Der Umzug

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,,Aber Mum, wieso müssen wir weg ziehen? Ich möchte meine Freunde nicht verlassen!" fragte ich meine Mutter traurig.
Wir waren gerade dabei die vollen Umzugskisten in einen LKW zu hiefen.
,,Aber Süße, das hab ich dir doch jetzt schon hundert mal erklärt; Jetzt wo dein Vater weg ist, haben wir nicht mehr so viel Geld! Wir können uns dieses große Haus einfach nicht mehr leisten!" antwortete meine Mutter mit einem traurigen Unterton in der Stimme, der mir nicht entgangen war. Ich wusste, dass auch Mutter sehr an diesem Haus hing.
Doch seit sie sich von Dad getrennt hatte und Dad einfach nicht mehr das Geld bezahlte, konnten wir uns nicht mehr sehr viel leisten.

Traurig nahm ich den nächsten Karton und trug ihn in den Laster, der sie dann weiter in ein kleines Dorf und zu einem relativ kleinen Haus transportieren würde.
,,Ich weiß, aber trotzdem..." . ,,Ach Schätzchen, du wirst es schaffen! Du bist ein starkes Mädchen! Ich bin so stolz auf dich! Du bist die beste Tochter, die man sich wünschen kann!". Ihre Augen fingen an zu glänzen. ,,Und du die beste Mum!" entgegnete ich. Sie lächelte.
,,So, jetzt beeilen wir uns aber etwas, die haben nicht ewig Zeit!".
Schnell holten wir die letzten Kisten und schlossen dann die Wagentüren zu.
Ein letztes Mal noch lief ich durch das Haus und verabschiedete mich von allem. Dann rannte ich die Treppen hinunter und schloss hinter mir die Haustüre zum letzten Mal, bevor ich in das Auto stieg und für immer von hier verschwand...

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Der Ruf des WolfesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt