Prolog

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Ich rannte...

Ich rannte wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Als gäbe es keinen Morgen mehr, sprintete ich so schnell ich nur konnte, an den Häusern der Stadt vorbei.
Immer weiter und immer hastiger erklomm ich den Weg vor mir. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich sonst zu spät kommen würde.

Renn schneller!, drängte mich die Stimme wieder.

"Das versuche ich doch!", flüsterte ich frustriert zu mir selbst.

Die Empfindung, dass es ihm mit jeder Sekunde, die verstrich, schlechter geht, verstärkte sich.
So zu fühlen war unmöglich, völlig absurd und trotzdem zwang mich meine Innere Stimme dazu an Tempo draufzulegen.

Von weitem waren die Umrisse des Feuerwaldes zu sehen, was ein Lächeln, trotz der Umstände, auf meinem Gesicht herbei zauberte.

"Hier musste er sein." Dachte ich in meinem Kopf, während die Tannen immer näher und näher kamen.
"Ich bin fast da, halte durch..." rief ich in Gedanken, aber ich wusste, dass er mich nicht hören konnte.

Irgendwann, als ich die Hoffnung aufgegeben hatte, war ich umzingelt von Bäumen und Büschen.
Keuchend und auf meinen Beinen stützend, saugte ich die frische Luft auf.

Der Geruch von Moss und Erde stieg mir in die Nase, etwas dass mich unter anderen Umständen entspannen würde, aber egal wie sehr ich es liebte im Wald zu sein, so konnte ich es gerade nicht geniessen.

Hektisch schaute ich mich um.

Verdammt, wo war er?

Ich hörte wie Vögel fröhlich herum zwitscherten und sah sie voller Freude über den Kronen der Bäume hinweg fliegen.

Wenn sie doch nur wüssten, wie ernst die Situation war...

So gut ich konnte, versuchte ich die Erinnerung meines Traumes bildhaft vor mir zu halten und mich an den Pfad zu erinnern.
Und nach viel zu vielen Sekunden, poppte er vor meinem inneren Auge auf, eilig brachte ich mich wieder in Bewegung.

Und plötzlich, aus dem Nichts waren gequälte Geräusche zu vernehmen, die mit jedem meiner Schritte lauter und deutlicher wurden.
Ich zuckte zusammen, als der erste in meine Ohren drang.

"So viel Schmerz...", wisperte ich. Meine Stimme zerbrach förmlich im Wind.
Ein kleiner Hauch von Tränen war an meinen Augäpfeln zu spüren.

Mit noch schnelleren Schritten bewegte ich mich erneut nach vorne.

Ich war fast da!
Nur noch ein kleines bisschen... Bis ich ihn sehen konnte...

Abrupt blieb ich stehen, als ich einen Jungen, etwa in meinem Alter, am Gehwegrand erblickte.
Dieser krümmte sich vor Elend und ich konnte von hier aus seine schmerzerfüllten Schreie hören.
Dann fiel er mit einem stöhnen auf die Knie, um sich anschliessend mit seinem ganzen Körper erschöpft auf die Seite fallen zulassen.

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