~zwei Jahre später
Als ich die Tür hinter mir schloss, umfing mich sofort der vertraute Duft nach Zedernholz, Whiskey und etwas, das nur Aiden gehörte. Der Raum war in warmes Licht getaucht - weich, goldfarben, fast wie ein Versprechen. Das schwarze Samtsofa, die bodentiefen Fenster mit Blick über die schlafende Stadt, das flackernde Licht der Kerzen auf dem Tisch... alles war so er. Edel, zurückhaltend - kontrolliert.
Und dann stand er da.
Angelehnt an die Fensterfront, die Hemdknöpfe offen, die Ärmel hochgekrempelt, ein Glas in der Hand. Als sich unser Blick traf, war es, als würde die Welt draußen verstummen. Mein Körper reagierte sofort - Herzklopfen, Hitze unter der Haut, dieses Ziehen tief in mir, das ich nur bei ihm kannte.
„Du bist schön", sagte er einfach, als wäre das eine Tatsache, die man nicht hinterfragen konnte. Ich spürte, wie meine Wangen warm wurden, obwohl ich wusste, wie ich in dem schwarzen Seidenkleid aussah. Aber wenn er es sagte, klang es nicht nach Kompliment. Es klang nach Wahrheit.
Er kam auf mich zu, langsam, wie ein Raubtier, das längst weiß, dass die Beute sich nicht wehren will. Ich hätte fliehen können. Stattdessen blieb ich stehen, ließ zu, dass er meine Hüfte ergriff, dass seine Lippen meinen Hals fanden und sich mit der gleichen Selbstverständlichkeit über meine Haut bewegten, wie er atmete.
Er stand dicht vor mir, sein Blick war flüssiges Feuer. Als er meine Hand nahm und langsam zu seinem Brustkorb führte, spürte ich, wie sein Herz gleichmäßig schlug. Kontrolliert. Doch ich kannte ihn gut genug, um zu wissen, was sich unter dieser Oberfläche zusammenbraute.
„Zieh dich aus", sagte er leise - kein Befehl, kein Flehen. Nur ein Wunsch, der keine Widerrede duldete.
Ich hielt seinem Blick stand, während ich langsam die Träger meines Kleides über die Schultern gleiten ließ. Der seidige Stoff strich über meine Haut und fiel zu Boden, ließ nichts zurück außer nackter Haut und Herzklopfen.
Sein Atem wurde schwerer, tiefer. Er ließ den Blick über meinen Körper wandern, als würde er sich jeden Zentimeter einprägen, auswendig lernen, vereinnahmen.
Dann kam er näher.
Sein Mund war heiß, als er meinen Hals küsste, mein Schlüsselbein, meinen Oberkörper - langsam, qualvoll intensiv. Ich stützte mich an seiner Schulter ab, als seine Lippen über meine Brust glitten, sie umspielten, sanft und gleichzeitig so fordernd, dass ich leise aufstöhnte.
„Du bist so verdammt schön, Ava", murmelte er gegen meine Haut, bevor er mich aufs Bett zog - nicht grob, aber entschlossen. Ich landete rücklings in den kühlen Laken, während er über mich kam, sich langsam entkleidete - Hemd, Gürtel, Hose - und mir dabei keinen Moment aus den Augen ließ.
Als er endlich nackt über mir kniete, war er so vollkommen, so echt, dass es mir den Atem raubte.
Er streichelte meine Oberschenkel, fuhr mit den Fingerspitzen über die Innenseite - leicht, neckend, bis ich mich ihm unbewusst entgegenbewegte.
„Geduld", raunte er und küsste mich zwischen die Beine - heiß, langsam, mit einer Hingabe, die mich erbeben ließ. Seine Zunge war präzise, rhythmisch, seine Finger fanden genau die Stellen, an denen ich mich auflöste. Ich klammerte mich an das Laken, meine Stimme brach sich an seinem Namen, während ich kam - tief, vibrierend, wie ein Beben durch meinen ganzen Körper.
Doch er hörte nicht auf.
Er küsste sich wieder nach oben, ließ seinen Körper auf meinen sinken, schwer, heiß, vertraut. Und als er in mich glitt - tief, langsam - war es, als würde er nicht nur meinen Körper durchdringen, sondern alles, was ich war.
Wir bewegten uns im Gleichklang, seine Hüften trafen auf meine mit einem Rhythmus, der sich steigern ließ - fordernder, drängender, bis wir keuchend, verschwitzt und völlig versunken ineinander verloren waren. Seine Hand hielt meine, fest über meinem Kopf, während seine andere über meine Brust glitt, mein Gesicht streichelte, mein Kiefer fixierte, damit ich ihn ansah, nur ihn.
„Du bist mein", flüsterte er. „Mehr als je zuvor."
Ich kam mit seinem Namen auf den Lippen, ein zweites Mal, dieses Mal tiefer, heftiger. Und als er selbst losließ, sein Körper zuckte, sein Stöhnen rau und heiser in meinem Ohr, fühlte es sich an, als würde alles in mir vibrieren - jede Faser, jeder Atemzug.
Er blieb noch einen Moment über mir, schwer atmend, unser Schweiß vermischt, unsere Haut aneinander. Dann küsste er mich sanft - weich, voller Zärtlichkeit.
Und dann lag ich da. Auf seinem Oberkörper, mein Atem langsam beruhigt, meine Haut noch immer warm von seiner. Ich spielte mit einer seiner Ketten, fuhr mit dem Finger über seine Schlüsselbeinlinie.
„Ich liebe dich", murmelte ich, leise, fast wie eine Erinnerung an mich selbst.
Er bewegte sich kaum. Nur ein kleiner Griff unter das Kissen - ich dachte zuerst, er suche nach seiner Uhr oder dem Handy. Doch dann hielt er plötzlich eine kleine schwarze Schachtel in der Hand. Mein Herz setzte einen Schlag aus.
„Aiden...?"
Er setzte sich auf, drehte sich zu mir. Kein Lächeln diesmal. Nur Ernst. Und eine Art von Weichheit in seinem Blick, die ich bisher nur selten bei ihm gesehen hatte.
„Ich weiß nicht, wann genau es passiert ist", sagte er. „Vielleicht in Paris. Vielleicht an dem Tag als ich dich rettete . Aber ich wusste irgendwann, dass du es bist. Nicht nur für den Moment. Für... alles."
Er öffnete die Schachtel.
Mein Atem stockte.
Ein Ring - schlicht, wunderschön, fast unscheinbar im ersten Moment. Aber die Art, wie er funkelte, wie er aussah wie ich, ließ mir Tränen in die Augen steigen.
Fortsetzung folgt...
💜💜💜💜
So ihr Lieben nach langer Zeit wieder ein neues Kapitel.
Ich hoffe es gefällt euch
Die nächsten Kapitel findet ihr im nächsten Buch "Dark Desire - Aiden Sánchez und Ava: der Preis der Liebe zwischen Mafia und Narben"
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Aiden...
Romance... ich spütre seinen Atmen immer näher an meinem Hals, was mich noch mehr verrückt werden lassen ließ. ,,du gehörst nur mir babygirl'' flüsterte er mir mit seiner rauen stimme ins Ohr... Kurz vor Ava's 16. Geburtstag kam sie in die 10. Klasse. So...
