

@Silberstern1468 Mit dem Hören von Nebengeräuschen geht es mir ähnlich wie dir. Da ich ja nicht taub bin, nehme ich die Geräusche trotzdem wahr und als ADSler stören mich diese Geräusche in meiner Konzentration. Und wenn viele Menschen sprechen oder Musik im Hintergrund ist, habe ich noch mehr Probleme, das herauszufiltern, was an mich gerichtet ist, zumal ich ja von dem Gesagten nicht alles verstehe. Oder es falsch verstehe, wie ich in "Gänzlich verpeilt" auch geschildert habe.
            
            Ja, das mit dem "Sei doch einfach nicht mehr schwerhörig" ist leider eine altbekannte Sache. In fast jeder Klasse hat irgendwann der Klassenlehrer eine Besprechung einberufen mit der ganzen Klasse, um zu erörten, wo für mich und die anderen die Probleme liegen. Anfangs habe ich noch hoffnungsvoll erklärt - dass das Hörvermögen jedes Menschen je nach Tagesform schwankt, bei mir aber noch stärker; dass ich hohe Töne sehr viel schlechter wahrnehme als tiefe; dass es eine Anstrengung für mich ist, zuzuhören und ich dann jemanden, der mich ablenkt, schon mal scharf anfahren kann, still zu sein; dass ich Menschen besser verstehe, die mich beim Sprechen ansehen; dass ich in einem Stimmengewirr irgendwann abschalte und jemand, der mir etwas sagen will, am besten zuerst meinen Namen nennt, damit ich aufmerksam werde und wieder bewusst hinhöre und dass die Schwelle, bei der laute Töne für mich unangenehm sind, tiefer liegt als bei Normalhörenden.
            
            Das Ergebnis war jedes Mal das Gleiche: Man nickte, äußerte Verständnis, versprach, sich zu merken, wie man besser mit mir umgehen könne und dann änderte sich - nichts! Nur bekam ich jetzt auch noch Vorwürfe, warum ich mich jetzt nicht normaler verhalten würde, wir hätten doch über alles gesprochen und die Klasse hätte klargestellt, dass sie nichts gegen mich und meine Behinderung hat. Irgendwann weigerte ich mich, an solchen Besprechungen "Wir wollen doch nur wissen, wie wir besser auf dich eingehen können" überhaupt teilzunehmen.
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Silberstern1468

@Weenaz Mit dem Hören hab ich Probleme in die komplett andere Richtung - dank Autismus nehme ich Geräusche viel intensiver war als andere. Als Kind hab ich oft zu weinen begonnen oder bin weggelaufen wenn mir Dinge zu laut waren. Aber je älter ich geworden bin, desto geringer ist die Toleranz dafür geworden. Auf einmal hieß es „Stell dich nicht so an“ oder „Das ist doch gar nicht so laut, reiß dich zusammen“. Also hab ich gelernt mein Leiden zu internalisieren, weil alle anderen haben sich ja auch im Griff. Erst später hab ich gelernt, dass ich mich damit in autistische Shutdowns gezwungen hab um ja keine Reaktion zeige. Da bin ich geistig sehr abwesend, und dann wird von mir zum Beispiel noch verlangt, dass ich mich in Gespräche einbringe und sozial bin - was mir schon ohne unzählige sich überlappende Gespräche und dröhnende Musik im Hintergrund schwerfällt. Und Leute wundern sich, warum ich nicht gern auf Parties bin…
            
            Und die Aktion mit der Schule geht ja mal gar nicht! Was erwarten die von dir, dass du nicht mehr schwerhörig bist wenn du dich nur genug anstrengst alles zu verstehen? Wenn eine Behinderung nicht durch etwas temporäres verursacht wird, geht die ja nicht einfach weg…
            
            Deine Einstellung finde ich jedenfalls super. Ich versuche jetzt seit meiner Diagnose auch, mich weniger für den Komfort anderer Menschen zu verbiegen und meinen Autismus zu entmaskieren. Wem das nicht passt, der kann ja gehen 
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Weenaz

@Silberstern1468 Ja, das kenne ich - immer so tun, als sei  man "normal". Vor allem dieses ja nicht durchblicken lassen, dass ich schwerhörig bin und auf keinen Fall die Hörgeräte in der Öffentlichkeit tragen, weil es andere Menschen abstoßen könne. Daran habe ich mich nicht gehalten. Mein Ehemann erinnert sich noch heute daran, dass ich vor ihm die Hörgeräte aus den Ohren genommen und ihm gezeigt habe, mit den Worten: Nur dass dus weißt, ich bin schwerhörig. Das war bei der ersten Verabredung - ich hatte noch nie Lust darauf. mich mit Menschen anzufreunden und dann stehengelassen zu werden, wenn sie von dieser Behinderung erfahren.
            
            Mich hat allen Ernstes mal ein Lehrerkollegium ermahnt, mich nicht zu melden, wenn ich etwas nicht verstanden habe und nicht dauernd mit meiner Sitznachbarin zu tuscheln, weil ich den Unterricht stören würde. Gerade diese Nachbarin wurde mir sogar als leuchtendes Beispiel vorgehalten, weil sie ja noch schlechter hört als ich und nicht stört.
            Wenn ich mit ihr getuschelt habe, dann habe ich ihr erklärt, was sie nicht verstanden hatte. Haben wir es beide akustisch nicht mitbekommen, bat sie immer mich, sich zu melden, weil sie sich nicht traute. Auf diese Weise war sie die "Normale" und ich die Störerin ... Ich frage mich, wie sie das gedeichselt hat, als man mich deswegen von der FaKS schmiss.
            
            Inzwischen ist mir das aber ziemlich egal. Ich passe nicht in Schubladen (mit meiner Tonnage sowieso nicht) und das ist auch gut so, da ich Klaustrophobie habe. 
            Ich habe den Führerschein 1b (A1), fasse aber  keine Bohrmaschine an (Säge, Akkuschrauber und Skalpell allerdings schon). 
            Ich backe mein Brot selber, trage aber keine Birkenstock. 
            Ich bin Fachinformatiker, rauche aber nicht, dafür beschäftige ich mich gerne mit Handarbeiten.
            
            Und - beeinflusst auch durch das ADS - ich bin sehr gut in Mathematik, solange es nicht Geometrie betrifft, kann aber keine Entfernungen abzuschätzen und zeige rechts, wenn ich links meine.
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Weenaz

Wünsche euch allen frohe Weihnachten und erholsame Festtage!

blaupause7

@ Weenaz  das wünsche ich dir auch 
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Weenaz

Jetzt bin ich auch offiziell Schwiegermutter! 
          
          Nun warte ich auf die Youtube- oder Tiktok-Story : "Zur Hochzeit schenkten uns unsere Eltern nur Lappen und Tücher."

Weenaz

@Just-Kyu Danke, ich werde es den beiden ausrichten. Da du ja ebenso "homophob" bist wie ich, wird dich diese Hochzeit zwischen einem Demiboy und einem Transmann besonders freuen 
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Just-Kyu

@Weenaz herzlichen glückwunsch! Ich freue mich sehr für euch alle, ich wünsche euch wirklich alles glück der Welt!
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polarkreis

Ich habe das Gefuehl, du wirst mich noch komplett auseinander nehmen, wenn du mein Buch liest :'D (nicht boese gemeint)

Weenaz

@polarkreis Und vermutlich glauben diese Leute dann auch noch, geholfen zu haben ... jemand meinte mal, er würde nie Positives anmerken, weil niemandem mit Lobhudelein geholfen ist, sondern nur auf Fehler aufmerksam machen. Aber "Das Wort ist falsch geschrieben" nützt gar nichts, wenn die richtige SChreibweise nicht auch gleich kommuniziert wird. "Ich würds neu schreiben" - ok, aber wie? Da erwarte ich, dass der Kritiker den Text selbst in seinem Stil schreibt und mir zum Vergleich zur Verfügung stellt.
            
            Ich merke gerne auch an, was ich gut finde. Denn so bekommt der Autor mit, was ankommt und was er weiter ausbauen sollte. Bei dir zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass du sehr empathisch schreibst und die Empfindungen  und Eindrücke der Prota überaus lebendig schilderst. Es wäre sehr schade, wenn du das in Zukunft weglässt, weil dir keiner was Nettes dazu gesagt hat.
            
            "Aber ich schreibe ja besser als du" - Jau, ich habe schon von mehreren hier den Vorschlag bekommen, mal in ihre Werke hineinzulesen, damit ich lerne, wie man schreibt. Keiner von all diesen Menschen hielt es aber für nötig, vorher mal BEI MIR zu lesen, um zu eruieren, wie schlecht ich denn nun genau bin.
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polarkreis

@Weenaz oh :/ sowas kenne ich aber auch ein bisschen von mir. Mit physischen Dingen mache ich das nicht mehr (und mein Gehaekeltes rappel ich sonst einfach wieder auf, wenn ich es scheiße finde haha), aber vor allem mit meinem Geschriebenen habe ich da echt große Probleme. Vor allem, weil ich schon viele Leute hatte, die meine Sachen einfach straight up schlecht fanden - nicht einmal nett gemeinte Vorschlaege, wie von dir, sondern wirklich Aussagen wie "das macht ueberhaupt keinen Sinn, ich wuerds an deiner Stelle loeschen und neu schreiben" oder auch bei Partnerprojekten, dass es dann hieß "aber ich schreibe ja sowieso viel besser als du, deswegen [...]" ;-;
            Ich bin aber sehr froh, dass deine Kinder dich aufgehalten haben, das waere sonst echt schade um die Sachen gewesen, die ganz bestimmt nicht scheiße aussehen oder so :)
            Ich habe auch jedes Mal Angst, auch bei deinem Kommentar eben, huch :'D
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Weenaz

@polarkreis Ja, ich kenn das auchund finde es gar nicht kindisch. Vor einigen Jahren bin ich mit einer Mülltüte durch die Wohnung gegangen und habe alles hineingeworfen, was ich selbstgemacht habe - ob gestickt, gestrickt, gemacht, genäht oder gehäkelt. Meine Kinder sind hinterhergesaust, haben alles wieder rausgeholt und mir strengstens ähnliche Aktionen verboten.
            Hier lösche ich auch deswegen nicht, weil ich denke, liest ja eh kaum jemand. Allerdings zucke ich jedes Mal zusammen, wenn eine pn von Wattpad kommt und erwartet, dass man mich zum Verpissen auffordert, weil ich die Plattform hier mit dem letzten Mist vollspamme. Ich bin in der Beziehung kein Deut besser als du. Es ist immer immer leichter, andere aufzufordern, mehr an sich zu glauben, als seine eigenen Ratschläge zu beherzigen.
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polarkreis

Ich bin dir uebrigens jetzt auch mal gefolgt :)

polarkreis

@Weenaz sorry, dann habe ich mich falsch erinnert, tut mir leid...
            Aber ja, klar, das gibt es - und ich versuche bei meinen Charakteren mit Migrationshintergrund, Erkrankungen/Behinderungen, etc. auch immer darauf zu achten, dass es kein Klischee oder fuer die Quote ist, denn das waere auch irgendwie dumm, wenn ich das als queere, neurodiverse, chronisch erkrankte Person mit Migrationsgeschichte in der Familie tun wuerde lol
            Ich will jetzt auch nicht die ganze Zeit ueber mich und meine Sachen reden, aber jetzt, wo du es sagst, faellt mir z.b. auf, dass ich in meinen Buechern einige queere Charaktere habe, in dessen Herkunftslaendern queerness entweder verboten und sogar bestraft wird oder es einfach nicht gerne gesehen ist (im Fall meiner Charaktere haetten wir hier z.b. Russland, Vietnam, Iran und Suedkorea) - ich finde, das ist auch nochmal so ein extra krasser Schritt, der auch sehr viel Recherche bedarf...
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Weenaz

@polarkreis Ich habe nicht speziell queere Personen mit Migrationshintergrund, sondern insgesamt Personen aus verschiedenen sogenannten Gruppen, die in der Literatur definitiv unterrepräsentiert  sind oder lediglich für die Quote (und dann als Stereotyp) benutzt werden. Aber warum sollten nicht auch zwei oder drei solche Dinge auf eine einzige Person zutreffen? Ist ja nicht so, als gäbe es das in realen Leben nicht.
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polarkreis

@Weenaz ja, das stimmt :)
            Und ich will jetzt auch auf keinen Fall irgendwie doof wirken oder so arrogant, wie mir manchmal schon unterstellt wurde, aber da du diesen Faktor ja angesprochen hattest: falls (wirklich nur falls) du eine lesbische Geschichte lesen moechtest, in der es z.b. auch einen Charakter mit Migrationshintergrund gibt, kannst du, wenn du moechtest, bei mir mal in "toska" reinschauen :) Die Geschichte ist auch schon abgeschlossen und ich plane keine Fortsetzung, also muesste man da auch nicht auf neue Kapitel warten.
            Ist aber auch nur eine Idee von mir, weil ich besonders als du von queeren Charakteren mit anderer Herkunft gesprochen hast, sehr daran denken musste... Ist also nur ein Angebot und soll keine Werbung sein...
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