Wieso ist das Autorendasein manchmal so schwer? Der kurze Realitätscheck im Autorendasein muss jetzt mal sein :D
Schon länger schwebte mir vor, alle Kapitel in »Was sie nicht sieht« mal komplett zu korrigieren und an Absätzen zu feilen. Das habe ich jetzt mal durchgezogen.
Insgesamt saß ich nun 13 Stunden dran, heute ganze sechs Stunden am Stück. Eigentlich bin ich nur vom Bildschirm weg, um mir mal einen Snack zu holen.
Ich habe generell in die Geschichte mein ganzes Herz und meine ganze Seele reingesteckt, und dasselbe jetzt nochmal in das Korrigieren. Kann trotzdem noch Spuren von Fehlern durch Betriebsblindheit und frecher Autokorrektur enthalten.
Es ist schrecklich und wunderbar zugleich.
Ich hasse mittlerweile nämlich den Anfang meiner Geschichte, habe aber dann doch wieder angefangen, meine Geschichte zu mögen und wusste wieder, weshalb ich das Buch liebe, als ich all die Szenen gelesen habe, auf die ich mich teilweise über monatelang gefreut hatte, sie zu schreiben und zu teilen. Mit Anfängen habe ich ohnehin schon immer meine Probleme gehabt.
Diese gemischten Gefühle sind komisch. Gleichzeitig weiß ich dadurch aber auch, wie ich den Anfang für die englische Version ändern werde und vielleicht irgendwann mal einem Verlag zeigen werde, weil ich mittlerweile mit den Gedanken der Veröffentlichung spiele. Es gibt nichts, woran man nicht doch noch arbeiten kann, selbst Anfänge, mit denen ich mich schwer tue :D
Außerdem konnte ich dank des Korrigierens der Phase der generellen Unzufriedenheit (Perfektionismus ist ein Arsch) mit meinen Büchern entkommen und setze mich heute nach einem Monat endlich wieder ans Schreiben. Und Surprise, natürlich brauchte ich wieder einige Elemente und Co. aus »Was sie nicht sieht« für »Was sie nicht weiß« also war es nur gut, alles nochmal aufgefrischt zu haben.
Anyways, ich freue mich, glaube ich.